Bei einem heftigen Ostwind immer noch im Klub
Man stelle sich vor: Für so was sind da zuhauf die Ungarn angestanden. Dichte Reihen, lange Warteschlangen vor den Wahllokalen. Daß es nach gewecktem Interesse an der Politik aussah.
Und dann DAS: dieses Endergebnis. Alles wie eh und je. Faktisch, daß in Ungarn alles beim alten blieb. Die ungarischen Verhältnisse geradezu noch mal betoniert. Bei einer bedeutenden politischen Rechtsrausdrehung.
Schon überraschend, daß sich für so was Leute in irre langen Schlangen anstellen.
Da muß ich ja geradezu was verpaßt haben, wo, die letzten Jahre. Meine Sicht auf einen, den die Ungarn nun bei einer ziemlich hohen Wahlbeteiligung gewählt haben.
Dabei hatte man am Tag der Wahl befürchtet, daß wegen der sichtbar werdenden hohen Wahlbeteiligung .... Doch manches für die in Ungarn Regierenden nicht so laufen könnte. Zumindest keine Zweidrittelmehrheit und das.
Nur, es ist denen, die für den Machterhalt gingen, alles so gelaufen, wie sie sich das vorgestellt hatten. Nochgerade mehr als man sich üblicherweise in den kühnsten Träumen - bei einer ungeheuer hohen Zahl an Wählern ... Geradezu ergeben haben sich demnach die Ungarn, endgültig das eigene Schicksal in die Hand von jemandem gelegt ...
Und, ehrlich, jetzt soll man sich anscheinend in Europa wegen eines möglicherweise demnächst austrittswilligen Regionalgebietes Kummer bereiten. Als hätte es die Möglichkeiten solcherlei Ansage die vergangenen Jahre nicht auch längst gegeben.
Schließlich, bei dem unverhohlen deutlich wenig rechtsstaatlichen Weg, auf dem sich die Herrschenden befinden, in Ungarn, Polen - da müßten sie fast großen Druck im Kessel haben, für ihre Einzelstaatlichkeit und so auch die lästige europäische Union verlassen zu wollen.
Warum aber ist derartiges nun noch nicht so geschehen? Warum bleiben die Ungarn, die Polen dabei? Spielen weiterhin bei den "27" eine Rolle?
Wie könnte es sich erklären, das ...?
So alleine, alleine für sich - das birgt auch für jeden dieser Exklusiv-Möchtegerne ein Risiko. Daß sich eventuell eine starke Schulter an einen randrängen will, daß man sich an sie anlehnt, sich betatschen, befummeln zu lassen. Was, das von weiter ostwärts rankommt. Östlicher drängelnd die Herkunft hat.
Schließlich geht es bei ihnen um ihren Machterhalt, ihre Pfründe. Wenn sie aber wirklich vereinzelt wären. So ohne jeden größeren Bezug zur EU - dann könnte sich aus dem ferneren Osten noch was anderes anbahnen. Was den eigenen Machterhalt direkt noch stärker gefährdet wie jede Wahl, bei der man scheinbar doch lange alles, was die Meinung der Öffentlichkeit anbetrifft, unter Kontrolle hat. Daß man der ewige Wahlsieger bleibt, so oder so. Bei der Medienkontolle, die man in der Gegenwart ausübt. Die Meinung, die man im Volk unterzubringen in der Lage ist, was man in der Bevölkerung für eine Stimmung zu erzeugen vermag.
Da war jeder Wechsel wohl fern, unter dieser Voraussetzung, bei der Jahr '18-Wahl.
Was sich allerdings ändern könnte, angesichts eines randrängenden russischen Einflusses. Der sofort zunehmen würde, hätte man sich in altvorderer nationaler Exklusivität vereinzelt.
Wer weiß, welche Ideen die Russen hätten, wen sie gerne in Ungarn an den Machtposten sitzen sehen würden? Die Alten, die Jahr '18-Wahlsieger? Die, die heute die programmierten Wahlgewinner waren? Oder doch jemand ganz anders, der eher dem russischen Gusto entspricht, aller eigenen Wandlungsfähigkeit zum Trotz
Vielleicht ist das ja des Pudels Kern, daß die Ungarn, die Polen bis heute noch so Teil der EU sind. Während anderswo ein "Brexit" herrscht. Bei einigem Ärger längst mit dem russischen Bären. Russische Ansagen werden laut in Britannien vernommen, es herrscht einiger Streit mit Russen wegen russischer Späße.
Demnächst wird der "Brexit" vielleicht zu einem Abschluß kommen, und dann ... Dann hockt man alleine für sich auf der Insel oben. Hat alles quasi wieder fern des Einflusses des europäischen Festlands; man sieht sich einigermaßen distanziert in die Augen. Muß man im Blick behalten, wie man sich dabei immer auf die Nordamerikaner verlassen kann. Als deren erster Günstling man sich bereits öfter sehen hat lassen. Vorgedrängelt in der Günstlingswirtschaft.
Bloß, so eine Günstlingswirtschaft ist eine relative Angelegenheit. Wenn man die dauernde Gunst von jemandem nötig hat. Dabei aber nicht ständig auf jedem Weg mitgehen mag, auf dem der ausschreitet, in dessen Gunst man steht.
Da kann der, der Gunst gewährt, auch mal locker wegsehen, wenn bei einem das und das los ist, weil man es kurz mit ihm verdorben hat. Vielleicht mit einer eigenen Meinung, Ansicht.
So das, unter der Gunst von jemandem zu stehen, ein Günstling zu sein, das kann sich äußerst verkomplizieren. Bis zu der Frage, ob man da unter gewissen Umständen nicht lieber in der EU geblieben wäre. Man freier, wichtiger in der EU ist, als mit sich anderswo ...
Schließlich überdeutlich lange wahrzunehmen, der Russe und die Briten ...
Die Briten, in der Gegenwart die mit dem "Brexit". Starke nordamerikanische Gunstbezeigungen hat man als Brite nötig. Daß der Nordamerikaner seine besondere Gunst erweisen möge. Der nordamerikanische starke Arm, der einem unter die Arme greifen soll ... Wenn Not am Mann ist.
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