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Blog von TeddeMehr

Etwas andres, der Hitze die Schuld zu geben?

22. August 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Da liest man wo was in der Landschaft rum, weil es sonntäglich mal wo heiß in einer Sonntagsmittagschau zugegangen sein soll. Gutaussehende Kerls und Weiblichkeiten, die führten so Dessous vor. Ganz harmlos, wie an einem Badestrand, und ohnehin, bei der Hitze mit fetter Sonnenbrandgefahr. Ganz auf irgendwas eines Kleidungsstücks wird nirgends verzichtet, obwohl das bei dem Klima auch möglich wäre.

Ein Sonnentag, dieser eine Sonntag, der genausowenig für längere Abkühlung, Wintermäntel gut war, wie was der Sonntag die Woche zuvor, als die Wetterlage die mit den Ansageredevorträgen dazu veranlaßte, selber bei einem Nasse-Schört-Wettbewerb mitzumachen. Mit Wasser ließ sie sich überschütten. Womit Kleinigkeiten bei ihr zum Vorschein kamen, die die eine eindeutiger als Frau identifizierten. Sonst schien ihr am Ende nichts an Gestalt zu fehlen, außer daß sie überhaupt noch was anhatte. Bei den bedenklichen Wüstentemperaturen.

Also, man ist Leser, turnt dort mit den Augen in der Gegend herrum, kriegt mit, daß die eine Sendungsansagerin am Sonntag schnappig gewesen sein soll, eben von wegen dem mit der durchnäßten Kleidung bei ihr, die was bei ihr zum Vorschein brachte, der sonntägliche Vormittag, eine Woche zuvor. Weiblicher Zubehör bei so Rundungen, der geriet in Sicht.

Alles wenig aufregend, im Grunde. Bis das in dem Artikel mit den nebenherlaufenden Prüderie- und Borniertheitsanspielungen unvermittelt wirklich undurchsichtig wird. Was einer Tonlage stellte sich ein.

Was denn das? Die Fragestellung: Wie kommt das urplötzlich so rüber? Das, das die Zeilenreihen beschließt, nachdem man sich mit nichts rumspielte, als so der vermuteten angespitzten Aufgeregtheit biedersten Zuschauer- und Leservolks rumzuspielen. So mit dem in der Andeutung:: am normalen Strand, bei Bikini, Badeanzug und dem, halt ich mir lange schon die Hände vor die Augen, um ja nichts mitzukriegen, was nach dem Geschlecht von irgendwem ausschauen möchte. Nicht bei der Frau, dem Mann, bei niemandem. Wiewohl ich bestimmt zwischen den Fingern hervor mal rauslinse und nichts übersehe..

Da hat einer am Ende noch gekocht, im Laufe der einen hier erwähnten Sonntagssendung. Wie häufiger, er, ein Euorpäischdeutschregionaler. Zumindest von der reinen Herkunft her. Hier nun was Wortwörtliches ...

"... gekocht wurde unter anderem auch. Von ... Der zum Judentum konvertierte Jurist hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Seit seinem Sieg bei der israelischen TV-Show 'Masterchef' ist er ein erfolgreicher und bekannter Koch" - ö, Zitatende!

Nach den früher aufgetauchten Zeilen am Text bist du erst mal weiterhin etwas tranig. Bist kein Schnellmerker. Weil du dich sicher wegen Dessous und all dem so aufregst, und dir das wenigste denkst. Nur - dann, plötzlich: schnapp!

Jurist, daß der mal als Beruf hatte. Demnach: ein Studierter, der kocht. Na, das ist er nicht ganz, der Kern der Sache. Aber das: er ist zum jüdischen Glauben übergetreten. Pointiert wird einem da Zeug in laffen Nebenherzeilchen mitgeteilt. Quasi, zum Drüberhinweglesen. Mitten im Unbedeutenden. Daß der als besserer Koch im Fernsehen auftritt, das hat tatsächlich was von früherdings die Schuld: daß so der in einer Fernsehkochsendung im fernen Israel einen besseren Platz belegte. In Israel.

Fragt man sich da nicht: Was findet das so in der Weise größere Nebenhererwähnung? Mit dem Augenmerk auf dem mit dem "Jüdischen". Was will jemand einem damit eigentlich kundgeben? In einer Zeit allerdings, diese Jahr '18-Gegenwartstage, daß gelebt wird, daß reihenweise Diskussionen stattfinden. In den USA beispielsweise finden tagtäglich so Angriffe auf jüdischstämmige Nordamerikaner statt. Im Schatten dieses einen besonderen Jahr '17-US-Präsidenten. Nichts, daß da nordamerikanisch aufhört, sondern mittendrinnen dran ist, sich US-weit abzuspielen.

