Das mit sich Prahlende, tatsächlich was des Unkuhlen
Anscheinend war letztens was Historisches: Dem "Echo", jenem Musikpreis, wurde eine Art Todesstoß versetzt.
Jahrelang feierte sich unter dem Titel "Echo-Verleihung" eine ganz Branche.
Bis da die letzten Jahre bei dieser Preisverleihung nur noch die Falschen vermehrt an- und auftraten. Solche, mit der Absicht, für viele hauptsächlich ihr Irrlicht in die Höhe zu halten. Spöttisch rumzudeuten. Hämisch.
Immer mehr welche aus einen ganz und gar unausstehlichen Lager, in deren Fänge hier diese Veranstaltung mehr und mehr geriet.
Daß heute der gesamte Musikanten-Stand im Zwielicht steht. Als könnte weit und breit nur noch die Falschheit, Fälschung, das mit der geschäftsmäßigen Hinterlist, der mit hämeerfüllten Kleingeist was irgendwie singen, Klampfen halten.
So die Rechtsrausdreher-Landschaft präsentiert sich. Leute, die aus irgendeinem zwielichtig unausstehlichen, nicht recht faßlichen, begreifbaren Grund sogar noch unter den Augen von Musikkonzern-Bossen mit sich großgehen, rüberkommen dürfen, durften. Mit immer unverhohleneren obskuren Textausbrüchen daherkommen. Die in der Gegenwart kaum irgendwas an Deutlichkeit zu wünschen übrig lassen. Bei einem Satz, in dem es insbesondere gipfelte: "Mein Körper definierter als von Ausschwitzinsassen."
Zeilen, Sätze, deren Inhalte und Zwecke jedoch seit Jahren verharmlost und wegwerfend abgetan wurden. Beispielsweise von den rechtsrausdrehenden Kumpanen höchstselber, die nach Möglichkeit, ist man nicht unter sich, alles bei sich abstreiten.
Das ist ihre Tour, sonst nichts.
Bei der Feststellung, was in Wahrheit los ist: daß immer mehr Besucher zu so politischen Rechtsrausdreher-Festivals kommen. Als gäb's da wo was Besonderheit zu entdecken. Dort, wo nur die Vergangenheitsleugner und -abstreiter antreten, zusammensitzen. Die, die kein Interesse an der bewiesenen Geschichte haben, die sie dabei außerdem ausreichend erkennbar darstellt. Das darbietet, wie sie in der Vergangenheit schon mal waren. Die, die dir in Gegenwartstagen was als Harmlosigkeit mitteilen möchten, kleinere Zahlen parat halten. Die dir von wegen deinen Vorurteilen und deinem profan Üblichen noch grinsend absichtsvoll auf die Schulter hauen. Als wäre da was dran gut, großartig.
Während anderes heutzutage geradezu auf die Seite gedrängt wird und wurde. Als wäre dort, bei den Rechtslastigen, auch nur irgendwas, das man als verschärfter, kuhler für sich annehmen könnte. Geradezu das hinterletzte Ewiggestrige eines blind gehorsamen Kerls, der alles gedankenbefreit fressen soll, was ihm an geistigem Schrott vorgesetzt wird. Der einem aus einem Gestern hervordringt, einer Ära, dort was mit einer Art naiven Romantik zu betrachten, doch in Wirklichkeit eher einem Kopfschuß nahekommt. Der Frage: Wie bei Sinnen ist man denn hier noch?
Trotzdem hat man da dauernd als Plattenboß (!), im Grunde wie ein Türsteher vor einem Lokal, diejenigen, was Volk an sich vorübergewunken, durchgelassen. Bei Textzeilen überhört. Was nicht sehen wollen, beim Gehabe, dem sich selber verharmlosenden Geschwätz von Leuten. Kollegen wie sie sicher keiner irgendwo für irgendwas bräuchte. Von denen man sagen könnte: Wer solche falschen Freunde, Schulterklopfer hat, der braucht mit Sicherheit keine Feinde mehr. Weil sie nichts anderes wollen, als jeden in der Nähe absichtsvoll fehlzuleiten.
Dir die Falschheit als annehmbar anzusagen. Dich in eine Richtung zu lenken, die man nicht ernsthaft, einschlagen würde wollen, dabei Gehorsam bei dir einfordern, denkt man mal kurz näher drüber nach, was das wäre. Zwischen '33 und '45, das, waren Übelstjahre für jeden Deutschen, das Üble schlechthin. Zeiten, denen entkommen zu sein, man sich glücklich schätzen konnte. Wie das weiterhin ein Glück ist, sie nicht wieder zu erleben. Obwohl Kräfte daran arbeiten, versuchen, Hinterletztem zur Rückkehr zu verhelfen.
Jetzt haben sie es scheinbar ernsthaft gebracht, mit ihren Dauersudeleien und dem Ganzen, das das IHRE ist, einen Jahrzehnte alten Musikpreis nahe an Nirwana ranzuschicken.
Glaub nicht, daß jemand diesen Preis noch annehmen müßte, ihn sich zuvorderst wo in die Vitrine zu stellen. Nicht, wie im Augenblick alles mit und bei ihm wirkt.
Dort nur kurz vorüberzukommen ... Auch wenn die Damen-Partie noch ungefähr so und so ausschaut, wie es handelsüblich sein sollte. Einzig und alleine, der Haufen der dort musizierenden Kerle, was der mit sich bringt. Bei diesen auf einer "After-show"-Party zu sein. Bei Bestimmten, an denen fast nichts nicht zu vergessen wäre. Stellt man sich da Vorgänge vor. Da hilft fast nichts mehr des Aussehens von irgendeiner weiter. Ist das vielmehr einer Nachfrage wert: Was ist denn das mit ihr eigentlich, der Braut? Was denken da die Bräute, wie gehaben die sich, bei dem, was männlicher Rest so absondert, unterzubringen versucht?
Es ist doch mitzukriegen, daß bei denen mit der Rechtslastigkeit lange ebenso Damen-Partie zuhauf am Auftreten ist. Allerorten mitläuft.
Das Ding des "Echo", das scheint herb dem Untergang nahegebracht worden zu sein. Scheinbar könnt wahr werden, daß sich diese Veranstaltung nächstes Jahr nicht mehr wiederholt. Das Format verändert oder nicht.
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