Einer kämpft für was anderes
Da ist so ein Gefühl. Daß ewig was Falsches dabei ist.
Derzeit, Ende Oktober des Jahres '16 nach dem Millenium. Die Welt erlebt den großen Sturm auf eine Islamisten-Hochburg. Kurden machen da mit, selbstverständlich die Iraker, auf deren nördlichem Gebiet sich alles abspielt, die Amerikaner.
Aber eben auch die Türken. Die Türken greifen mit an.
Die Türken, regiert von einem. Einem Gewählten.
Die Türken außerdem die, die seit ewiger Zeit einen Teil Kurdistans besetzt halten.
Dieses Gebiet, obwohl sie sich an den Kurden, die dort leben, stören, wollen sie einfach nicht wieder hergeben. Nennen es Türkisch. Türkisches Staatsgebiet.
Auf dem im Grunde nur die Kurden überflüssig sind.
Diese Türken, die gerne ihre Geschichte anders darstellen, als sie tatsächlich war. Opferzahlen minimieren, was den Völkermord an den Armeniern angeht, beteiligen sich nun an diesem Kampfeinsatz.
Wer kann dabei schon immer genau sagen, wo die Raketen der türkischen Armee einschlagen? Fehlprogrammierungen sind vorstellbar.
Nun - wer braucht sie tatsächlich, die türkische Kampfbeteiligung? Auch ohne sie könnte man das machen und schaffen, was die vorhaben, die sich verbündet haben.
Die türkische Soldateska ist dort so notwendig wie ein Kropf.
Den Türken geht es dabei ja ausschließlich um sich selber. Reinstes Eigeninteresse. Daß alles möglichst beim alten bleibt, was ihr seit altersher geräubertes Land angeht.
Nach Möglichkeit sollen keine Kurden im Nordirak als die großen Sieger hervorgehen.
Das ist der wahre Grund der türkischen Mitwirkung: daß sie Mitspracherechte haben wollen. Daß sich nichts bis hin auf ihren Landanspruch auswirkt. Das, was man sich früher unter den Nagel reißen konnte.Nicht wieder hergeben möchte man es, herrscht in einem kurdischen Landesteil.
Sonst wären sie ja in Wahrheit eher für die, gegen die dort gekämpft wird.
Das allergrößte Verständnis haben die türkischen Machthaber für die, die bekämpft werden. Dieses Gefühl für diese Religionsauslegung liegt ihnen nicht fern.
Haben denen schließlich lange genug mit den Augen zugeblinzelt. Für eine durchlässige Staatsgrenze gesorgt. Wie ein Schwamm war es dort.
Jetzt MÜSSEN sie auf die schießen. Obwohl sie ihre Geschütze am liebsten woandershin ausrichten würden.
Wobei, Augenblinzeln? Am Ende die Frage: Wie groß wäre das Gebiet der EINEN gewesen, hätten SIE sich als die großen Sieger herausgestellt?
Welch ein riesiges Einzugsgebiet hätte das alles gehabt? Wer hätte sich eingefügt, als dazugehörig erklärt?
Sogar tief nach Europa hinein reichte die Fläche auf der Landkarte von denen, denen ihre Glaubensbesessenheit und mörderischen Handlungsweisen gerade mehr schaden als nützen ...
Sogar einen ganz anderen Herrscher hätte man sich am Schluß über dieses Reich vorstellen können. Einen Erwählten. Auserwählten.
Überhaupt nicht sicher, wer der Kalif in der Gegend zuletzt sein hätte können. Welchen Namen der getragen hätte.
Der, der als Kalif der Islamisten ständig genannt wurde. Oder jemand, der erst bei Erfolg, wird obsiegt, aus dem Schatten hätte heraustreten wollen.
Angesichts dessen, daß es immer nur einen geben kann, hätte doch was passieren müssen.
Zwei Kalifen am selben Gebiet, nicht denkbar. Kalif, das ist immer nur einer.
Der Rest, der tritt zur Seite und steht um den Kalifen herum. Hat seine Befehle zu empfangen. Über einen untergeordneten Landstrich kann einer im besten Fall herrschen, als Regionalfürst. Dem Kalifen gegenüber hätte er über sein Tun und Lassen Rechenschaft abzulegen, verlangt das der große Kalif..
------