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Blog von TeddeMehr

Da war nichts für eine neue Wahl

10. März 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Nun scheint sich alles für den Bundestag des Jahr '17-Wahlentscheids geregelt zu haben. Er bleibt, wie er ist, und bekommt seine Regierungsbank. Trotz des Übels, das noch in diesen Bundestag eingezogen ist. Dem es jedoch unmöglich gemacht ist, unter die Fünf-Prozent-Hürde zurückzukommen. Dort Rückkehr zu halten.

Etwas aus dem Vorvorgestern präsentiert sich dort. Das diese Vorvorgestrigkeit auch lange jetzt ganz offen anspricht.

Nur, helfen kann es sich nicht damit. Aller Deutlichkeit zum Trotz.

Tatsache, daß die für DIE Anwesenden immer unverblümter, offener in einer Weise sprechen, die Bezug auf hinterletzte vorvorgestrige Tage nimmt. Auf Tage des gräßlichsten Jochs, ein fürchterliches Joch, in das der Reichsbürger denn gestiegen war. Der eine Reichsbürger, den man ehedem in eine bestimmte Stimmung versetzen konnte. Daß er von falschen Leuten verblendet war, von Kreisen, die ihm im Grunde nichts Gutes wollten. Im Jahre '33, daß es ihm geschah. Als er einer Augenblickslaune dann gehorchte, dem, das ihm trügerisch was vorgaukelte. Die Gaukelei, die er zuließ, JENEN gestattete. Um dann die allerschlimmsten Folgen davon zu haben. Die nachfolgenden Geschehnisse hatte er zu ertragen, damals vorantappend, ohne den rechten Überblick, was immer passieren würde.

Nichts als Bitternis hatte der "Reichsbürger" nach Kriegsende zu erfahren. Wo er hingeleitet worden war. Als es sich abspielte, daß ihm die Augen böse geöffnet wurden. Daß ihm all die Umfänge aufgingen. Wie massiv fehlgeleitet er wurde. Wieviel bei ihm falsch gelaufen war. Zu was er sich vertrauensvoll verleiten hatte lassen. Was so profane Wahlkreuzchen, im Jahre '33 an prominenter Stelle hingemalt, ihm für ein ungeheuerliches Übelwesen nahebrachten. Kaum mit Worten es zu beschreiben. Was sich mit ihm zwischen '33 und '45 ereignete, wie Schuppen mußte es ihm nach Kriegsende Jahr '45 fallen. Wem er als "Reichsbürger" aufgesessen war, sich auszuleben gestattete.

Jetzt ist da ein europäisch-deutschregionaler Jahr '17-Bundestag konstituiert, in dem es quasi abermals boshaft spukt. Ein wahrer Horror, der drinnen umgeht. Mit boshaften Fratzen, von welchen geschnitten ... Solche Kreatur, die einem beiläufig was davon erzählt, daß sie in die Jahre vor Adenauer, Erhard zurückkehren möchte. Als wär am besten wo Zeitmaschine. So ewig dumbe Jahre, die zwischen '33 und '45, die sie am liebsten verharmlost hätte. Nicht als das wahrgenommen, was sie an Tristesse, unaussprechlicher Unsäglichkeit waren. Schon gar, weil das Üble für sie einen gewissen Selbstbezug hat.

Alles "neu", gegenwartsbezogen, schließlich bei IHNEN. Als solches sitzen sie umetikettiert auf Parlamentsbänken rum. Sprechen die eine jedem vertraute Banalität der "Nationen" an. "Nationen", um Kleinigkeiten von ihnen zu erfahren, daß man bloß kurz ein Geschichtsbuch aufzuschlagen braucht. Um zu erkennen, daß "Nationen" eine Ewigkeit für alles verantwortlich waren und weiterhin sind. Als müßte man sich insbesondere dieses "Nationale" besonders bewahren, führen sie sich auf.

"National", das hinter Grenzzäunen, Stacheldraht oder hohen Mauern. Ein abgegrenztes Gebiet. Was lange genug währendes Gestriges, das mit seinem Hymnengesang am Ende im Heute so eben noch gut für den Bolzplatz wäre. Daß Spieler der altbekannten Profannationen dort gegeneinander antreten. Nationalstaaten, die es ansonsten wirklich lange genug mit sich gegeben hätte. Ihre Ergebnisse stehen in hoher Zahl in jedem Geschichtswerk, das sich relativ ehrlich Geschehnissen und Zahlenhorizonten annähert. Alles "Nationale" hat sich lange bewiesen.

Da könnt man was draus lernen, erfahren. Für was das bornierte "Nationale" hauptsächlich gut war.

Das waren sie, damals. Dort könnten sie allesamt beruhigt bleiben, die europäischen "Na-zi-o-nen". Zwischen Buchdeckeln. Eine Gestrigkeit, die ausreichend Daten-Fülle und Bibliotheksgroßfläche hätte, es mal mit was anderem zu versuchen.

Schon die Frage, ob man als aufgeklärter Europäer weiter Neuigkeiten wie die aus dem Gestern bräuchte. Geradezu noch deutsch-regional, bei dem, was das mit dem "nationalen" Hintergrund in der Vergangenheit auf sich hatte. Besonders deutsch-regional, daß sich das "Nationale" pervertierte.Oder beim Italiener. Wie's der Türke heute unzweideutig für sich nimmt.

Alles verdeutlichte sich, kam früher mit einer Art rüber, die eigentlich keiner mehr jemals wiederhaben müßte. Nötig hätte das sicherlich kein Lebender. Bestimmt hatten es die nicht nötiger, die sich damals, in den fünfziger Jahren, so nebenher an einem gemeinsamen Tisch zusammenfanden. Dabei nachdenklich viel des Vergangenen beredeten. Adenauer, De Gaulle, die Ländern vorstanden, die mehrmals bis ins tiefste Elend hinein gegeneinander Krieg führten.

Anscheinend betrachtete man sich den nationalen Brei und Sud genauer. Da war dann die Europaidee doch was Gutes, mit dem man den Finger in die Höhe hob, wie ein Schüler in der Schule, der doch noch was wußte. Ganz davon abgesehen, daß es damals schon so war, daß man ohne diese ewigen Grenzen kostengünstiger Handel und Wirtschaft miteinander treiben konnte. Der erste Ansatz der europäischen Grundidee war ein wirtschaftlicher. Ein gemeinsamer Markt. Ohne zu viele überbordende Beschränkungen ...

Selbst die Briten blieben späterhin nicht daheim auf ihrer Insel. Die vom "Commonwealth", die mußten sich auch noch an den Tisch dazuhocken. Der bereits tolle, allwissende Geheimdienst reichte den alten Briten damals nicht. Man war lieber selber dort, wo herumgeredet wurde. Persönlich auch was in der Runde mitzudiskutieren. Den Dingen mit eine Richtung zu geben. Nicht aus der Ferne, aus der Zuschauerrolle ... Wie im Abseits.

 

 

 

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