Ein Zeuge nebenan, ein Wattestäbchen und ein Meterstab
29. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Diese Szene bei "Hubsi" und "Stubsi" war auch besonders lustig.
Ein abgetrennter Finger. Hubsi schwingt ihn beim Reden in der Gegend rum, schnappt ihn sich der Hund, der von Hubsi und Stubsi mit in den Raum gebracht wurde, in dem normalerweise Autopsien stattfinden.
Der Hund im Film kaut an dem Finger rum.
Hubsi entreißt dem Flohbeutel den Finger im letzten Moment, ehe das gute Stück in den Hundemagen abwandert.
Zu der Dame in Weiß meint Hubsi dann ungefähr das: Wird schon nicht so schlimm sein, daß der Hund den Finger im Maul hatte, herkaute. Man wird sicher einen Unterschied kennen zwischen der Hunde-DNA und anderer DNA.
Schön. Spaßig.
In amerikanischen Serien sind öfters schon so Lacher eingebaut, daß der Fernsehzuschauer denkt, da wäre Publikum am Rumsitzen. Solcherart Lacher, die hätte der Film an der Stelle auch gebraucht, hätte jeder besser gewußt, daß das was besonders Witziges war, was Hubsi absonderte.
Scheint nämlich richtige Dokumentarfilmarbeit zu sein, "Hubert und Staller".
Müßte man den Leuten nur mal sagen. Daß sie die Folgen der Serie mit anderen Augen ansehen sollten.
Daß in "Hubert und Staller" möglicherweise Wirklichkeit abgebildet wird.
Vielleicht fänden sie so manche Späße nicht mehr so groß. Würde ihnen ihre Lacherei zumindest ab und zu mal im Halse steckenbleiben.
Im Fall von denen, die sich ihre Neuigkeiten als Jugendliche vom rechtsseitigen Schrottplatz abholten und das dort Besorgte bis zu ihrem Tod als brauchbar fanden, ein Vorkommnis wie das mit dem Meterstab nicht das erstemal.
Da war auch schon mal ein Wattestäbchen.
Ein Wattestäbchen fürs Ohr.
Ein Wattestäbchen, im Labor mit Geninformation, die die Polizei daraufhin jahrelang nach einer unbekannten Mörderin fahnden ließ.
Das Allergrößte an der ganzen Geschichte finde ich allerdings tatsächlich den Typen, der praktisch als Agent für alles mögliche angestellt war.
Diese eine Figur, die sich in Echt nebenan aufhielt. Wie zufällig. Als die beiden Handelnden eines "Trios" eines ihrer Attentate begingen.
Praktisch bezeugte der eine alles. Unmittelbar vor Ort. Wie bestellt.
Und das, was er daraufhin anstellte, war, das, was er wahrnahm, an sein übergeordnetes Führungspersonal weiterzugeben.
Ein Personenkreis, der die Neuigkeit zur Kenntnis nahm. Sonst aber nicht sonderlich viel mit dem Wissen anstellte.
Per Zufall eher, daß die Tatsache aufkam, die, daß dort einer Zeuge war.
Einer, der Geschehnisse gut mitkriegen konnte. Und alles mögliche dabei trieb, nur das nicht, sich zu zeigen und irgendwie einzugreifen.
Was sich ereignete, DAS nahm er trotzdem gut zur Kenntnis, Ansonsten trieb er nichts. Rein garnichts.
Lediglich die höheren Stellen erhielten von ihm Nachricht. Es wurde bei ihnen des weiteren dokumentiert.
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