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Blog von TeddeMehr

Konservativ ist nicht rechtskonservativ

16. November 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Rechtskonservativ?

"Rechtskonservativ", das klingt harmlos. Verharmlosend.

Das ist kein allzu scharfes Wort, keine dieser eindeutigen Benennungen, wie sie sie Schulkinder möglicherweise schon in der Schule lernen. Wenn sie ein wenig Geschichtsunterricht erleben. Wenn man mit dem Großthema "Nationalismus" anfängt.

Der Moment, ab dem Schulkinder was von einem "Duce" lernen, wird ihnen bestimmt was von einem Faschisten erzählt. Wenn der "Führer" angesprochen wird, nennt sich das "Nationalsozialist". Eigentlich ebenfalls nichts weiter wie "Faschist". Nur, daß dann beim Nationalsozialisten noch eine rassistische Komponente dazukommt. Die des behördlichen, geschäftsmäßigen Massenmörders mit Rassedenken.

Denen, die eine Schule besuchen, kennen also auch "rechtskonservativ". Denn, der "Duce" und der "Führer" waren rechtskonservativ. Quasi Rechtskonservative.

So was, wie einer in den USA sich heutzutage benennt: "rechtskonservativ". "Rechtskonservativ" polarisiert weniger, hat einen geringeren Erregungswert, wie andere Worte, die mehr anschärfen, wach machen.

"Rechtskonservativ", solange es sich noch nicht so recht gezeigt hat. Eine Bevölkerung das erst entdecken muß, was dem "Rechtskonservativen" möglich sein wird. Etwa in den Nordamerika-Staaten. Die Frage muß sich beantworten: Was ist diesem "Rechtskonservativen" möglich?

Der Mann, der nun schon seit Ewigkeiten in Rußland regiert, der könnte im Grunde genommen auch ein Rechtskonservativer sein. Scheute jedoch anscheinend genauere Bezeichnungen für sich und seine Parteigemeinde.

So richtig benannt wurde diese derzeitige russsiche Regierungsform überhaupt noch nicht. Nur eins ist dabei klar: mit dem von früher hat das weniger zu tun. Eher mit so Südamerikanern, südamerikanischen Despoten und ihren rechtslastigen Diktaturen.

Schwer demnach zu verstehen, wenn Leute aus einer Demokratie so einen Typen für gut finden, wenn sie selber links von der Mitte stehen, an sich als freien Menschen denken.

Im übrigen, der eine Russe, vergißt man alles von damals, doch eher einer, wie es das Gesicht eines Despoten eben ist, einer rechter Hand, der nach zwei Amtszeiten, die er hatte, mit zwischenzeitlichem anderem Posten, sein Land wieder in der ursprünglichen Position regiert. Nur, daß diese Wahl jetzt schon fast eine auf Lebenzeit ist. Eine Dauerregentschaft.

Wie bei dem in der Türkei. Der ebenso das mit seinen Jahren als Gewählter hatte. Vorbei seine Amtszeiten. Jetzt allerdings, daß er den Staatspräsidentenposten einnimmt. Tatsächlich weiter wenig legitimiert mit seiner Allmacht. Trotzdem der Mächtige, weil ihm seine Partei dazu verhilft, eine Partei, in der er alle Fäden der Macht in der Hand hält. Dort findet er seine Steigbügelhalter und Claqueure.

Jener unter dem roten Halbmond ist gleichfalls ein Rechtskonservativer.

Für den es jedoch auch diese eher unzweideutigeren Namen gibt, wie sie der "Duce" oder der "Führer" hatten. Faschist. Nationalsozialist. Nationalsozialist, der mit der Sozialisten-Lüge in der Benennung, der Faschist mit der Steigerung des rassistichen Massenmörders. Deshalb die Hervorhebung beim Obergriff "Faschismus". Oder daß man beides miteinander lesen kann: "Faschismus", "Nationalszozialismus". Obwohl alles Faschismus ist.

Nun, in der Schule kann man manchmal ja auch ein klein wenig aufpassen im Unterricht, nicht? Was einem dort auseinandergesetzt wird.

 

 

 

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