Hat man 'ne Wahl?
Jetzt gibt es wieder mal was von Assange zu hören, dem Gründer von "WikiLeaks", der in der Botschaft Ecuadors festsitzt. Immer noch. Weil weiter diese Vergewaltigungsbeschuldigungen in Schweden im Raum stehen.
Nach Schweden möchte Assange einfach nicht ausreisen, weil er fürchtet, sitzt er in einem schwedischen Gefängnis, nach den USA ausgeliefert zu werden.
Nun, schwer zu sagen, bis heute, was das mit den Anschuldigungen gegen Assange genau ist. Jedenfalls kann Assange sich nicht reinwaschen oder in Schweden ins Gefängnis gehen, wenn die Schweden ihn vielleicht doch nach den nordamerikanischen Staaten ausliefern könnten. Dorthin, wo Assange alles mögliche drohen könnte, bis hin zur Todesstrafe.
In der Gegenwart, nach ein paar Jahren, ist das weiterhin immer noch. Alles steht wie eh und je im Raum. Lediglich die Bedeutung von "WikiLeaks" hat abgenommen, als ob wirklich alles an Assange hinge, Assange, der dort in London in Botschaftsräumen festgemacht ist.
Nur dann und wann kommt noch was Größeres von "WikiLeaks".
Ende Oktober des Jahres '16 nach dem Millenium hat eine, die die erste Präsendentin der Vereinigten Staaten werden möchte, Probleme mit einer "e-Mail-Affäre". Während ihrer Zeit als amerikanische Außenministerien hat sie amtlichen elektronischen Briefverkehr über einen privaten Server bei sich daheim laufen lassen. Womit es möglicherweise nicht gut um die Geheimhaltung von Nachrichten stand, die geheimgehalten werden sollten. Weil verschiedene Personen - Vertraute der Kandidatin für die Präsidentschaft der USA - gut Zugriff auf alle möglichen Informationen hatten, selbst mit Speichermedien drankommen konnten.
Nun, Ende Oktober, sind neue e-Mail-Tatsachen von früher veröffentlicht worden. Die Außenministerinnenzeit.
Wobei eins schwer verständlich: warum Assanges "WikiLeaks" in den US-Wahlkampf eingreifen möchte. Richtiggehend massiv, daß "WikiLeaks" mit seiner Veröffentlichungstätigkeit rüberfaßt.
Daß sich die Frage stellt: Was hat Assange denn davon, dadurch ausgerechnet dem einen Kandidaten eine Vorteilssituation zu verschaffen? Möchte er sich irgendwie lieb Kind machen? Daß der eine das im Gedächtnis behält? Schließlich geht es in der Botschaft Ecuadors ziemlich beengt zu.
Natürlich hat "WikiLeaks" nun wieder jede Menge Aufmerksamkeit. Auf der anderen Seite: Der eine Präsidentenkandidat jemand, den in die Vorhand zu bringen ... Einen, der nicht unbedingt den Charakter hätte, daß man nicht Neuigkeiten, die gut für ihn sind, zurückhalten könnte. Etwa bis nach der Wahl.
Was hat Assange denn vom Sieg des einen, komischeren Nordamerika-Präsidentschaftskandidaten?
Überhaupt: Was ist das denn diesmal für eine oberseltsame US-Präsidentenwahl?
Der eine bückt sich, fummelt in der rechten Schublade rum, sucht dort anscheinend für sich nützliche Dinge. Daß man sich fragt: Was ist ein rechter Despot denn für einer? Kennt man deren Charakter irgendwoher? Währenddessen die zweite vor allem auf ihren ewigen Ruhm ausgeht: Die erste Frau nach dem ersten schwarzen US-Präsidenten. Das mit der "Frau", das ist bei der Sache vor allem wichtig.
He, hat "Frau" politisch irgendeine Bedeutung? Wirklich, ich wähl Themen, Inhalte, keine Frau. Eine Ehe kann privat schlimm genug ausarten. Was die Politik angeht, braucht sich keiner zu verlieben.
Im Grunde hat SIE lange Glück, daß ER so rechtsgedreht durchgeknallt ist, daß man fast keine Wahl hat als eine zu wählen, die außerordentlchen Wert auf die Hervorhebung "Frau" legt. Sonst selber nicht ganz übersichtlich ist; schwer zum Überblicken, was sich bei der so alles in der Hinterhand verbirgt.
Ist sie denn das, was sie einem scheint? Oder: Was ist sie tatsächlich also für eine? Was wird das werden, das mit ihr, wenn sie drankommt, an diese Schalthebel der Macht?
Zwei Kandidaten - ein dritter wäre seit Wochen recht.
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