Des weiteren: An europäischdeutschregeionalen Schulen müssen sich Mädchen, Jungs jüdischer Abstammung oder Glaubensansage im Schulalltag und überall so Spontanangriffen erwehren. Einzig und alleine der Grund: Da wissen welche, wessen Glaubens man ist und so. Und das, das ist nichts aus dem Gestern, das ist heutzutage. Daß man als "jüdischer" Mitbürger und derartigem mit was zu rechnen hat. Daß Ansagen und Wortmeldungen urplötzlich an ganz was Altes erinnern. Damals, als so was beim "Reichsbürger" bereits immer üblicher wurde. Lange die "Weimarer Republik". Bis es soweit kam, daß uniformierte Typen daherkommen konnten, einem die Schaufenster zu beschmieren. Mit Inhalten, man dürfe dort beim Eigentümer dieses Ladengeschäfts nichts mehr kaufen. Bewacht wurden links und rechts die Eingänge des Geschäfts. Mit der Zeit kam immer weniger die Polizei, bis gar keine mehr kam.

An diese gestrige Tristesse läßt da was denken. In Gegenwartstagen. Wie was aufs neue zurück ist. Wiedergekehrt. Und jetzt akzentuiert so ein Schreiberling einer Normalo-Zeitung dir pointiert was in einer Weise beiläufig. Nach all den Belanglosigkeiten, mit der er so die prüde Erregtheit von Mitbürgern andeutete.  Auf so was verwies, daß es nun darüberhinaus unausstehlich rüberkommt, urplötzlich. Voll ekelhaft. Aber massiv bestreitbar.

Fast, als dürfte da jener Fernsehkoch, zum Juden geworden, diesen Glauben angenommen, als deutschregionaler Europäer, der mal Jurist war, bald nicht mehr in der Fernsehsendung - oder in irgendeiner anderen - für das breite Publikum mehr kochen. Müßte man sich um diesen Fernsehkoch seine Sorgen machen. Bei der Deutlichkeit einer Erwähnung, die weit über das Maß der Nasse-Schört-Umwelt zuvor hinausgeht. Einer Sänger- und Sängerinnenpräsentierschau. Die Schlager-, Popwelt. Ein Fernsehauftritt, in dem es eben dies und das noch dazu gibt, für die berieselnde Unterhaltung. Eben Spiele, Spaß. Und was ein Koch so ratzfatz immer leisten kann, wenn er gut ist, das wird einem da auch noch gezeigt. Hier vor ein paar Leuten mehr. Als müßte sich da dran allerdings bald mal was ändern, wie da was im Nebensatz, voll sich mit plaudernder Harmlosigkeit schmückend, rüberkommt

Der eine Koch demnach ... Bei der scharfen Akzentuierung, fingerzeigähnlichen Pointierung von so den erwähnten Verhältnissen bei ihm, die eigentlich nichts mit seinem Beruf als Chefkoch zu tun haben. In den heutigen Gegenwartstagen nochgerade, da ist was in der Normalpresse auf einem Portal anschleichermäßig eingetroffen. Dieses Heute einer bestimmten unausstehlichen, kaum mit anständigen Worten zu beschreibenden Partei. Die für jeden sich was mit dem ungewöhnlichen Wort "Alternativ" schmückt. Bei einer Einfärbung, als hätte man wo irgendwie den allerbesten Einbrand abbekommen, wäre zu lange wo bei voller Sonneneinstrahlung rumgelegen. Ohne jeden Sonnenschutz. Daß einem schon anders heiß werden kann. Als daß manches Kleid bei Saharaklima durcheinander gerät, durchscheinender wird als sonst. Weil man nicht nur schwitzt, sondern man sich auch mal mit Wasser überschütten hat lassen. Dabei am Gewand was auftauchte, das weitaus aufregender nach dem Körper einer Frau ausschaute.

Andererseits: Manch andere Nacktheit, Blöße, wenn die auftritt. Ganz "alternativ" grinsend zur Schau gestellt wird, wie was eines Kommentars, einer fadenscheinigen Sendungskritik ... Zum Beispiel wie was in einem ellenlange Artikel, einem für den Netzabdruck einer handelsüblichen Tageszeitung. Voll nebenher im Tonfall. Alles Spaß da, beinahe unbeabsichtigt. So muß man das nicht auffassen. So könnte man sich jedenfalls geschwind rausreden wollen, in der Hitze des Augenblicks.

 

 

 

 

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