Gleiche Reden - verschiedene Hintergründe
Momentan blickt die Welt nach der Europaregion Frankreich.
Dort sind nur noch zwei Kandidaten verblieben, die bald Anfang Mai des Jahres '17 nach dem Millenium in die Stichwahl gehen.
Danach weiß man: Hat diese Wahlgang nun besondere Folgen oder nicht?
Vor allem angesichts der einen Kandidatin, die einer Rechtsaußen-Partei entstammt. Die, die in der französischen Europalandschaft die ist, die die uralte Nationalkarte herzeigt. SIE ist die, die sich nach dem Vorgestern zurückwünscht, als das mit jeder einzelnen Nation und Einzelwährung noch überall in Europa existierte. Üblich allerorten. Dieses National-"Glück". Unter anderem zwei Weltkriege stehen dafür ein.
Die Ära der geschlossenen Grenzen, von der sie trügerisch redet. Während der es jedoch alles lange fast ebenso gut gab, wie es mancherlei heute gibt. Als Beispiel den Drogenschmuggel. Man muß sehen: Auch in der Vergangenheit schon konnte man als Drogenbekämpfer den Drogen kaum Herr werden. Trotz all den Staatsgrenzen mit den ihren ständigen Grenzkontrollen zu den verschiedensten Regionen, der drastischen Gesetzgebung an fast jedem Ort.
Außerdem war jedes Einzelland, ebenso wie es heute der Fall ist, an Außenhandel interessiert. Ehedem bereits hatte etwa der Bauer damit zu kämpfen, daß in ein Land auch bäuerliche Waren eingeführt wurden. Zum Beispiel gab es vor Jahren einen Butterberg. Containerweise Butter, die Europäer im Meer versenkten.
All das vergleichbar manchem Heutigen. Und damals war alles weitgehend noch beim alten, was die Grenzzäune, das Zollwesen und die Hervorhebung der Regionen als abgegrenztes Gebiet anging. Dahingehend war man wertkonservativ mit Einzelwährungen, ohne Europaflagge neben der alten Nationalfahne.
So eine also, die nun in der Gegenwart herausragend von der Rückkehr ins altertümliche Totalnationale schwärmt, eine solche von Rechtsaußen, die damit vor allem eins sich wünscht: gewählt zu werden. Als eine "Rechtskonservative". "Rechtskonsvervativ", wie der verharmlosende Begriff für so welche neuerdings heutzutage ist.
"Rechtskonservativ" klingt anders, als die Benennung "faschistisch". Weil das Wort "Faschismus" anscheinend ein zu negativ besetztes Wort ist, dessen Verwendung man für sich als "Nationalist" fürchtet.
Weit und breit keiner, der von einer größeren Bevölkerung ernsthaft gewählt werden will, der vortritt, sich als "Faschist" benennt. Obwohl sich ganz früher, so altvordern, ganz öffentlich Leute dem Volk gegenüber "Faschisten" nannten.
Demgegenüber doch lieber die Undeutlichkeit der Gegenwart, der Weichzeichner. Wie das Wort "rechtskonservativ". Wie der derzeitige Herrscher in der Türkei, Jahrgang '17 nach dem Millenium, weit von sich weist, daß er ein "Diktator" wäre. Aber auch "Sultan" will er anscheinend keiner sein. Viel lieber gibt er sich westlich mit Anzug und Krawatte, nennt sich als Alleinherrscher mit bei ihm rumstehender ausgesuchter Kopfnicker-Umgebung "Staatspräsident".
Die eine, "Die Tochter", der es nach der Macht in Frankreich giert, gedenkt, einen ähnlichen Posten wie derjenige Mann im Türkenland einzunehmen. Staatspräsidentin zu werden, hätte sie im Sinn. Viel Macht ist dem französischregionalen Staatspräsidenten gegeben. Vielleicht, daß es am Ende bald "türkisch" werden könnte. Bei nächstbester Gelegenheit, wären die Belange ihrer Machtfunktionen bei ihr und zwischen ihren Rumstehern neu zu ordnen, hätte sie sich erst so richtig am Thronsitz festgefressen. Daß die Türkei-Vorherrscherpartei und der EINE unmittelbar ihr Vorbild wäre. Der das schließlich hat, alles, wie SIE es liebend gerne hätte.
Wobei sie sicher lange im Kopf hat, was sie alles vorhaben könnte, wäre das Amt ihr denn gegeben. Wenn sie wirklich einmal die Gewählte wäre.
Ja, wenn sie als die Wahlsiegerin, die den Thronsitz einnimmt, irgendwann an den passenden Ort gerät, der ihr jegliches gestattet. Die Umjustierung.
Erst noch spaßt sie rum, maskiert sich, spricht nebulös. So vernimmt sie die Welt. Anfang April des Jahres '17, daß sie gewissermaßen einen Redeschreiber lobt. Fast so, als mache sie ihm damit den Hof. Den Texter eines Konkurrenten, der aus dem Präsidentschaftsrennen ausschied. Jenem einen aus dem konservativen Lager, der Probleme mit seiner Familienwirtschaft hatte. Dessen Texteverfasser "ehrt" sie, indem sie eine Rede von ihm in vielen Passagen weitestgehend originalgetreu verliest. Jede Menge Ursprungstext.
Eins allerdings klar an der Stelle, oder nicht? Daß SIE jener nicht ist, der Präsidentschaftskandidat, der wegen seiner famliären Skandälchen in Nachteil geriet. Trotzdem sie die Ansprache wählt, die er einmal benutzte, ist sie ganz jemand anders. Ziemlich verschieden von ihm, obwohl sie fast seine Rede hält. Denn es ist SIE, diejenige, die diese Sätze spricht. Ihnen damit, durch ihren Mund, einen anderen Klang verleiht.
SIE ist es schließlich, SIE, die dabei den allergrößten Unterschied macht. Auch wenn sie so Wortgeklüngel des zweiten nur unwesentlich variiert.
Diesen wesentlichen Unterschied jedoch, den MUSS man verstehen. Den zwischen IHR und dem, der das Rennen um das Präsidentenamt verlor, nachdem ein paar Umstände nicht für ihn waren.
Bei IHR ist das ein totalanderer Hintergrund.
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