Der saarländische Witz
28. März 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware
Die Wahl Ende März des Jahres '17 nach dem Millenium im Saarland der Europaregion "Deutschland".
Da ist durchaus was Lustiges zu bemerken, im nachhinein.
Erst mal: Alles dort bleibt ungefähr beim alten.
Das heißt, zwei Parteien mußten den Landtag verlassen. Während eine dritte dort neu aufscheint, eine, die bereits viele, viele Namen hatte.
Ewig, daß DIE es probieren. Sich daran versuchen, mit größerer Mehrheit gewählt zu werden.
Jetzt kommen sie wieder mit einer neuen Bezeichnung für sich daher. Alles andere als erfolgslos. Auf Anhieb sind sie mit dem frischen Parteinamen im saarländischen Landtag.
Allerdings nicht mit einem Ergebnis, das die Gegenwärtigen von den vorhergehenden kürzlichen Regionalwahlen gewöhnt waren.
Nur einstellig und relativ gesichert und doch knappest dort mit ein paar Mandatsträgern in den saarländischen Landtag geraten.
Schon ein wenig, daß sie deswegen 'ne Schnute zogen. Weil sie sich höher in der Wählergunst wähnten.
In anderen Bundesländern waren sie schließlich zweistellig im Auftreten. Jene Leute, die dir davon erzählen, in die Zeit vor Adenauer, Erhardt zurückzuwollen. Als könnt nie einer deutlicher sagen, was das für Zeiten gewesen wären, in die sich die gerne zurückteleportieren würden, hätten sie die gute Gelegenheit.
Am schwierigsten jedoch, sich ein weiteres Moment saarländischen Witzes zu erhellen.
Einmal, was da wochenlang medial aus dem Regionalgebiet mitzukriegen war. Von einem immer schärferen Kopf-an-Kopf-Rennen war die Rede. Eine Partei hätte einen Schub gekriegt. Der die und eine andere näher zusammenbringen sollte, unverhofft angliche.
Und dann: am Wahlabend dieses Ergebnis. Alles wie gehabt. Ganz und gar eindeutige Verhältnisse.
Nicht das bißchen was von dem zu bemerken - aber schon überhaupt nichts davon -, was einem klarmachen könnte, warum zuvor sogar von einem möglichen Machtwechsel in diesem Bundesland gesprochen werden konnte. Die zweiten hatten sogar einen frischen Zugewinn.
Das ist er geradezu, der andere große Witz, im Saarland gerissen: alles wie eh und je.
Was die einen jetzt auch ausgiebig zu feiern scheinen. Daß nichts von dem irgendwo erkennbar ist, wovon vorher die Tage durch immer einiges mitgeteilt wurde.
Alles so, daß es oberseltsam ist, wie das überhaupt aufklingen konnte, daß es hier wo eng werden könnte, bei einer Wahl.
Die Verhältnisse derart überdeutlich. Nur das eine, das bleibt nichtsdestotrotz unzweideutig erkennbar: daß die Saarländer einer trügerischen Partei obskurer Rechtsaußen-Leute den Zutritt in ihr Parlament gestatteten.
Darauf wurde denn nicht verzichtet.
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