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Blog von TeddeMehr

Was unter den Teppich gekehrt war

4. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Wer sich da in der östlichen Region Deutschland nicht heutzutage für das "Volk" hält.

Das ist ja richtig ganz andres Volk als früher. Es setzt denen von damals, Ende der achtziger Jahre, die Fratze auf.

Ein rechter Personenkreis gibt dort die Ansagen, diesen Leuten zu folgen, das könnte ein schlimmer Fehler sein.

Nichts sonst.

Es ist das Üble des Kleinbürgerlichen, das in Gewalt ausartet, sich in arroganter Gewalttätigkeit Bahn brechen möchte.

Etwas, das früher schon mal in einem Terrorregime gegipfelt hatte. Als der Kreis um den mit dem Bärtchen plötzlich den Klein- und Spießbürger auf seiner Seite hatte, um die Weimarer Republik zu zerschlagen. Dumpf genug war zu der Zeit die gesellschaftliche Stimmung, mit der sich vielerlei Ressentiments mitteilten.

Die Weimarer Republik hatte allerdings einige Streßfaktoren zu erfahren: eine Zeit der schlimmsten Inflation, Börsenzusammenbruch, Arbeitslosigkeit. Riesige Reparationszahlungen an die, die das Kaiserreich hinweggefegt hatten, waren zu entrichten. Massive Kämpfe zwischen Rechts- und Linksaußen zu erleben.

Während es denen im Osten der deutschen Europaregion wirtschaftlich im Jahre '16 nach dem Millenium nicht mal so schlecht geht.

Daß DIE die Kriegsflüchtlinge, Leute mit anderer Hautfarbe als so einen stressenden Faktor ansehen müßten. Noch dazu, so gewaltig viele von denen gibt's in den Ostländern überhaupt nicht.

Trotzdem hat man diese Aufregung, fühlt sich angefaßt.

Richtung ostwärts geh's ab, ist da diese Unzufriedenheit.

Dauernd kriecht plötzlich was Rechtes östlich am Boden rum. In einer Region, in der ehedem der "Kommunismus" herrschte.

Kann auch nur mit dem früheren kommunistischen System zusammenhängen.

Da wußten die Leute oft, was sie tagsüber anzustellen hatten. Hatten klare Vorgaben. Und es gab da noch immer die dumpfesten Kleinbürgerintoleranzen von ganz früher. Aus der Nazizeit, den Judenhaß. Rassistisches.  Die Freude am Rassismus, der sich beim Anblick eines Schwarzhäutigen aus Angola oder eines Asiaten, eines aus Vietnam, Leute, von der SED eingeladen, Bahn brechen konnte. So wie heute das mit der Hautfarbe denen östlich wieder groß was gilt, das "Deutsch"- mit dem Weißhäutigsein.

Rasse in Zusammenhang mit Volk. Echt das große Bäh. Da sollt's einen heben, wie's bei einem raufdrängt, der auf Volksfesten die xte Bierdröhnung zuviel geschluckt hat.

Ja, und vielleicht ist es auch ein klein wenig der verletzte Stolz der Leute, die damals, vor Jahren, ihren Staat ratzfatz einbüßten. Ganz friedlich. Als wäre da was am Pennen.

Obwohl enige sich im alten DDR-Staat wohler gefühlt hatten, als welche im Westen sich das vorstellen könnten.

Die Kleinbürger-, Gartenlaube-Miefigkeit, die ohnehin herrschte damals, zusammen mit dem kommunistischen Militanzgehabe, das Jungs und Mädchen Uniformen anziehen ließ, den Marschschritt üben.

Großes Massenturnen bei gleichförmigen Bewegungen, Hüpfern - konnt man früher oft in ostdeutschen Fußballstadien sehen. Während die Leute der Parteiprominenz zujubelten. Inszeniert zwar, aber schön, anscheinend.

Obwohl's sicherlich eine Schande war, daß welche einen Angolesen wegen seiner Hautfarbe umbrachten. Mir nichts, dir nichts. Oder einen Vietnamesen. Auch ein kommunistisches Bruderland: Vietnam. Solang es nicht zu überhand nahm, konnt man darüber hinwegsehen.

"Skinhead", das war eine viel weiter verbreitete Jugendbewegung in der DDR, als einige das glauben mögen. Mit vielerlei schlimmen Ereignissen die Jahre durch. Auch in den fünfziger Jahren gab's das eine oder andere, als Nachgang zur Nazizeit. Mit welchen, die ihre Geisteshaltung den Polizeibehörden, die sie festnahmen und verhörten, nicht verschwiegen. Nur. alles von den SED-Patriarchen unter den Teppich gekehrt. Die Stasi hatte ein Auge drauf.

 

 

 

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