Ohne Vogelgezwitschere
Die irgendwie komisch hämische Frage, eventuell provozierend gemeint: "Hat es sich bald ausgezwitschert?"
Bei dem, daß immer mehr Vogelarten auf der Roten Liste stehen. Selbst solche, die es bis vor kurzem noch haufenweise gab, die mit einer hohen Vermehrungsrate unterwegs waren. Solche wie der gemeine Spatz, die Stare, Schwalben, der Grünling und so.
Das mit den Zugvögeln, wie die aus ihren entfernteren Winterquartieren zurückkommen, soll genauso ein Problem sein wie das, wie sie dann im Winter abfliegen, in weit entfernte Regionen zurückkehren, dort zu überwintern.
Immer weniger was davon. Artenreiches Aussterben. Wie bei den Insekten, die von den Vögeln im allgemeinen verzehrt werden. Die auf dem Speiseplan von so Vögeln stehen. Wie Ameisen, Würmer.
Wie es aussieht, herrscht der reine Wahnsinn vor. Was mit der bäuerlichen Industriewirtschaft und den mörderischen Giften, die da verwendet werden, zusammenhängt. Bei einem wahnsinnigen Flächenverbrauch. Haufenweise Orte, denen es an jeglicher Begrünung mangelt. Nicht mal die Luft sollen so Bäume mehr besser machen, für "grüne Lungen" in Städten sorgen.
Da ist nicht mehr das bißchen was in Ordnung. Wenn man die Schar der Gifteverkäufer auf den Tischen tanzen sieht, sich zuprosten. Dort, wo der Giftverkaufsmarkt ist, sind die Geldspeicher prall gefüllt, kann man sich was leisten. Scheinbar. Die Zerstörung hoch zehn.
Die Frage nebenher: Wie lange geht das noch gut? Wann erwischt das mit dem Aussterben einen selber? Als so die vielköpfige Menschenart, die nicht auf einer anderen Welt lebt. Dahingehend auch nicht viel in Aussicht hat.
Die Auswahl an interessanten erdnahen Planeten ist nicht eben herausragend. Beim Blick nach dem Mars, dem Mond oder so. Da wäre ja direkt Io, so einer der vier Jupiter-Monde, noch besser als irgendwas, das man auf dem Mars kennenlernen könnte. Bedenkt man mal kurz so die Verhältnisse auf dem Mars.
Auf manchem Saturn- oder Jupitermond scheint es viel Eis, und damit ein größeres Wasservorkommen zu geben. Doch zu sehen, wie wichtig Wasser für einen selber ist, und daß man wegen dem Wasser auf dem Mars rumsuchen kann. Eher vermutet, daß sich viel an Wasserflüssigkeit unter der Oberfläche versteckt.
Was immer. Auf so Jupiter-, Saturnmonden gibt es viel mehr davon. Daß man seinen Blick vielleicht eher auf einen dieser Monde richten sollte als anderswohin, hätte man so Interessen einer Reise.
Also, wo möchte man am Ende größer mit sich hin? In Generationen-Raumschiffe sich pferchen, nach einem anderen Sonnensystem zu reisen?
So viele Möglichkeiten gibt es da in "Solarsystem"-Nähe überhaupt nicht. Jede Menge an Sonnen, die ihre allerbesten Zeiten lange hinter sich haben. Eine unmittelbare Milchstraßenumgebung, in der die Erdsonne mit seinem Planetensystem was Exklusives hat, beinahe vereinzelt mit sich ist. Für den Rest an Gesteinsbrocken mit einer Art Atmosphäre oder nicht müßte man wohl überhaupt zunächst ein bißchen besser was von der Erde aus blicken können. Bei dem, was man bisher bei den "Solarsystem"-nahen Sonnenkörpern entdeckt hat. Wie gesagt: bei einer kleinen "Freak-Show", Sonnen und ihre Reste anbetreffend. Möchte man nicht auf gut Glück wohin auf eine Tour gehen, bis man zufällig wo besser was sieht und dort vielleicht in nächster Zukunft ankommen. Wo es freundlicher für einen selber wäre, auf einem bestimmten Planetenkreis. Daß man so erdähnliche Bedingungen, Voraussetzungen für sich schaffen könnte. Mit dem nötigen Pioniergeist und so.
Wirklich, so richtig vielversprechend ist nicht vieles der Sonnensystems-Umgebung, nicht viel besser wie der Mars eigentlich. Am Mars müßte man fast mehr anstellen, größere Dinge als auf bestimmten Jupiter-, Saturnmonden. Weil der Mars zu vieles zu gut verbirgt, oberflächenmäßig unten drunter hat. Wenn der Mars nicht von Haus aus eine schlimme Falle zu nennen wäre.
Also: ein Generationenraumschiff? Oder - wie schnell könnte man werden, in einem so und so großen Flugkörper, den man gebaut hat? Sich in ihm zu welcher Geschwindigkeit hochbeschleunigen? Hochjazzen?
Wobei: auch bei mehreren Generationenraumschiffen bleiben zu viele Menschen auf der Erde zurück. Wenn die Erdkugel ihre vorteilhaften Lebensbedingungen verliert. Obwohl das nochgerade was ist für den Menschen und seinem ewigen Pioniergeist. Der Mensch, der dann erst so richtig auf Erden was für sich erschaffen dürfte. Wenn er nicht mehr viel was Vorgesetztes hat. Bei Umweltbedingungen, die für ihn jeder Beschreibung spotten.
Bestimmte, relativ gesicherte Verhältnisse bräuchte der Mensch immer. Wenn auf der Erde was passiert, was an den Untergang der Dinosaurier erinnern könnte, dann braucht es sicherlich für einen Haufen Überlebender einen langen Atem. Die wahre Kunst eines Überlebenskünstlers. Bis sich auf der Erde das mit den feindlichen Lebensbedingungen wieder ändert. Da können locker Tausende, Zehntausende von Jahre vergehen. Bekanntlich hat sich die Erde bereits mehrfach von so Phasen mit einer ziemlich hohen Aussterbensrate von Arten erholt.
Daß die Erde weitestgehend von allem Leben frei zu sehen war. Nur die Harten kamen da noch ins Körbchen. Die Fittesten. Die ohne besondere Bedürfnisse. Die selbst mit dem Kargsten zurechtkommen konnten. Relativ genügsam.
Solche wie die, die bei beispielsweise bei Schwarzen Rauchern überleben können und so. Die sind hier wirklich ziemlich im Vorteil. Diese Lebewesen können dort locker auf alles warten, bis sich wieder was anderes zeigt. Daß es für noch viele mehr einfacher wird, einfacher zu überleben.
Oder - wo wäre da eine Nische? In einer Tropfsteinhöhle unter der Erde? Bis wieder wo Einzeller auftauchen. Daß das Kleine beizeiten wieder größer zu werden anfängt. Die Haufen sich verbreiten.
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