"Lustige, bunte Pillen"
Jemand hat Wünsche, meint was ähnliches, man unternähme so Sachen, etwa die, allzu "lustige, bunte Pillen" einzuwerfen. Bei dem vielen, was es in der Gegend noch an Zubehör gibt. Dem, mit dem dich ein "Dealer" großmächtig versorgen könnte, hast du dazu Lust, dein Geld an so was von der Palette zu verschwenden.
Für so die Bewußtseinerweiterung. Jenseits des Lesens, deiner dir gegebenen Vorstellungskraft und dem.
Dabei ständig in Gefahr, wenn da was zur Gewohnheit würde, da dürfte was zum Heulen werden. Wirklich fürs gräßlichste Dauerflennnen, dort, die Landschaft, wo man das mit der Drogenvielfalt antrifft. Deren Teuerungsrate nicht bloß das mit den Geldsorgen inbegriffen hat, sondern vieles, vieles gleichfalls mitinbegriffen ist. Praktisch, das gesamte Päckchen kannst du dir in der Region abholen, dir besorgen. Bis hin zu Besuchen in Kliniken, wo die Nervenärzte umgehen, bei einer Nähe zu "gummierten" Zimmern und Zwangsjacken. Man kann hier Rundumversorgung haben.
Da kann man denn von mancherlei insbesondere viel zuviel mitkriegen können. Und trotzdem, am Ende, landet man bei einem schweren Zusichkommen, hat man den Schlauch für sich genommen. Nicht mehr allzuviel im Kopf. Kriegt das auch öfters gesagt. Auch das, daß die Sorgen mit dem Denken wahrscheinlich davon kommen, weil hier Gehirnregionen, in einigen Gehirnregionen, in denen sind schwarze Löcher entstanden. Die man denn ab und zu bei einem merkt, während es einem selber kaum auffällt..
Massenweise Wucht und Wille, das, was einem beiläufig flöten gegangen ist..
Bei diesem ganz gewönlichen Trick, hat man den überhaupt klarer selbst in der Wahrnehmung, daß alles zu einer möglichst noch höheren Dosis führt. Mit den damit verbunden Mehrausgaben.. Tatsache, wenn was die Dimension einer alltäglichen Dosiserhöhung annimmt, Drogensubstanzen das Mittel der Wahl sind. Bei jedermann. Ewiglich mit eben dem verbunden, immer noch mehr Geld, das man schließlich nötig hat, sich die nächste, vielleicht wieder erhöhte Dosis, zu erkaufen.
Am Schluß hast du immense Schulden, und du lernst bei den Leuten noch welche kennen. Figuren, wie aus dem Schreckensroman, einem Gruselkrimi. In dem und dem Film, in dem du nicht bei den Kommissaren mitspielst. Nicht zu denen zählst, die einen Fall aufklären. Viel wahrscheinlicher, die Leiche könnte man sein, der, die Tote, mit denen ein Filmchen anfing. Der-, diejenige, zu deren Umfeld die Damen und Herren, die einen Kriminalfall lösen, hinreisen. Vor einer Haustür aufkreuzen, hinter der es so und so in der Art zugeht.
Oder die Szene, so oft schon mal wo zu lesen. Da hockt eine, einer hinter verschlossener Tür in einem Klo. Er, sie, es geht hungrig für die nächste Dosis. Draußen ist das zu hören, daß wer neu reinkam in die Hütte. Aber, bei einem öffentlichen Klosett ist das nicht ungewöhnlich. Du denkst dir demnach für dich nicht das geringste was. Bis da einer dir vor der WC-Tür tappt, abspringt. Ein grinsendes, spöttisches Gesicht, das dich von oben herab anguckt.
Er ist da, gekommen, der Schuldeneintreiber. Der, der dich erinnern will, daß du da noch Schulden hast. Und jetzt wird mal was dafür getan, daß du das weißt, daß ... Und wenn du dabei mittendrinnen verstirbst, auch nicht schlimm, wissen andere Leute, die dich noch vom Sehen und so kennen, daß ... Daß wer bei Leuten nicht so einfach Schulden haben kann. Ohne daß mal gezahlt werden muß. Mit Zins und Zinseszins. Hier sind die Schulden zu bezahlen. Ohne Schuldnerberatung, der Möglichkeit der Umschuldung und dergleichen.
