Der Golfstrom mit Abbruch
Es gibt eine weltweite Erwärmung.
Das muß jedoch nicht heißen, daß es überall auf der Welt warm, wärmer oder noch heißer wird. Daß in Landschaften irgendein gemäßigteres erwärmendes erträgliches Klima vorherrschen muß.
Jetzt war die Tage Mitte April des Jahres '18 nach dem Millenium beiläufig von einer Abschwächung des Golfstroms die Rede. Abschwächung deswegen, weil das aus wärmeren Gefilde kommende warme Wasser nicht mehr so auf echt kälteres Wasser aus der nördlichen Hemisphäre trifft.
Daß da was kalt gewordenes Wasser, das schwerer ist, nicht mehr so einfach in größere Tiefen hinabsinkt. Weil die Temperatur oberhalb der Wasserfläche nicht mehr so schlimm zu dieser Art Abkühlung verhilft, die so was möglich macht. Den Warm-, Kälteaustauscher. Sondern sich die Wassertemperatur sich zwar abkühlt, aber nur noch so mäßig.
Daß jetzt geradezu der Klang umgeht, daß damit für Europa die Wärmepumpe nachläßt, Warmluft nicht notwendigerweise mehr für ein stimmigeres europäisches Klima sorgt.
Daß es beim Thema "Klimawandel" heißt, statt daß wo europäisch ständig Hitzerekorde zu vermelden wären, daß sich was dreht. Daß es europaweit eine gröbereTemperaturabsenkung zur Folge haben könnte.
Spinnt man den Gedanken ein wenig weiter, könnt sogar so was wie eine neue Eiszeit für Europa anstehen. Daß das mit den Eisschollen gewissermaßen auf europäischen Boden Wiederkehr hält. Zeiten, wie damals, als hauptsächlich die Neanderthaler mit ihren paar Stämmen die vereiste Europafläche bewanderten.
Oder wie soll man sich diese kühlen Werte für Europa vorstellen?
Daß doch die Winter die nächste Zeit wieder länger und härter werden. Dem Globaltemperaturanstieg zum Trotz, daß man schlimmere Wintereinbrüche erlebt? Wintertage, mit denen es fast kein Ende mehr nehmen möchte? Bis es doch wieder einen Moment Frühling wird, ansatzweise Sommer?
Könnte das tatsächlich geschehen, daß statt der Hitze tiefste Temperaturen in Europa Einkehr halten? Daß es in Europa warm ist, wenn das Thermometer am Tag zehn Grad plus zeigt?
Wenn der Golfstrom seine Arbeit nicht mehr macht, der Wasser- und Temperaturaustausch so nicht mehr stattfindet. Daß dann... Das dann ein etwas anderes Wetter wird für Europa. Daß etwa so Kältepeitschen, wie im Jahr '18-Winter erlebt, länger währen. Viel, viel länger. Bis dahin, daß sich Thermafrost bildet.
Eis kann sich ungefragt auch wochen-, monatelang halten. Weil das Wetter ist, das man hinzunehmen hat. Bis man merkt, daß überhaupt nichts mehr taut. Alles im Umkreis immer dicker, breiter mit einer massiven Eisschicht bedeckt liegt.
So vergangene Eiszeiten, die stehen dafür. Als der größte Teil europäischer Landfläche drunter unter einer dicken Eisverpackung lag.
Zwar nimmt man die letzten Jahre eher ein Abschmelzen der althergebrachten Eisgletscher zum Beispiel in den Alpen wahr. Die, die von damals herstammen. Nichtsdestotrotz...
Der Golfstrom, wenn der seine Arbeit für Europa nicht länger wie üblich, gewohnt macht. Viel zu früh abbricht. Da könnte es die nächsten Jahre, Jahrzehnte ziemlich unerwartete Umwälzungen in Europa geben, nur rein klimatechnisch betrachtet. Die nichts mit irgendwelcher Wärmeentwicklung zu schaffen haben müssen, weil wo der Globus sich aufheizt.
Daß demnach in Europa nicht unbedingt so Dschungeltemperaturen auftreten, sondern eher eine Kühle großgeht. Bis hin zu einer Kälte. Dauerhaftes Wintermantelwetter.
Das zu verstehen: Das kalte Wasser erst sinkt in größere Tiefen hinab. Während Wasser, wenn das überall eine gleichbleibend angenäherte Temperatur hat, sich zwar durchmischt. Allerdings ohne diesen einen, den bestimmten Effekt des Hinabsinkens in unbestimmte Untiefen des Meerwassers. Wie derzeit noch weitestgehend. Das, was für Europa augenblicklich das mildere Klima ermöglicht.
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