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Blog von TeddeMehr

Doch ein programmierter Wahlsieger

10. April 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Eine Wahl hat stattgefunden, Jahr '18 nach dem Millenium, und es hat in der ungarischen Europaregion einen Wahlsieger gegeben.

Dem großartig gratuliert wurde.

Ehrlich, ich habe keinen Ungarn zu dem zu beglückwünschen.

Zu einem, der die Karte der Fremdenfeindlichkeit spielte, des kleinteiligen Nationalismus und der dichten Grenzziehung. Wobei er sich geradezu auch pro eine Religion im Gegensatz zu einer anderen aussprach. Eine quasi bevorzugte. Zu vorderst an die dachte, deren besonderes Treiben zu sehen, man eher ins Mittelalter zurückblicken muß. Während das der anderen mit ihren Exponenten und deren mittelalterlichem Gehabe was der Neuzeit ist.

Die eine Religion, die war mal gezwungen, dazulernen. Dazulernen mußte man. Während die zweite, von der haben noch nicht viele so Erfahrungen gemacht. Daß da welche, die sich mit sich weit aus dem Fenster beugten, viel was zugeben mußten. Wie es bei der zuerst hier angesprochenen Religion mal passierte. Daß die sich sogar schon mal in ihrem Bestand größer gefährdet sah, ein bißchen angehäuften Besitz wieder abdrücken mußte. Das Problem war, bis so Kirchenobere selbst das mit dem Unbedingten dieses "Glaubens" ein wenig tiefer hängten. Ein paar Schritte, daß man zurückwich. Da Glaubensgewißheiten eher wieder im Ungewisseren verortete, statt sie als zu gesichert und allgemeingültig in jedermanns Sinne zu betrachten.

Jetzt heißt es, weil hier ein Nationalist die Wahl gewann, Europa an sich hätte größer was sich vor Dingen durch ihn in acht zu nehmen. Bei einem Populisten, der seine Wahl insbesondere mit regionalbezogener Kleinteiligkeit gewann. Als "Ungar".

Wer allerdings die "Ungarn", wenn die "EU" zurückweicht ...? Dann könnte schließlich beim "Ungarn" der Russe erscheinen. So mit der Idee, eigene Führungsleute mit sich zu bringen ... Diese zu installieren.

Einer mit der Grundidee des altvorderen Nationalisten ist der Gewinner dieser Ungarn-Wahl. Eher nicht, daß es zu glauben gewesen wäre, daß er nicht in der Wahl obsiegt. Als Kleingeist-Nationalist, so wie das früher schon mal weithin euorpäisch üblich war. Das, was sich angesichts von Europa, das sich zuletzt größer bilden wollte, anscheinend wieder restaurieren möchte. Als wäre das was, das "Nationale", um das man sich irgendwie besondere Sorgen machen müßte. Dieses bleiern Altvordere. Für das die Welt im Grunde zu klein geworden ist. In Europa nochgerade. Europäisch noch dazu.

Aber, der eine, der hier wieder als Wahlsieger ist, der war als Regional-Grande die letzten Jahre im Grunde als Meinungsbildner, der kaum eine weitere andere Meinung am Horizont duldet, schon sehr weit gekommen. Daß er durch seine mediale Wirksamkeit ziemliche Oberhoheit über die Öffentlichkeit gewinnen konnte. Für seinen immer mehr politisch rechtsraus drehenden Staat. Einen, der sich einem Ein-Parteien-Staat annähert. Dem "Faschismus" des Gestern, der das mit "Faschismus" heutzutage allerdings nicht offen zugibt. Überall, wo diese Gegenwartsfaschisten umgehen, vermeiden sie die alten Begrifflichkeiten. Sicherlich, weil die fast ja schon jedem Kind allzuviel was sagen.

Alles des profansten Faschismus, das heutzutage nicht mehr "Faschismus" genannt werden möchte. Geradezu nutzt man einen neuen Sprech für sich. Zum Beispiel, wenn sich ein einziger mit seinem einzigen Parteiwesen immer mehr Macht zuschanzen möchte. Die rechte faschistische Last, die einem lediglich mit nebelhaften, beiläufigen Wortwolken umschrieben wird. Gerne genommen: Worte wie "neu", "alternativ".

Irgendwas von denen eine "Alternative", man stelle sich vor. Man stelle sich das wirklich vor.

Da behalt ich mir doch lieber noch das Schlechteste des Estäblischments der letzten Jahre, als irgendwas des abgrundtiefen Miesen, Miserablen, durch und durch Schlechten zu wählen, das dieses "Neue" von politisch rechts draußen mit sich bringt.

Das nichts ist, als mit neuem Wortgedöns umschriebener ewiggestriger Faschismus.Das von Ewiggestrigen hingehaltene Joch, in das man am besten mit dümmlicher Miene als hätte das was Angenehmes an sich, was einen erwartet, von selber steigen soll.

Nichts als die "Duce"-Art zu erleben. Oder noch ein klein wenig schlimmer: am Ende die des "nationalsozialistischen Reichsführers".

Alle mit einer Politik ... Die früher irre teuer war.

Was manche heutzutage anscheinend nicht mehr zu begreifen in der Lage sind. Scheinbar hat man nicht mehr viel Begriff. Als würde man sich nichts als die Leni-Riefenstahl-Propagandafilme ansehen, als so die tristen Herrschaften noch frisch waren, diese mit ihrem Larvenstadium sich erst auf dem Weg befanden. Obwohl, wenn man die auch so sich ansieht ... Die sind bei der Riefenstahl und ihren Bildeinstellungen doch die, ekelhafterweise ständig im Bild. DIE bekommt man nun wirklich nicht dort weg.

Man müßte nur eben nach dem obertristen Ende sehen. Etwa des "Duce". Oder nach dem Trauerspiel, in dem sich der "große Führer" mit seinem ewigen "Tramp"-Bärtchen in seinem Bunker zuletzt einfand. Man stelle sich vor, man verbarg es damals dem "Reichsbürger", das Filmbild, wie der Arm des "Führers", den er hinten am Rücken hielt, wüstest rumzuckte. Mit was für nervösen Zuckungen angesichts seines bevorstehenden Endes der vor die Kinder, jungen Kerls hintrat. Diejenigen, die er noch mit panzerknackenden Waffen versehen ließ, mit dem Zweck, daß sie sich den anrollenden Siegern wirklich entgegenwarfen. Ihr Leben für so was wie ihn hingaben. Verblendet. Dümmlich. Mit Sicherheit ausgelacht, diese jungen Doofköpfe.

Wäre das wirklich nicht angesagter, sich so was zu widmen? Statt sich hier an der Herrschafts- und Herrenpose irgendwelcher obskurer, zwielichtiger Gestalten in Uniform zu ergötzen? Wenn man das schäbige Ende schon so deutlich zu Gesicht kriegen kann, geht man in Geschichtsbüchern eine Sekunde auf Forschungsreise. Das, wie alles am Schluß schnöde endete. Wie sie dabei alles verrieten, in den Sand setzten, was zu verraten und es in den Sand zu setzen gab. Das wurde ihre letzte Wahrheit. Ziemlich ehrlos, abgeschmackt. Und so Figuren war man unterbelichtet in viel zu großer Zahl gefolgt. Denen hatte man irgendwas geglaubt.

 

 

 

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