Was Leuten gespendeter Schatten
Seitdem der Jahr '17-US-Präsident umgeht, ist schon was los. Nicht nur, daß er Dinge vom Zaum bricht, an die früher die Jahre so nicht unbedingt zu denken war. Das, daß da ein Präsident wäre, der was Arbeit anderer amerikanischer Präsidenten abwinkend locker hinwegwischt. Einer steht auch für nie zuvor gekannte Konflikte ein. Bis hin zum internationalen Handel. Verträge, die die Nordamerikanischen geschlossen haben, keiner kann sich weltweit drauf verlassen, daß irgendwas eingehalten wird. Was in etwa so ein Atomabkommen beweist, an das sich die seit dem Jahr '17 maßgeblichen Nordamerikaner nicht im mindesten gebunden sehen.
Nichts scheint dem einen Mann was wert zu sein, woran er nicht selber beteiligt war, medienwirksam mitwirkte. Fast, als wäre nichts, das vor der Amtszeit von einem stattfand, irgendwas.
Man sieht tatsächlich in diesem Nordamerika-Präsidenten keinen Mauereinreißer, sondern einen, der die Mauern in dem Sinne niederreißt, daß er höchste Mauern errichten möchte. Massive Mauern gegen Nachbarländer. Fast höher wie die Berliner Mauer Anno dazumal. Auch gegen die ganze Welt, ein Abschottungswille, wobei er mit den seinen andererseits nicht größer darauf verzichtet, weltweit jedem mit einem sonderbaren Licht rumzuleuchten. Ob's rundum noch so hell ist, egal.
Im Schatten dieses einen Mannes, am US-Präsidentenstuhl aufplaziert, geht denn was groß. Was ganz anderes. Was, das gräßlich Rechtsrausdrehung hat. Es heißt nun auch, wenig überraschend, in den Vereinigten Staaten von Amerika haben die äußersten Rechten Zulauf wie nie. Die Faschisten, nochgerade die "Nationalsozialisten", die Vorurteilsverhaftetesten mit ihren Klüngelorganisationen und "Denk"-Fabriken.
Die US-Rechten, die mit dem Alltags-Rassismus, ihren gewöhnlichsten Ressentements. Gegen alles und jedes, das nicht ihnen ähnlich sieht, wie sie denkt, haben sie was. Es geht ihnen ausschließlich um Dünkelhaftigkeit, Hautfarben und die Abgrenzung in Volksgruppen und Abstammung in den Vereinigten Staaten. Jüdischstämmige Amerikaner erfahren das mit der Rechtsrausdrehung momentan ganz besonders. Das, daß nicht bloß so die Hautfarbebetrachter und die böser unterwegs sind, sondern die, die das meinen, als bei den Reichsdeutschen im Dreißiger-Jahrzehnt das mit dem Judenstern ...
Die alle, die im Sezessions-Krieg im neunzehnten Jahrhundert ihre deutliche Niederlage hatten, sind im Auftrieb. Obzwar sich trotzalledem bei den im Sezessionskrieg Besiegten mancherorts die Verhältnisse nicht so übermäßig änderten. Was man insbesondere bemerken kann, wenn man in die dreißiger, vierziger, fünfziger, frühen sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zurückblickt, zahlreich die Berichte davon zu lesen kriegt, wie nach Rasse getrennt rumgesessen und in die Schule gegangen wurde. Wie das war, wenn Weiße und Schwarze oder so gemeinsam eine Klasse besuchten. Oder bloß Bus fuhren.
Das also ... Das erneuert sich mit seinen Verhältnissen, beschattet von dem, was heutzutage im Weißen Haus Platz genommen hat. Mit dem, daß es dort nun schon welche zu sehen gab, die für ganz den ordinärsten Faschismus einstanden. Für andere Gesellschaftsordnungen, Regime als die Demokratie. Ein Personenkreis, jedweder demokratischen Wertelandschaft der USA widerstrebend
Aus der "Breitbart"-Küche kommend, daß sie vortraten, die Weiße-Haus-Bodenfläche betraten. Diejenigen, die in Gegenwartstagen selbst nach Europa dieses Uralte, blutig Überkommene erneuert zurückbringen wollen. Neu aufrichten soll sich DAS. Das, was europäisch mal das der Faschisten war. Das des "Duce", des einen "Führers", des "Nationalsozialisten", der es faschistisch noch weiter in allem gipfeln ließ. All dieses genau zu betrachtende Zeug, das derzeit weit über siebzig Jahre her ist, seitdem nicht mehr im größeren Maßstab in Europa für den besonderen Gebrauch Aufschwung kriegte, das lobpreisen Nordamerikaner. Das exklusive, sich vereinzelnde Nationengeschrei mit seinem Tran. Das so die National-Fahnen wie verrückt schwingt. Blut und Erde und das, was das früherdings alles so war. Dem schenken insbesondere so Gestalten aus dem Nordamerikanischen fast schon unverhohlen eine fürchterliche, nie gesehene Lobpreisung.
Das möchte man aus Nordamerika fast wie was Religiöses nach Europa zurückschaffen. Wie Missionare des Faschismus kommen da und dort aus den US-Staaten Leute an. In dem Sinn spricht ein Nordamerikaner, beseelt von deutschem Europaboden grinsend davon, große europäische "Anführer" wo zu entdecken, wo man eigentlich nichts als geistige Enge, Borniertheit und altvordern ignorantes, intolerantes Gedöns im Gegenwartgewand mit ein paar frischen Gesichtern blicken sollte. Das mit einem urzeitlichen Grenzzaundenken. Nebenbei Grenzzäune - hinter denen dieses gewisse Volk in alten, längst vergangenen Zeiten nicht mit sich bleiben konnte. Dem besten Grenzschutz zum Trotz, daß sie von hinter ihrer Grenzziehung kriegslüstern hervorbrachen. Mit ihren Lügengeschichten und dazugehöriger Soldateska. Die Reichsdeutschen und die des italienischen "Duce", der ebenfalls viel wo Landfläche erobern wollte.
Und so was ist in Gegenwartstagen nun der Lobpreis Bestimmter aus Nordamerika. Ein einziges Verlangen in den Rückfall in ganz uralte Unzeiten. Solches einer obergräßlichen Rechtsrausdrehung. Die jeder europäischen Nation nichts als Fürchterlichkeit einbrachte, ehedem. Alles, was sich voll bewiesen hat. Man bräuchte nur kurz in der Geschichte zurückblicken. Die Bücherwände in den Bibliotheken begucken, die Tonnen davon, die man dort sich ausleihen könnte. Sich auch noch bestellen. Alles bis ins kleinste schlimme Detail, mit dem man sich bis zum Überfluß versorgen kann, Klarheit zu kriegen.
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