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Blog von TeddeMehr

Die Tau Ceti-Entfernung

22. April 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Schon lustig, wie da Geschrei war, den Asteroiden "Oumuamua" anbetreffend. Was "Raumschiff" und so. Was "Sternengucker", die einen auf den außerirdischen Gesteinsbrocken aufmerksam machten, kreischend mit sich riskierten.

Was "Raumschiff" wurde laut rumgeschrien. Ohne direkt viel zu erwähnen, daß ein Raumschiff auch Besatzung haben könnte.

Und der Asteroid, wenn man ihn sich betrachtet, der hat nebenher was. Schon auf den ersten Blick wirkt er düster. Umdüstert. Seltsam finstere Höhlungen, Vorsprünge und so. Bei der Tatsache, daß man an der Oberfläche sogar was Schrift entdecken möchte. Da könnt einem spontan der Impuls befallen, da was dran lesen zu wollen. Was man eigentlich nicht lesen kann, weil man die Schrift nicht entzifferbar kennt. Von der Sprache, von der man nichts weiß, ganz abgesehen.

Es könnt einem eben vorkommen, da wären Symbole, Hieroglyphen an dieser Asteroidenoberfläche. Wie so Hoheitszeichen, Namensnennung, Zahlen an dem Dingens oder so. Bei dazu ungewissen Oberflächenerscheinungen dazu, die im weitesten Sinne auch die verschiedensten Aufbauten sein könnten. Wie der gesamte Asteroid unbestimmt Bastelei sein könnte.

Nur, wie kann da was die Möglichkeit sein, draußen im Weltall? Dort, wo alles so weit entfernt ist, riesenhafte Entfernungen herrschen. Daß mancherlei Kleinigkeiten eher unwahrscheinlich als wahrscheinlich sind.

Darüber wurd man informiert, daß man alle möglichen Frequenzen probiert habe, dort am Asteroiden was auf die Lauscher zu kriegen oder Impulse mitzubekommen. Ohne daß dahingehend bisher was Interessantes geschehen wäre. Wenigstens: Mitgeteilt wurde einem eher was einer normalen Stille, wie wenn was unbehaust, unbelebt wäre. Und es wurde einem beiläufig erklärt, wie der Asteroid so zusammen-"gebacken" worden sein könnte. Ein Batzen Eis, unter drunter, daß man sich selbst bei einem Erdeintritt keine besonderen Sorgen darum machen müßte. Tag für Tag erlebt man was mit Sternschnuppen, die verglühen. Wünschen kann man sich da was. Und mit dem Asteroiden "Oumuamua" wär auch nicht viel anders.

Also doch nicht viel was Besonderheit dort am Asteroiden "Oumuamua", nicht wahr? Nichts der Rede wert. Eben ein Allerweltsasteroid. Wie es sie im gesamten irdischen Sonnensystem in Gürteln manche Zehntausende gibt. Rumtrudelnde Trümmerbrocken von irgendwas, die reinste Dutzendware.

Wäre überdies zu fragen, wo der Asteroid, wäre er tatsächlich ein "Raumschiff", herkommen könnte. Was hätte man an Gerätschaft zur Verfügung, daß man Lust auf eine Expedition haben könnte? Welche Geschwindigkeiten wären mit dem Asteroiden "Oumuamua" so drinnen, falls sich was bei ihm hochjazzt?

Über einhundertundzwanzig Sonnensystem-Objekte befinden sich im Umkreis von fünfzig Lichtjahren in der Umgebung des "Solarsystems". Wobei die Objekte in unmittelbarerer Sonnennähe eher "uninteressant" genannt werden, wenigstens für ein breiteres Publikum jenseits der Wissenschaftlerszene. So die Reste von vielen Sonnen sind zu betrachten, zu vermessen, solche, deren beste Brenn-Zeiten lange zurück liegen, wie bei dem einen oder anderen belgischen AKW der Gegenwart. So was entdeckt man da.

Bis zu zwölf Lichtjahre muß man sehen, bis es so richtig was gibt. Ansonsten ist bei den wahrnehmbaren Sonnen die Sonne der Erde unter den jüngsten. Bei einer kleinen Sonnen-"Freak Show", die exklusivere, die beste hier. Daß das irdische Zentralgestirn lichtjahreregional direkt einen kleinen Besonderheitsstatus genießt, bei dem, was, wie erwähnt, sonnentechnisch sonst so abgeht. Zumindest ist davon was zu lesen, darf man Gelesenem denn Glauben schenken.

Erst in der Sonnenentfernung zwölf Lichtjahre weiter weg, daß das erstemal was wäre, was der Sonne unbestimmt nahekommt, ist da nicht was mißzuverstehen. "Tau Ceti" und so ein zweites Ding. Der Rest, da hat man also die letzten Hunderttausende, Millionen von Jahren zwischendurch was verpaßt, was an Prozessen bei den jeweiligen Sonnen abging. Daß dort die jeweiligen Sonnensysteme in die Binsen gegangen sein könnten. Weil der zentrale Sonnenkörper seine Kraft als Sonne und so einbüßte.

Ungefähr demnach "Tau Ceti" und dort, daß was wäre. "Tau Ceti", zwölf Lichtjahre Entfernung. Zwölf bis fünfzehn Lichtjahre.

Hat man die Geschwindigkeit des Lichtes drauf, dauert es zwölf Jahre, dort hinzugelangen. Zwölf, von da zurück. Bei halber Lichtgeschwindigkeit: jeweils vierundzwanzig, dreißig Jahre.

Wobei, überlegt man es sich, auch "nur" vierundzwanzig, dreißig Jahre.

Wäre "Oumuamua" ein Raumschiff, setzen wir voraus, daß es kein Zauberwerk mit "Warp"-Antrieb oder "Hyperraum-Sprüngen" ist, wie schnell könnte es werden, dieses Raumschiff?

Mit Ionen-, Photonen-Antrieben werkelt auch der heutige Mensch herum. Der Mensch, der auch gerne schneller im Weltraum unterwegs wäre als so das Mondraketen-Tempo. Ionen-, Photonen-Antriebe, "Sonnensegel" und mehr. An so was tüftelt man.

Der Traum: bis knapp an die Lichtgeschwindigkeit rankommen zu können.

Dann wäre "Tau Ceti" sicher drinnen. Dort in zwölf Jahren hinzugelangen, in fünfzehn, sechzehn, siebzehn zurückzukehren, zur Erde. Das wären insgesamt dreißig, fünfunddreißig Jahre. Eine erträgliche Spanne.

Wie da wohl "Aliens", "Fremdweltler" denken? Was für die lange oder kurz ist? Wie lange darf für so welche eine Expedition dauern? Welchen Zeitbegriff hätten die?

An "Oumuamua,", da gibt es durchaus Ausdünstungen zu sehen. Da wabert seitlich nebelhaft was rum ... Irgendwas, das Austritt hat von drinnen.

"Tau Ceti", derartige Ferne. Zwölf bis fünfzehn Lichtjahre. Innerhalb dieses Lichtjahre-Kugelkreises, Selbst bei halber Lichtgeschwindkeit könnte man auf Weltraumreise gehen ...

Bei achtundzwanzig, dreißig Jahren hin, dreißig, fünfunddreißig, vierzig zurück - kommt es drauf an, wie lange man lebt, was für eine Lebensspanne man hat. Der Faktor "Zeit".

 

 

 

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