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Blog von TeddeMehr

Der "Breitbart", damals, als der mal Mode war ...

6. Juni 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Ö, "Breitbart" ...?

So der "Tramp" Charlie Chaplins, der könnte einen "Breitbart" im Gesicht tragen. Einen breiteren Bartstreifen, an den Seiten rasiert. Im Gegensatz zu einem Schnauzer, den man seitlich bis zum Kinn runter wachsen läßt, ab und zu die Haare mal schneidet oder sich die Fransen hochzwirbelt.

Die Figur des "Tramps" bei Charlie Chaplin. Charlie Chaplin verhalf sich mit dem "Tramp" zu weltweitem Ruhm. Im Stummfilmzeitalter.

Der "Tramp", jemand, gewissermaßen ein haltloser Mensch. Obwohl er im allgemeinen seine Nöte hat, möchte er einigermaßen gepflegt, sauber bleiben. Ebensowenig bei allem mitmachen, was einen beim Thema Mord und Totschlag, Raub, Erpressung und Diebstahl so einfällt. Quasi, daß der "Tramp" Charlie Chaplin zwar arm war, auch schon arm dran, nichtsdestotrotz aber seine Haltung nie vollständig verlor. Sauber zu bleiben, das versuchte der "Tramp".

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, daß Charlie Chaplins "Tramp"-Erscheinung ziemlich Mode machte. Bei den Leuten. Die dann und wann diese und jene Krise zu bewältigen hatten, Inflation, Abstürze der Kurse an den Börsen und so weiter, Nachkriegswirren.

Nur, wenn heute welche sich auf "Breitbart" beziehen - Charlie Chaplins "Tramp" meinen sie deswegen lange nicht. Sondern die Erscheinung jemand anderes, der die "Tramp"-Mode nach dem ersten Weltkrieg, in den zwanziger Jahren für sich annahm. Daß sie bis zu seinem Lebensende sein Gesicht nicht mehr verließ. Trotz allem.

Auf Dauer fälschte der den "Tramp. Selbst noch als der wüsteste Despot präsentierte er sich seinem tauben Volk mit jenem Breitbärtchen, das des "Tramps". Anscheinend, weil er so erfolgreich damit war, sich so dran gewohnte, daß er ihn überhaupt nicht mehr aus dem Gesicht kriegte, diesen Breitbart.

Auf den im Heute ein paar besonders verweisen, bei ihren Kundgebungen allerdings nicht auf den Breitbart von Charlie Chaplins "Tramp" hindeuten. Sondern auf den Breitbart des Nachäffers, des EINEN. Des ersten der "Nationalsozialisten". Desjenigen, der die Nummer eins der "Nationalsozialisten" war, nicht nur in der Rangordnung dieser Partei. Bei der Parteigründung wurde er richtig als der erste eingetragen.

Mit den allseits bekannten Folgen. Das, was die Deutschen, nachdem er im Jahre '33 Wahlsieger war, durch IHN kennenlernten, dem mit jenem "Tramp"-mäßigen Breitbärtchen. Ein Kulminationspunkt deutscher Nationalgeschichte, ER, derjenige, der ...

In den zwölf Jahren nationalsozialistischer Geschichte gipfelte vieles. Die tristeste Vorurteilsverhaftung aus Jahrhunderten. All die Vorurteilstexte von faschistischen Schreiberlingen der Weltkriegstage und die Zwanziger-Jahre-Machwerke. All das, das man sich überdies auch noch jahrhundelang in der Bevölkerung zuraunte, wer an was schuld sein sollte, brach mal eine größere Not aus. Dieses Sündenbock-Geschwätz und -Geschreibsel. ER war der allerbeste Abnehmer dieses wortreichen Gedöns, er kaufte DAS für sich JENEN ab.

Das "Volk der Denker und Dichter" hatte sich danach, als der EINE mit den SEINEN verging, mit Dingen auseinanderzusetzen. Das, was in den Konzentrationslagern geschah. Industrieller Massenmord. Massenmord, hämevoll vom Beamtenschreibtisch aus bewerkstelligt. Mit Industrie-Schuzpe moderiert. Auch Teil jenes Spotts, mit dem man aus dem Mord und Totschlag eines Krieges noch ein Geschäft für sich machen kann. Mit diesem gewissen Zynismus beteiligten sich die der Industrie an jedem Mord, sorgten in den Konzentrationslagern für die passend verlegten Rohrleitungen. Und man veräußerte das für den einen, bestimmten Zweck im Labor gefundene Gas, das, das man in die Rohre einleiten konnte.

Nur um das, welcher Gestank aus den Lager-Schloten anschließend herausrauchte, sorgten sie sich nicht. Na ja, eigentlich trug man durchaus Sorge. Mitten unter den Reichsbürgern in der "Heimat", ließ man es für die Nasen nicht übermäßig stinken. Sondern wählte dafür die besetzten Gebiete. Dort trug der Duft kilometerweit, war der Wind denn günstig.

Also, jenes nordamerikanische Ding, das sich "Breitbart" heißt, auf den "Tramp" Charlie Chaplins nimmt die Namensgebung wohl weniger Bezug. Sondern sie meint einen Breitbart. Den des einen. Den von IHM, des Österreichstämmigen. Des deutschen "Führers". Des Wahlsiegers von Anno dreiunddreißig. Der anschließend die "Weimarer Republik" abschaffte, um sich und seinen Willkür- und Schreckensstaat einzurichten.

Nun ist von dieser US-Staaten-"Breitbart"-Erscheinung tatsächlich aufs neue erneuert größer die Rede. Ein neuer nordamerikanischer Botschafter, der sich in der europäisch-deutschen Regionalität vorstellt. Auch sofort mit einem Interview, das er "Breitbart" gegeben hat, im Jahr '18 nach dem Millenium, kommt er begleitend daher. Anscheinend alles äußerst absichtsvoll.

Bei etwas, dessen Medienauftritt sich mit dem Oberbegriff "Breitbart" schmückt, sprach der als Botschafter Angedachte vor. Daß man augenblicklich besser Bescheid wissen könnte, in Europa. Mit wem oder was man es mit ihm zu tun hat.

"Breitbart" - ohne irgendwas Charlie Chaplins "Tramp" damit zu meinen.

Aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommt so was nach Europa rangereist. Grinst breitest mit sich rum. Ist sich siegesgewiß. Singt ein Loblied auf "Anführer" in Europa. "Anführer", wie ER und DAS anscheinend einige in Europa in Landen sieht. Nur noch nicht so etabliert, wie man es gerne hätte. Wenigstens was Nordamerika-Kreise, solche, die nebenher noch mit dem Jahr '17-Präsidenten gehen.

Kess gestatten SIE sogar jedem, der dort hinschauen möchte, den besten Überblick. Daß es vielleicht sonnenklar wäre, wie sie sich spotterfüllt europäisch darbieten, wer die Vereinigten Staaten in diesen Jahr '18-Tagen regiert. Wessen Licht hier eigentlich irrlichtert. Hinterkünftig, daß mit jenem Lichtschein herumgewunken wird . Mit der Absicht, fehlzuleiten, in die Irre zu führen. Da hat einer aus Nordamerika in der europäisch-deutschen Region Ankunft, geradezu wie einer, der "heim ins Reich" kommt. Dort, wo er SEINE Füße hinsetzt, hat ES damals geherrscht. Es müßte bloß wiederkehren können: einmal etabliert, immer etabliert. Wie zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig ewige zwölf Jahre. Selber es loswerden, das konnten die Reichsdeutschen nicht.

 

 

 

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