Zurück in die Vergangenheit
10. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Zurück in die Jahre vor Adenauer, Erhardt, was?
Große Zeiten waren das.
Gewaltig deutches Verlieren war angesagt. Deutsches Großverlierertum. Alles, was es zu verlieren gab, wurde auf einen Haufen zusammengesammelt und reingeschmissen in den Topf. Damit verlorengehen konnte.
Nationalsozialistisches Großverlieren.
Das im Selbstmord von vielen der Führungselite im dritten Reich gipfelte.
Die "Tramp"-Fälschung an erster Stelle. Dazu noch der Propagandaminister. Die berühmtesten dieser Selbstmörder.
Ihre Frauen folgten ihnen mit in den Tod. Auch Kinder nahmen die mit in den Tod.
Der vom Propagandaministerium seine gesamte Kinderschar. Alles, was dort blond rumhüpfte. Lustig war. Heute noch auf kürzeren, längeren Filmchen zu sehen ist. Als sie alle noch beschwerdefrei waren.
Die Mutter sorgte dafür, daß sie ebenfalls starben.
Interessant finde ich heutzutage besonders, daß es im Verlauf der jüngsten Zeit offiziell zu erfahren gab, wer da in der Propagandaminister-Villa oft zu Besuch war und Filmaufnahmen machte, bei denen die Minister-Kinder durch die Gegend dirigierte.
Sein Name: Heinz Rühmann.
Heinz Rühmann.
Heinz Rühmann, der Regisseur des berühmtesten Filmstücks mit diesen Kindern. Heinz Rühmann, der bei der Propandaminister-Familie die Kamera bediente. Szenen ansagte.
Das letzte, was ich von Heinz Rühmann beiläufig gelesen hab: daß er im Alter etwas schwermütig war.
Na ja.
Heinz Rühmann - dem Guten immer so nahe, und doch so fern, daß es für ihn trotz allem immer noch großflächig weiterging. Heinz Rühmann hatte nicht Hand an sich gelegt. Anscheinend war sein Gefühl gut dafür, und er täuschte sich nicht.
Alles gut überstanden, der Mann, die Nachkriegswirren, alles. Und im Lauf der fünfziger Jahre, halfen ihm einige wieder auf die Beine. Den, der beim Propagandaminister und seiner Ehegattin hochwertig beliebt war, Bevorzugung erfuhr.
Weil's welchen im Anschluß nach den Unruhejahren immer noch sehr gut ging, besser als vielen anderen, deswegen dann heute in diese Epoche zurückwollen? Denken hier vielleicht Bestimmte längst was im voraus: daß sie doch gut besser aus einer Sache rauskommen könnten?
Na, den einen haben bedeutende Katholiken in Rom weitergeholfen, für ihre Flucht nach Arabien, Südamerika. Weiteren waren die Lagerhaftjahre überhaupt nicht so schwer.
Andere, die in ihrem Ehrgeiz groß am Aufkommen waren, bekamen in Nachkriegsdeutschland sogar noch wichtige Posten zugewiesen. Obwohl sie im späteren Reich in den letzten Kriegsjahren Ehrgeizlinge gewesen waren. Konnten sie nichtsdestotrotz etwa beim bundesrepublikanischen Geheimdienst groß drinnenbleiben. Erhielten tolle Besoldung, waren mit Abstrichen, weil nicht jedem alles paßte, angesehen.
Daß man sich wundert: Über siebzig Jahre, die der Ungeist bis in die Gegenwart rumsucht, den rechten Zugang erneut zu finden.
Kann er ihn nun wirklich wiederfinden, demnächst?
Hilft ihm die Zeit, die seitdem vergangen ist? Die hohe Zahl von Flüchtlingen, die in der Gegenwart den Weg nach europäischen Region Deutschland sucht ...?
Daß er aus diesem Grund Wiederkehr halten könnte? Läßt man ihn deswegen unbedingt wieder an so Schaltstellen zurück, naiv, weil sie national, regional daherreden, sich gut Deutsch nennen?
Können SIE Wiederkehr halten?
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