Aus dem Englischen.
In England ein "Wort des Jahres".
Ein Wort für unterschwellige Stimmungen. Die was wie den "Brexit" möglich machten.
Postfaktisch besagt, daß Leute sich ihre Meinung weniger durch objektive Tatsachen als durch Gefühle besorgen, die bei ihnen hervorgerufen werden, oder persönliche Überzeugungen, die in ihnen fest angelegt sind.
Solche Personen mißtrauen Fakten, die ihnen vom "Establishment", den Meinungsmachern derzeit, vorgegeben werden. Etwa die Meinungen in etablierten Zeitungen, in den Hauptnachrichten vorm Fernsehgerät oder so. Anderes wäre ihnen lieber, würden sie bevorzugen.
Das ist das, was ungefähr das Konzept des Postfaktischen sein soll.
Das Postfaktische, das viel mit Launen, Gefühlen zu tun hat, wie sie in den sozialen Medien im weltweiten Netz entstehen können. Sich dort offen präsentieren.
Auch darüber definiert sich dieses Wort.
Die Wahl des neuen US-Präsidenten für das Jahr '17 nach dem Millenium könnte mal so ein Phänomen des "Postfaktischen" sein. Wie eben auch der "Brexit".
Das Postfaktische hat anscheinend viel mit rechtskonservativer Denke zu tun. Denen, die lauthals "Lügenpresse" schreien.
Die Presse, die in ihren Artikeln weitestgehend die Wahrheit über was schreibt. Weil Presseleute zumeist ja nicht ungeprüft kopfnicken, sondern nach Möglichkeit Hintergründe aufhellen sollen. Diese Erhellung, ausgeleuchtet im Licht dazustehen, ausformuliert benannt zu werden, das gefällt den Postfaktischen wie den Rechten nicht. Wenn ihre Lügengebilde entlarvt werden, die der reinen Stimmungsmache dienen.
So was etwa wie jenes, als dunkelhäutige Leute auf einem Foto vor der Mauer einer Kirche stehend zu sehen waren.
Das Bild suggeriert, die Männer täten dort am Mauerwerk dieses "heiligen" Ortes was Unverschämtes, Entweihendes.
Dabei beten sie bei der Kirchenmauer miteinander nur. Als Gläubige. Gebete, ein klein wenig anders wie gewohnt. Außerhalb, nicht drinnen im Kirchengemäuer. So, wie sie es von daheim her kennen.
Also... Um so was dreht's sich. Das, was man in der Fotoaufnahme zu entdecken meint. Vordergründig. Deshalb eine Fotoaufnahme, die postfaktisch genutzt wurde. Dort in den Foren.
Die "Lügenpresse". Die "Lügenpresse", das sind die normalen Pressemedien, die Dinge ans Licht schaffen, nicht Ihnen, den Postfaktischen, das Wort reden.
"Lügenpresse", im Grunde ein ziemlich altes Wort. Eins, das die Nazis früher benutzten. Wenn sie auf ihnen nicht gefälligeTageszeitungen mit den Meldungen ihrer Zeit zu sprechen kamen.
Die Nationalsozialisten hatten manche Berichterstattung, Dokumentationen ihres Treibens schließlich ebensowenig gern. Ähnlich den "Postfaktischen", die lieber der Unwahrheit dem Vorzug geben würden.
Entlarvungen, wenn ihre Lügengebilde entdeckt sind, kommen bei denen mit dem postfaktischen Hintergrund nicht gut. Sie hätten andere Tatsachen lieber. Die Wahrheit von zuvor.
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