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Blog von TeddeMehr

Zwei für unter fünf

11. Dezember 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

So eine Minderheitsregierung ...?

Auch da ist was verschieden. Je nachdem, wer mit wem, gibt das ziemlich unterschiedliche Bilder. Bei der großen Frage: Wer sind denn nun die, die einen hauptsächlich unterstützen?

Auch hier kommt so was wie eine Richtungsentscheidung in Sicht. Und es könnte sein, wenn man mit dem öfters, als es schicklich wäre - daß dann jemand anders die Türe zuschlägt.

Bei der Komplexität der Verhältnisse in diesem Jahr-'17-Bundestagsexemplar. Bei der scheinbaren Unmöglichkeit, daß welche dort ihre alte Unter-fünf-Prozent-Heimat wiederkriegen könnten. Aller Begehr zum Trotz, dorthin zurückzukommen: "Haben wir es uns nicht längst wieder verdient, heimkehren zu dürfen, unter die fünf? Warum laßt ihr uns denn nicht dorthin zurück? He, wir sind nicht das Problem."

Zwei Parteien, die in diesen oberseltsamen Bundestag nach der Wahl im Jahre '17 neu einzogen, weil es sie im vorhergehenden überhaupt nicht so gab. Zweimal was, so fern von daheim. Daß man das nun beispielsweise unvermittelt sieht, daß es früher mal große Konservative gab. Adenauer, Erhard. Auch De Gaulle war ein Konservativer.

Adenauer, Erhard, De Gaulle, die konnten ziemlich weit und hoch springen.

Während das in der gegenwärtigen Zeit nicht unbedingt so zu sehen ist. Nachdem dort höchstens welche so Sprünge machen, wie zum Beispiel bei der deutschen PKW-Mauth. Die Sichtweise: Die, die aus dem europäischen Umland einreisen, die sollen da Mauth zahlen. Während die deutschregionalen Einwohner nichts für diese Mauth zu bezahlen hätten, weil sie durch einen Kniff ihr Mauth-Geld später zurückkriegen.

Als wäre ein Geist dahinter, so eine Kernidee.

Hat auch alle möglichen Verrenkungen die letzten Jahre gegeben, das plausibel rüberzubringen, wie man das mit der Mauth denn umzusetzen gedenkt. Also: Zwar Mauth, aber nicht eigentlich die Mauth für alle in der deutschen Europaregion. Warum denn allerdings überhaupt eine Mauth, wenn nicht für jedermann, der mit was wo rumfährt, diese zahlt, wenn jemand am Ende das gesamte gezahlte Geld wieder zurückbekommen soll? Warum all dieser bürokratische Aufwand? Einmal das mit der Mauth-Erhebung, schließlich das mit der umfangreichen Rückzahlung an so die europäisch-regionale Ureinwohner.

Obwohl jedem klar sein müßte, der sich über so was freut: Die Mauth gibt's nun. Und als solche kann sie beizeiten irgendwann auf alles Volk ausgedehnt werden. Auch auf die, die eine Zeitlang Ersparnis spürten. Die Mauth hat sich deswegen doch deutschregional quasi eingeschlichen. Auch wenn da erst mal eine Überlegung im Hintergrund scheint, die auch Leute haben hätten können, die in der Gegenwart mit dem Wort "Alternative" rumgeistern: ausschließlich "Ausländer" zahlen lassen.

So ein Späßchen, beinahe wie was aus einem Katalog der "Alternativ"-Fahneschwenker. Überlegt man sich das mal alternativ genauer.

Wer stützt denn nun die Minderheitsregierung? Das ist die Kernfrage. Des Pudels Kern. Und: Wer beteiligt sich irgendwann nicht mehr bei irgendwas, weil man sich öfters zu jemand anders hinverirrte? Sich von DORT zu mancherlei Mehrheit verhelfen ließ.

War bereits zu hören, daß eine Minderheitsregierung vielleicht zwei Jahre oder so durchhalten könnte. Zwei Jahre, daß das vielleicht zu halten wäre. Bis ... Bis nichts mehr geht. Die nächsten Wahlen denn doch fällig sind. Neuwahlen.

Bei so dem Versuch mit den wechselnden Mehrheiten doch gut möglich, daß man locker den und den plötzlich nicht mehr mit als Mehrheitenbeschaffer zur Verfügung hat. Daß es sich fixiert, wer einem zu Mehrheiten verhilft, wer nicht. Und das könnte nebenher ein übles Geschmäckle haben.

Wenn Bestimmte ein rotes Tuch sein könnten. "Mit JENEN? Dann bestimmt nicht mehr mit uns", könnte die Rede gehen.

Wer hat denn wirklich Lust, mit irgend jemanden umzugehen, der in so Zeiten vor Adenauer, Erhard zurückmöchte? Heutzutage nochgerade? Zurück in dieses gräßliche, fürchterliche Dumpfnationale?

Aber klar, tot ist das denn nie. Das altbackene Deutschnationale schafft sich mit neuen Namen in der Gegenwartszeit scheinbar ganz gut ran. Wiedergängerisch. Der blenderische Tanz der Wiedergänger scheint zu gefallen. Viel zu viele, die SIE zu verblenden imstande sind. Die Wahlstimmen für SIE stehen dafür.

 

 

 

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