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Blog von TeddeMehr

"Heroin-Liebe"?

22. März 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Heroin und Liebe ist "Heroin-Liebe"?

War mal auf Forschungsreise, was so einen Titel anbetrifft.

Von Seiten des Einbands war nicht viel was mitzukriegen, daß hier was mit der Droge in Zusammenhang stehen könnte. Der knallige Aufmacher ist allerdings: "Heroin-Liebe".

Eine Heldin scheinbar in einem Klinsch mit einem Kerl, mit dem sie schon mal zu tun hatte. Etwas borniert, von sich eingenommen, der Mann. Mit ihm hat sie einiges rumzukämpfen.

Nur die Frage: Heroin? Bei Heroin liebst du sicher was: das Heroin. Der Rest kann dir locker bei dem ganzen Druck, den Zwängen, die die Drogensumpf mit sich bringt, ganz unsentimental verlorengehen. Dann heißt es immer wieder: Es war einmal ...

Heroin, Bringer einer Drogenwelt. In der man allerdings auch ganz schön alt werden kann. Nachdem sich der Körper daran gewohnt hat, geht's lediglich da drum, sich den Stoff beständig zuzuführen.  Bloß das Geld dafür, das muß man haben. Sich ein gewohntes, üblichstes Leben mit morgendlichem Aufstehen ohne jede größere Besonderheit den Zusatzstoff Heroin leisten zu können.

Schließlich ist die Substanz was, das man sich von außen zuzuführen hat. Ohne diese erleidet man mehrtägige schlimme Entzugserscheinungen, bei denen zu viele nachweislich nicht aus und ein wissen. Sich gegen Raumwände schmeißen, dauererbrechen, rumkreischen, das. Jedenfalls ein Bild des allergrößten Jammers abgeben.

Dran gewöhnen an den Stoff Heroin dürfte sich also niemand Handelsübliches, der von Haus nicht betuchter ist. Das Heroin, solange man noch den "Kick" davon kriegt, es hat diesen bösen Gewöhnungseffekt. Bisweilen, wenn noch was Besonderes mit dem Zeugs bei einem los ist, derweil braucht man vor allem eins: jede Menge Geld. Und selbst, wenn immer weniger abgeht, bei höherer Dosierung, muß man sich eine Unsumme Geld beschaffen. Sich den Dauerkonsum mit den hohen Dosen leisten zu können.

Längst hat man daran gedacht, sich und den eigenen Körper zu verkaufen. Das Feld der "Prostitution" mit sich zu betreten. Nachdem alles, was nicht niet und nagelfest war, für die und die Dosis verkauft wurde. Man spritzt sich das Zeug mit Ein- oder Mehrwegnadeln dauerhaft. Direkt in die Blutbahn, das scheint der Bringer zu sein. Besser, wie es zu schnupfen oder wo reinzureiben, daß es unter die Haut gerät.

Da hat man dann ein Drogenproblem, das sich zu einem äußersten Übelwesen auswachsen kann. Allerschlimmstes Schmuddelkino allerorten. Weil die derzeitige Gesellschaft nicht übermäßig Verständnis für Drogen aufbringt. Einen Drogen außerdem, nach anfänglichem gutem Start, alsbald in ein Wrack verwandeln. Daß man als Süchtiger infolge der Beschaffungskriminalität eine abseitige Laufbahn hinlegt. Um immer wieder in Entzugskliniken zu landen. Da und dort, wo einem versprochen wird, daß man das mit der Droge wieder loswerden könnte, hält man sich an gewisse Regeln. Wenn es viel was zu machen gibt, bei "Crystal meth", "Crack", ähnlichem, Pipapo. Substanzen, die was hübsche Zerstörungen bei einem hinterlassen können. Von denen man sich nur schwer wieder erholt, wenn überhaupt. Daß es immer wieder größere, kleinere Ausfälle bei einem gibt, einmal mehr oder weniger merklich. Im Ursprungszustand ist man jedenfalls nicht, kommt nicht in ihn zurück, selbst wenn man sich von dem Zeug irgendwann fernhält. Entmündigt könnt man zu guter Letzt werden, geschäftsunfähig sein. Jemandem unterstellt, der über einen bestimmt. Daß man einen Aufpasser hat, dessen Unterschrift neben dem eigenen Namen stehen muß, ansonsten gibt es nichts.

"Heroin", Drogen im allgemeinen demnach, nichts, das man sich selber raten dürfte. Wo in einer Struktur der Droge mit sich zu landen. Allzu viel Gutes hat man am Ende nicht davon. Eher sollt man mit übelsten Dingen rechnen. Und den "Dealer" sehen, der über einen drübersteigt, wenn man höchstselbst reglos am Boden rumliegt. Das war es dann für einen bei ihm, wenn man kein Geld mehr anliefert. Er hat andere "Kunden", welche, die weiterhin funktionieren. Bis ... Ob man lebt oder tot ist, das juckt hier tatsächlich weniger irgendwen.

Also, "Heroin-Liebe"? Die Gesellschaft ist nicht dafür gemacht, daß man Heroin lieben kann. Vielleicht sollte man kühl abwinken, auf die Neugierde verzichten, bei so Angeboten, wo schnell was mitrauchen, -schnupfen zu dürfen. Besser, sich seine hübsche Freundin, sich die tolle Kluft und seinen Stil zu behalten, statt durch eine Droge in blanke Dutzendware verwandelt zu werden. In einen rumstürzenden Drogen-Zombie. Zum Beispiel das Mädchen sollte weiterhin das Mädchen sehen, das plötzlich für einen plumpen Zehner oder Zwanziger zu kriegen ist. Auf Dauerbetrieb im Akkord abfertigen möchte, um zusammenzukriegen. Und auch ein Bursche muß nicht allzu teuer sein wo, wo man den ureigenen Hintern hochreckt. Zu Leuten hin, die dafür zahlen. Und man braucht eine ausreichende Zahl von jenen. Für den Schuß, mehrmals am Tag. Die hübsche Freundin, die man ursprünglich mal hatte, alles lange her mit der, die Gewandung an einem, muß billigst sein, selbst wenn sie an einem nicht so ausschaut, sonst könnt man ja sofort wieder die Kleidung an sich verkaufen.

Was wohl hier "Heroin-Liebe" heißt? Ein Titelwerk: "Heroin-Liebe"? Das Wort "Heroin" leitet sich von "Held" ab. Die weibliche Form: "Heldin".

Heroin sollte ja Soldaten schon mal zu Heldenhaftigkeit verhelfen. Gehst du jedoch heldenhaft wo raus, wer weiß. Übel in deinem Blut dich rumwälzend, könntest du dich wiederentdecken. Bist du dann versehrt, hast du was von deiner Heldentat gehabt. Außerdem, daß jedem die Droge und die Gier nach ihr bleiben könnte. Das war ein festgestellter Nachteil, daß SIE von der Drogenration abkamen.

Eine echte "Heroin-Liebe", wohl besser nicht.

Ich meine, wenn die Heldin sich Heroin nimmt. Dann nimmt sie sich exklusiv was mit Heroin. Und der Rest ... Für den gibt es genaue Lebensabläufe. Wo was hingerät mit einem. Vorhersehbare Dauergeschehnisse. Absehbare Zwänge, über die man sich bestens informieren kann. Das von den andern, das darf man da beruhigt mal glauben. Bei einer Unmenge an Leuten, die dort im Garten aufschlagen. Auch öfters eilig unter dem Beet, sechs Fuß drunter.

Müssen die Erfahrungen nicht notwendigerweise immer von einem selber gemacht werden. Oder nicht?

 

 

 

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