Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Boostie"

11. August 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Scheint schon was groß los zu sein am Sternenguckerhorizont.

Und überdies das, jene Tatsache, daß der Asteroid "Oumuamua" im Sonnensystem der Erde war. Ohne, daß man sagen könnte, man wüßte wirklich alles drüber, so aus der Ferne.

Das wird überhaupt nicht bestritten, daß es den Asteroiden "Oumuamua" gab. Genausowenig wie man das hinweggefegt hat, die Feststellung, daß der Asteroid "Oumuamua" von außerhalb des Systems der Sonne kam. Praktisch, faktisch ein Eindringling von draussen, der Asteroid "Oumuamua".

Das wurde auch von den angesehenenem Wissenschaftsweltlern denn weiter geteilt, diese Sicht, als sie das Regime übernahmen. Rangingen an die Buletten, was den Asteroiden "Oumuamua" anbetraf. Nachdem die Spekulationen um diesen Flugkörper zu sehr ins Kraut zu schießen begannen. Da was zu viel wurde, am Ticker. Was "Raumschiff" und so. Das war denn doch nichts, was man länger durchgehen lassen konnte.

Alles mögliche an Normalität, die man also geschwind daherzureden begann, den Asterioden "Oumuamua" und die formatmäßige Zusammensetzung an ihm betreffend. Jener Asteroid "Oumuamua", der die letzten Wochen komisch Wiederkehr hielt, in Zeitungsartikeln. Gemeint wurde, er könnte auch ein "Meteor" sein. Gewesen sein.

Bis März des Jahres '18 spukte der Asteroid "Oumuamua" so medial öfters rum. Jedem war es irgendwann selber überlassen, was er in dem Asteroiden sehen wollte. Ernster zu nehmen war nichts, bei diesem im leeren Raum rumtuckernden Gesteingebilde. Einem von vierhundert Meter Länge, knapp achtzig Meter Breite.

Vierhundert Meter, in der Weltraumleere keine so ungeheuer erwähnenswerte Größe. Der Asteroid "Oumuamua" wurde mit Sicherheit erst aufregender, als der Asteroid anfing, mal knapper und knapper an die Erde ranzukommen. In Erdnähe, daß man ihn denn schärfer abfotografierte, vermaß. Wegen der bestimmten Möglichkeit, daß so Meteoriten auch auf der Erdoberfläche einschlagen können. In Grunde für so was, daß man die langgestreckten vierhundert Meter in Betracht zu ziehen begann. Sich das überlegte, was von dem Asteroiden/Meteoriten noch übrig bleiben könnte, wenn er von der Erdanziehungskraft in Beschlag genommen würde. Was davon wohl in größerer Form am Erdboden einschlagen würde, was nicht. Das war denn die Fragestellung.

Von einem zusammengepappten Brocken mit viel ewigem Eis war dann beruhigend die Rede, einem, der im Wesentlichen in der Atmosphäre des irdischen Globus verglühen würde. Mit minimalen Bodeneinschlägen. Also: alles paletti, in der Hinsicht. Man war beruhigt: Größer was anrichten würde der Asteroid "Oumuamua" nicht.

War denn auch nichts, daß der Asteroid losmachte, der Erdanziehung zu bedenklich zu nahe zu kommen. Der Asteroid, der bog ab, schwang in einem Knick davon. Die natürliche Erdgravitation, die er für einen Abpraller nutzte. In seinem "Töfftöff"-Weiterflug wurde der Asteroid "Oumuamua" immer wieder als bockig, sich um die eigene Achse drehend beschrieben. So, als träfe ihn des öfteren was von dem größeren, kleineren Steinzeug, das in der Weltenleere so üblich überall rumschwirrt.

Alles schien irre gemütlich. Über Monate nichts Besonderes. Bis im März des Jahres '18 überraschend irgendwas am Asteroiden "Oumuamua" losging. Größer in Fahrt geriet er. Immer rasender wurde er. Bis er zuletzt ein Tempo draufgehabt haben soll. Eins, das man mehrfach mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit beschrieb.

Dieser langgestreckte Gesteinskörper soll sich einer Reisegeschwindigkeit von einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit angenähert haben. Innerhalb von Minuten, daß er mit diesem schrecklichen "Boost" dem gesamten System floh, es spurlos verließ.

Ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit, das knallt.

Ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit, stimmt das, was SIE einem in Artikeln nachlesbar dahertexten, wäre das was ... Damit, mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit, könnte man als Mensch, stelle man sich nur mal vor, auch beizeiten auf die Reise gehen. Mit sich zwischen den Sternen rumgeistern.

Das heißt, eine Menschengeneration könnte mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit wo ankommen, als ursprüngliches Mitglied der Besatzung, ohne schon jemand vom Nachwuchs sein zu müssen. Würde zum Beispiel zu "Tau Ceti", einem von drei brauchbaren Sternen im Elf-, Zwölf-, Dreizehnlichtjahreradius hingereist. Bei einem Flug mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit, in fünfunddreißig, vierzig Jahren wäre man angekommen.

Von vier Planeten spricht man, die man alleine im "Tau Ceti"-System beobachtet hätte. "Exoplaneten". Zwei davon: wahre "Supererden". Die restlichen zwei Planeten, anscheinend auch in einem Bereich, der dem Leben annehmbare Möglichkeiten bietet. Eventuell, daß man sie nicht links liegen lassen würde. Wäre man erst dort. Bei einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit wäre man in ein paar Minuten in der Planetenumlaufbahn. Bei einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit wäre auch der Asteroid "Oumuamua" wieder in einer Stunde nahe der Erdumlaufbahn, käme er ins terrestrische System zurückgeschossen. Es wäre auf der Stelle, als wäre er nie weggewesen.

 

 

 

-----

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post