Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Daß man noch da wäre, würd genauer geschaut

22. April 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Einerseits - andererseits.

Da will jemand seine Kanten schleifen. Bei Auseinandersetzungen und Diskussionen schlüpfrig sein, nicht am Punkt festnagelbar.

Was hab ich so mitbekommen?

Die französische "Nationale Front" veranstaltet für die Leute, die für die Partei Öffentlichkeitsarbeit machen, von denen einige sich sogar Journalisten ausgesetzt sehen, Seminare.

Wie sie mit dem, was sie angreift, am besten wortreich umzugehen haben. Sauberer aus einer Geschichte herauszukommen wäre, daß die eigene Profanmeinung in Vorteil gerät. Wortreiche Schein-Vernunft, den Anschein zu erwecken, man wäre mit der Partei, für die man eintritt, für viele brauchbar. Sie haben den Wunsch, iihre Sicht auf Dinge an den Mann, die Frau bringen, ohne bei informierter Gegenrede sofort wegzuklappen. Sehen sie sich, als das, was sie sind, rechte Nationalisten, größerem Widerspruch ausgesetzt. Will jemand zu sehr hinter die Fassade blicken, die tatsächliche Realität erkennen.

Abgeschliffenen Kanten geradezu, denen man stets den Vorzug geben möchte. Keine allzu deutliche Aussage am besten, nichts, an dem man unzweideutig festzunageln wäre. Damit niemand den Faschisten und sein despotisches, ignorantes, intorlerantes Regime im Hintergrund zu klar erkennt.

Zum Beispiel war die Rede von der Währung. Eigentlich hätte man nichts gegen den Euro. Gar keine so schlechte Währung, der Euro. Nur, man selber, man wolle lieber wieder den guten, alten Franc einführen. Das Geld von früher. Auch hätte man nichts gegen die EU. Aber man wolle wieder in das alte Frankreich hinter seine Grenzen zurück. Man habe nichts gegen Zuwanderer. Aber hinter geschlossenen Grenzen wäre mehr Sicherheit. Hätte die Polizei wieder mehr Überblick über alles, was so ins Land käme. Die, die illegal ins Land eindringen würden, hätte man schnell eingefangen, könnte sie sofort wieder abschieben, kaum hätte man sie aufgegriffen. Offene Grenzen wären ihnen allen ja auch lieber, aber wenn das nicht so hinhaue, müßten die Grenzen eben wieder geschlossen werden, dichtgemacht.

Die eigenen Bauern, die Produkte der eigenen Wirtschaft müßte man vor allem schützen. Auf der anderen Seite: Wie ist das mit der EU und der Europaregion Frankreich? Wurde da nicht öfters mal davon gesprochen, daß eigentlich die französischen Bauern besonders von EU-Überweisungen, Zuschüssen profitieren? Hätten die Franzosen und insbesondere die französischen Bauern die EU nicht mehr, müßten die Franzosen und ihre heimischen Bauern auf jede Menge Milliarden verzichten. Wären den Umständen noch viel heftiger ausgesetzt. Das eine kann da mindestens genauso weh tun wie der globale Wettbewerb, der zu schaffen macht, wenn einem nichts einfällt als das Übliche.

Ohne EU wäre den französischen Bauern geradezu ans Bein gepinkelt. Am Ende ist Frankreich eigentlich auch eine Wirtschaftsnation, die international Handel treibt. Sich als Spieler auf internationale Bühne herumtreibt. Weltweites Handelsvolumen möchten die französischen Regionalbewohner. Was bei geschlossenen Grenzen, Abschottung mit einer Rechtsaußenregierung nicht so laufen könnte, irgendwo noch in der Art dabeizusein, mitzuspielen wie zuvor. Einschränkungen wären zu erwarten, möglicherweise irgendwann ein Handelsdefizit. Was sich auf den Franzosen als Bürger durchschlagen könnte, seinen Geldbeutel.

Wirklich, komische Augenaufschläge, Atmosphäre bei denen der französischen äußersten Rechten, die da per Fernsehgerät unvermittelt in Sicht gerieten. Durchaus deutlicher werdend. Als wäre das mit der Rechtsaußensicht ein schmalerer Grad, auf dem man wandelt, als man den Anschein erwecken möchte.

Etwas Verstohlenes war hier unvermittelt. Daß der Gegenüber vielleicht nur die Wahrheit nicht ganz genau sehen sollte. Das, was man wirklich abbildet. Die Deutlichkeit, Eindeutigkeit, die will man schließlich verbergen. Das, was man sozusagen untereinander spricht. Was der andere so nicht unbedingt mitkriegen muß. Wie sehr er etwa recht hat.

Der Grund für den falschen Schein bloß einer: gewählt zu werden. Wählbar möchte man vor allem sein. Von vielen.

Tatsächlich wahrnehmbar: De Rechten in der Europaregion Frankreich führen auch einen ewigen Kampf um ihre bürgerliche Maske. Daß die Schminke nicht plötzlich rasch wegläuft. Und das darf nicht sein, ehe ...

 

 

 

----

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post