Und, ganz egal, was früher mal war, wie tolle Geschäfte so ein Drogenhändler mit dir gemacht hat, wie pünktlich du immer gezahlt hast, derjenige, der steigt auch schon mal selber mit seinen Stiefeln über dich drüber. Läßt dich gut auch in deinem Sterbeelend am Boden liegen. Ohne Notarztanruf. Gut und gerne bekommst du von ihm noch einen netten Tritt vor den Bauch. Gegen den Kopf. Der, die zuckt mit der Schulter, spuckt auf dich runter, meint: "He, du, du Ungeziefer!". Diejenige Person, die lange andere Kundschaft hat, solche, die in der Lage ist, jedes geforderte Entgelt zu entrichten. Wie auch immer. Indem man alles versetzt hat, was zuvor gut und teuer war. Was man früher quengelig unbedingt von der Mutti haben wollte. Selbst die hübscheste, netteste Freundin, sie ist plötzlich eine Geldbeschaffungsmöglichkeit für einen. Mit ihr am Strich ist man ein längeres Weilchen flüssig. Hauptsäche, sie bringt die geforderten Beträge an. Dann ist wieder alles gut, nimmt man sie sogar zärtlich in den Arm, schenkt ihr Trost.
Alles an einem, längst billig. Irre billig. Selbst unmerklich. Denn auch das, was ihr, ihm sehr gut steht, an Kleid: lediglich aus zweiter Hand. Anderes kann es gar nicht mehr geben. Bei einem. Weil man es ansonsten sofort verkauft hätte.
Für die Droge. Nichts, das dahingehend nicht draufgeht.
Das wenigste, das es da auf der Fläche des Drogenkonsums nicht zu verlieren gibt. Gestern noch eine exklusive Lederjacke, ein tolles reisefähiges Motorrad oder Telefon. Morgen ist es beim Pfandleiher. Oder kurz an wen unter Preis verkauft. Wie verschleudert.
Morgen ... Und morgen? Kümmert sich am Ende morgen wirklich noch irgendwer um einen, bei der Überbevölkerung? Herrscht da größere Bekümmerung, in welchem miesem Zustand jemand geraten ist? Welche bösartigen Krankheiten man zwischenzeitlich abbekommen hat. Allerhöchstens spricht was Volk, daß es das selber nicht gerne haben würde. Nicht bei sich braucht.
Man ist auf so einem Drogenersatz, daß man überhaupt sich vernünfttig aus dem Bett schaffen kann. Für die drögeste Vernunftswelt, die einen mit all ihrer Alltäglichkeit, dem Üblichen boshaft am Wickel hat. Gemein bis ins Letzte wird es bei den Ansagen, die einen bedrängen. Bis hin zu den Gebeten, die einem abgefordert werden: "Jeder hier hat mitzubeten. Oder er braucht morgen nicht mehr zu kommen. Alle falten die Hände ..." Alle Gebetszeilen, die man nun spricht. Bald noch von selber. Selbsttätig. Ohne irgendeine weitere Anleitung des und des Vorbeters. Weil man niedergerungen für alles zugänglich geworden ist, was gestern bei einem nicht denkbar war.
Also: besser, möglichst wenig von Drogensubstanzen wissen. Ich würd mir hier lieber die Lederjacke behalten, die hübsche Freundin, das tiefergelegte Motorrad mit dazugehöriger Romantik. All die musikalischen Klänge. Die Musik, die man sein Eigen nennt. Samt einer zugehörigen Einstellung. Denn: am Ende, mit den Drogen ... Kann man bloß ins Verliererwesen wechseln. Das bezieht sich bei dem Thema in Echt nicht bloß auf irgendwelche Besitztümer. Mit den Drogen kriegst du ein Rundumsorglos-Vermöblungspaket ab, paßt du nicht auf. So verdrischt dich selten was. Bodenlos zieht dich dort was runter.
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