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Blog von TeddeMehr

Knapp ein Wunder

11. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Geheimdienst, Staatsschutz und Justiz, gut mit ehemaligen NSDAP-Mitgliedern besetzt. Besonders Richter, Staatsanwälte, ähnliches, das hat man dann ab 1950 für die Bundesrepublik übernommen. Als man plötzlich dachte, es müßte was genug sein, was die Aufarbeitung angeht, man braucht die Leute.

Herausragend die Justiz-Kameraden, die bei sich dafür sorgten, daß die Nachwirkungen aus der Nazi-Zeit nicht allzu schlimm bei ihnen ankamen. Schließlich hockten viele von ihnen bereits beim großen "Führer" hinter Richtertischen und so, sonderten nationalsozialistische Gesetzesakte ab. Bis hin zu willkürlichen, inszenierten Hinrichtungen.

Teilweise soll die heutige Gesetzgebung noch groß von der aus der Faschisten-Ära durchwirkt sein, zum Beispiel was die Strafen bei Mord angeht.

Da ist das beinahe Wundergeschehen, daß die Demokratie seit siebzig Jahren läuft. Unter diesen Umständen.

Zwar erlebt man seit einem Weilchen ewige Bundeskanzler, Dauergewählte. Welche, die eine Wahlperiode nach der anderen regieren. Ständig dieselben Gesichter.

Aber, sie scheinen demokratisch gewählt. Die Prozentzahlen für sie und ihre Parteien sind in einem Maße, daß es in einer Demokratie möglich ist, daß das sein kann.

Vierzig, fünfzig Prozent Zustimmung kann es für jemanden schon geben, wenn's gut läuft.

Und, daß jemand abwählbar ist, der dauernd in den Medien präsent ist, tatsächlich sehr schwer. Muß die Mißstimmung im Volk schon größer sein als üblicherweise.

Trotzdem: Wenn alles so stark von solchen Leuten durchwirkt war, ehedem. Selbst in der Medizin. Überlegt man sich, was die für Verbrechen in den Konzentrationslagern begingen. Während im Hinterland was davon geteilt wurde.

Unvorstellbar, wie irre erschwert eine Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit war. Weil welche sich die Reine-Weste-Scheinchen in Massen gegenseitig ausstellten und rüberschoben. Gegen die weitere Vergangenheitsbewältiung anarbeiteten. Da verwundert es einigermaßen: Seit siebzig Jahren dauert das in der Gegenwart schon an, was "Die Demokratie" heißt.

Alle Angriffe auf den demokratischen Staat konnten relativ gut abgewehrt werden. Bis heute.

Auf alle Fälle haben die von ganz rechts nicht den guten Zugang bekommen, den welche für sich sicher für nötig befunden hätten. Für einen Ein-Parteien-Staat mit Gleichschaltung von allem, was ihnen vor allem recht gewesen wäre. Nach ihrem Gusto.

Immer noch suchen SIE den passenden Schlüssel für das größere Schloß.

Vielleicht ist er jetzt eine neue Partei, die von Rechtsaußen drängelt. Mit ihren dumben Gesetzesabsichten, ihren matten Vorstellungen von Steuerrecht und anderweitigen Werteinterpretationen, mit dem sie den Kleinbürger von sich zu überzeugen suchen.

Das, was SIE gerne unters Volk gebracht hätten. Daß der Bürger sich mit ihnen wieder ins eigene Fleisch schneiden möchte. Mit ihnen. Sich selber sozusagen 'ans Bein pinkeln'. Und zwar große Leinwand der feuchte Fleck. Oder der Blutfluß.

 

 

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