Übrig ein Rest von sieben Prozent
5. April 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II
Viel was mit dem Wort "Heimat" geht um. Irgendwo ist sogar von einem "Heimat"-Ministerium die Rede.
Nun, schöne "Heimat", wenn man denn erfährt, daß es in dreiundneuzig Prozent der fließenden Gewässer, stehenden Seen und so die bis vor kurzem noch üblichen, gewöhnlichen Lebensgemeinschaften an Tieren beispielsweise europäisch-deutschregional nicht länger gibt.
In Zahlen: 93 Prozent.
He, wie weit von Hundert ist das denn weg? Bei dreiundneunzig Prozent fehlen noch knappe sieben Prozent bis zu einhundert Prozent. Sieben Punkte, dann hat man die Einhundert voll.
Das heißt doch, übersetzt man es sich, daß es nur mehr sieben Prozent - 7 Prozent (!) -, wo die Natur aufscheint, wie sie bis vor ein paar kurzen Jahren noch ungefähr war.
Nur noch sieben Prozentpunkte.
Der Rest, an dem ist der Flächenfraß schuld, der Umgang mit so Spritzmitteln im landwirtschaftlichen, gärtnerischen Einsatz, die Überdüngung der Felder und anderes chemisches Zeugs.
Schon ungeheuer, wie es demnach europäisch-deutschregional so zugeht, ohne daß die breitere Öffentlichkeit, dort, wo man sich eventuell noch aufregen könnte, viel was davon erfährt.
Daß man den Überblick hat, wie alles, sprichwörtlich umschrieben, blindwütig am Hund ist.
Da möchte man sich ja regelrecht fragen, bei dem, was hier hintergründig los ist, was demnächst noch passieren soll. Auf was für einen großen Knall wartet man eigentlich, weil man sich selber nicht Herr werden kann? Wie die Heuschrecke, die sich fröhlich weitervermehrt, frißt und frißt. Bis eben das letzte Krümmelchen auch noch weg ist. Dann ist bei den fröhlichen, unbekümmerten Heuschrecken plötzlich Elend. Sieht man die nächste Generation, wie sie darbt, hungert, wegstirbt. Ein großes Sterben, Aussterben. Womit sich die Welt andererseits wieder reguliert hat. Lediglich das mit dem Heuschrecken-Fest, das vorüberging.
Wie es aussieht, ist man selber nahe dran an dieser Gegend. Nur noch bei sieben Prozent kann man ein Ideal von Natur entdecken. Daß man demnächst als Mensch selber reguliert werden könnte. Wie so eine Heuschreckenbevölkerung.
Aber wie?
Durch schreckliche Krankheiten. Wenn man sich überlegt, daß man sich zum Beispiel ignorant mit dem unbedachtesten Antibiotika-Einsatz selber das mit der Gesundheit abgräbt, unterhöhlt. An dem Ast sägt, auf dem man sitzt.
Daß die Tonarten zwischen so weltweiten Regionalgebieten immer rauher werden. Bis hin dazu, daß man sich wieder selbst einen großen Atomkrieg vorstellen kann. Ganz von den anderen kriegerischen Konflikten abgesehen, die, einmal in Gang gekommen, überhaupt kein Ende mehr nehmen. Bis wirklich alles in Trümmern liegt.
Jede Menge Konfliktpotenzial allerorten. Angefangen von dem mit den Religionen. Dann das mit der Rückkehr zu den ganz alten Profan-Nationen. Wie zum Beispiel in Europa momentan einem die Richtung gedeutet wird.
Man sieht europaweit wieder eher das Kleinteilige, fühlt sich darin wohler, als hätte das mit den altvorderen "Nationen" irgendwas für ein Wohlfühlpotenzial. Wobei man doch in Geschichtsbüchern alles genau nachlesbar hat, jede Einzelheit, wie was früher schon mal zuging, als man mit was größer zu gehen begann.
Der "Faschismus", "Nationalsozialismus" standen herausragend für so was. Nebenher ist dergleichen auch im "Kommunismus" nicht wenig großflächig zu entdecken. All das, womit man sich bestmöglich an die Gurgel gehen kann.
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