Abgesandte durften in die Waffenschmiede
Man hat denen aus der Türkei wirklich nichts Besonderes gegeben. Für die Freilassung dieses einen einzelnen Journalisten.
Könnt schon sein, daß man einem dahingehend die Wahrheit sagt. Kein so geldwertes "Bakschisch", nichts.
Außer daß nun Türkei-Abgesandte zu denen in die europäisch-deutschregionale Waffenschmiede hinkommen durften. Daß man dem, was sich so die aus der Türkei wünschen, nicht viel Widerstand entgegenbringen will: die Panzerfahrzeugenachrüstung.
Zwar werden die von der türkischen Soldateska, wenn da einer bei einer kriegerischen Auseinandersetzung fällt, als "Märtyrer" bezeichnet. Ganz die Religionskarte, die man auch noch spielt, den einheimischen Türken das zu verkaufen, daß in einem Kampf auch selber gestorben werden kann. Quasi eine religiöse Note, die man der Angelegenheit mit dem der "Märtyrer"-Idee verleiht. Als fiele man auch als so ein religiöser Kämpfer. Und nicht als ...
Trotzdem, das mit dem Dahinscheiden als "Märtyrer" soll nicht überhandnehmen. Deshalb vor allen Dingen braucht man eine Verbesserung bei den Panzern. Daß die noch schwieriger zu zerschießen sind. Die im Innern noch weniger von was was merken, was um sie herum geschieht. Selbst dann nicht, wenn sie durch dichteste Minenfelder fahren. Oder mal das eine oder andere bessere Geschoß böse trifft.
Deshalb haben sich hier zwei in hemdsärmliger Pose getroffen, Privatheit vorgegeben. Einmal in einer Urlaubsstadt in der Türkei. Und dann eben europäisch deutschregional. Ein "Kommissarischer", ein im Amt Verbliebener, hatte Treff mit einem zweiten, einem schwer Definierbaren. Die Türken wollten das mit dem Panzernachrüsten. Das war ihr Begehr. Und unmittelbar nach der zweiten "Privatbegegnung" sind sie ziemlich geschwind zu denen aus dem Waffenhandel europäischer Deutschregionalität hingereist. Daß da doch was passieren könnte, im türkischen Sinne. Daß man nichts weiter zu eng sehen würde, das war wohl der Kern der Sache, das Wesentliche, das Achselzucken derer deutscher Europaregion. Deswegen war man so auf "Privatheit", hat miteinander freundlich getan, als hätt's nicht erst was geben müssen, daß man freundlicher sein konnte. Wären bessere Beziehungen wirklich wichtig. Und weil's da was gab, war man praktisch "befreundet". Einer aus der europäisch-deutschen Regionalitätslandschaft mit einem der beim türkischen Staatspräsidenten Rumstehenden. Einem derjenigen mit dem komischen Kopfnickertick. Die dafür da sind, daß sie auf Pause wartend herumstehen. Bis die Anweisungen kommen. Die Instruktionen, was ungefähr zu tun wäre. Auszuführen. Gelobt wird, wer das ausführen kann, was ihm angesagt wird. Der behält sein schnödes Pöstchen.
Das wurde hier scheinbar in die Tat umgesetzt, daß einer realisiert hat. Auf fruchtbaren Boden traf er. Nichts, das die Gegenpartei von sich gewiesen hätte. Selbst bei bester Klarsicht, hat man sich's behalten.
Wobei das, wie man DAS verkauft, das hat was. Eigentlich, daß da Leute im Vorlauf alles mögliche mitkriegen konnten. Was alles im vorhinein los war. Trotzalledem tut man einfach so, als hätte es nichts an Geschäftsgebaren untereinander gegeben. Daß nun das passieren konnte, daß der eine Journalist exklusiv freikommen durfte, andere eventuell auch noch der weiten türkischen Gefängnisweltwüste entfliehen könnten. Wahrscheinlich, läuft alles richtig, dann sind weitere Entlassungen zu erwarten.
Wie sich alles anhört, wie es einem vom Verkaufstisch nebenher untergebracht wurde. Jeder, der dem selber hinterherdenken darf, wie er sich eben das Denken wünscht. Oder kann.
Unwillkürlich schließlich die Frage: Wird man für dumm verkauft ? Nach dem Motto: Weil deutschregional so blöde doof und ahnungsbefreit rechtsrausdrehend gewählt wird, braucht man selber als Normalo-Politiker nun auch nicht mehr viel auf was aufzupassen, wenn Leute sogar das Billigste von wo kaufen. Bei all der bräsigen Borniertheit mit so "Nationalen" aus der übelsten rechtsdrehenden Sockenwelt, das, was hier unter der Bevölkerung am Abgehen ist - da kann man jetzt höchstselbst auch mit allerbesten Halbwahrheiten, Unausgegorenem daherkommen. Wie eben die vom alternativen Dexterwesen. Die auch mit wenig mehr als Lug und Trug arbeiten, dem Halbgarwahren, der für die Nützlichkeit verfälschenden Interpretation von Wirklichkeit, die anscheinend auch noch eine Sichtmöglichkeit ist. All dem dieses Pakets. Selbst die Geschichtsfälschung hätten die von der "alternativen" Rechten heute wieder gerne. Ach, so zwischen '33 und '45, wie war da alles jahrelang schön, gemütlich. Bei der Gestapo. Der SS. Der mit dem Bärtchen aus dem "Volksempfänger". Sein Propagandaminister. Zumindest seine deutsche Sprache war einwandfrei. Propagandazwecke sind hinterslichtführen.
Also, weil hier Gestalten von rechtsdraußen so grell, komisch, großartig hochprozentig Erfolg haben in Gegenwartstagen bei so trüber Wählerschaft, die noch und nöcher bei ihnen am Wahlzettel was Ankreuzbares findet, braucht man sich selber auch wegen nichts Besondrem mehr zu bekümmern. Beispielsweise bei der Verlautbarung, was so eine Journalistenfreilassung anbetrifft.
Schon klar, gegeben hat man vielleicht nicht viel was. Weiß man's denn genau? Nur eben das: Es wurden welche weiter- und durchgewunken. Zu den Waffenhändlern durfte eine Delegation voranreisen. Türkische Abgesandtschaft traf sich mit so diesen verständigen Leuten, die was wunschgemäß tun können. Sicherlich die Lösung eines Problems auf den Weg bringen.
"Gibt's auch Rabatt?"
"Müßt ich mal anrufen."
-------