So groß wie ein gewaltiges Containerschiff auf den Weltmeeren
Ein Weltraumbrocken, circa vierhundert Meter Länge, an der breitesten Stelle so achtzig Meter, bei einen Tiefgang von so ... Zwanzig Metern vielleicht.
Jedenfalls entspricht das der Dimension eines der größten Container-Schiffe, die, vom Menschen gebaut, auf den Weltmeeren der Erde rumschippern.
Größer wird der Asteroid/Meteorit "Oumuamua" einem nicht beschrieben.
In dem Sinne was Gewaltiges, Gigantisches für die Meere auf der Erdkugel. Aber, in Anbetracht des wüsten Weltenraumes - und selbst längst ebenso bereits bei den Abmessungen des irdischen Sonnensystems - was irre Winziges.
Eine "Bazille", weiter nichts.
Als beobachte man unter einem Mikroskop ein Virus, ein Bakterium. Oder ginge darüberhinaus hinein in die Vielfalt der Atome.
Und trotzdem geriet da was aus dem Äther draußen auf eine Hochglanzfotoaufnahme. Man wollte es für etwas derartiges aufbereiten. Bei der und der Wahnsinnsauflösung dieses und jenes Teleskopkörpers selbst auf der Erde, kein Problem.
Herausgerechnet, klar und deutlich ins Licht geschafft, wurde das oberwinzige Bröckchen. Fast das Atom eines Staubkorns. Daß es nicht länger nach was Pixel-Ware mit sinnlosen Quadraten und all dem ausschaute. Sondern fototechnisch und auf laufenden Bildsequenzen klar nach was Umriß, Gestalt eines länglichen gesteinartigen Dings auf seiner Weltraumreise.
In vielen Einzelheiten. Ungeheuerlichen Wirkungen. Selbst noch was wie Schriftzeichen möcht man spontan dran an dem tatsächlichen Minimalbröckchen erkennen. Bei mancherlei obskuren Aufbauten zusätzlich, bei denen es eigentlich diejenigen am besten haben müßten, die Wissenschaftler waren und sind. Die ja mal durchaus was von einem "Raumschiff" rumzuschreien begannen, bis Respektspersonen, wissenschaftliche Koryphäen, das Geschrei zum Abklingen brachten.
Was war ganz zu Anfang geschehen? Da war zunächst mal was wie ein Asteroid/Meteorit in einen gewissen Wahrnehmungshorizont hineingeraten. Daß man sich da was einfach ansehen MUSSTE. Obwohl das Teil weiter draußen erst noch kaum der Rede wert war. Alles im Dutzend billiger dort. Nur, wenn weiter rangeflogen wird. Wohin? In einen überwachten Bereich. Warum? Als Menschheit hat man denn die Furcht vor was. Etwa vor dergleichen ängstigt man sich, daß was, aus der Weltraumwüste kommend, nicht vorüberfliegt, sondern mal die Erdatmosphäre durchdringt und auf der Erdoberfläche einschlägt.
Man kennt den Einschlagsort eines Massivbrockens, der damals runterkam, als die Dinosaurier ... Daß da einer den Dinosaurierarten "den Todesstoß" endgültig verpaßt hat. Nur die Vögel sind heute noch von der Dinosauriervielfalt ungefähr übriggeblieben, irgendwie. Auch was Vogelvorfahr schaffte es nach dem großen Unglück in eine Überlebensnische. War dazu befähigt, lange unter lebensfeindlichsten Bedingungen darben zu können. Zumindestens das mit dem Aussterben, das stand nicht an, wie sich das bei den restlichen Dinosauriern abspielte. Wenn das mit dem Fortleben auch problematisch war, als Ahn der Vögel, er kam über die Runden. Wie manch rattenähnliches Säugetier.
Demnach, der Asteroid/Meteorit "Oumuamua", der war in einen dauerüberwachten Horizont geraten, daß man ihn sich nun doch mal mit scharfer Auflösung genauer betrachten wollte. Als was, das nahe genug rankam. Mit seinen Weitsichtaugen, daß man scharfgestellter nach dem Fahrgeschäft glotzte. In der Folge seine Arbeit zu machen, vieles da bei und an ihm herumzurechnen.
Um mit der Schulter zu zucken. Der Asteroid/Meteorit, der war zu vergessen, schwang der Erdgravitation davon. Nur etwas, das man dann mit seinen verschiedenen Höhlungen, Vorsprüngen und anderen Kleinigkeiten eine "künstlerische Darstellung" benannte, das ist bis heute. Fast, als hätte irgendwer was daran gewerkelt. Vielleicht auch mit einem Fotobearbeitungsprogramm. So ähnlich hat man das in den Nachrichtenmedien rund um den Globus anklingen lassen.
Andererseits: Wäre es denn nicht eigentlich in jedem Fall immer eine "künstlerische Darstellung"? Selbst wenn kein Mensch besondere Ideen dran vollbracht hätte, als die Bildszene scharf zu kriegen.
So wie manches am in vielerlei Einzeheiten deutlichen Foto rüberkommt. Da hat das "Künstlerische" seinen beständigen Halt. Bei Zeichnung, die man sehen möchte, einen milchigen "Glas"-Anstrich. Als wäre der erst später irgendwie dazugekommen, aufgetragen worden, wie was Glasur an einem Kuchen. Um nach einem Weilchen auszuhärten. Das, das sich unterdrunter befand, noch mal kurz ein wenig besser abzudichten und zu fixieren. Bei den Kräften, nicht von schlechten Eltern, die eventuell daran arbeiten sollten. Wenn man denkt, daß das Teil sogar, vor seinem erdnäheren Eintreffen, in die Sonnenumgebung gesprungen sein soll. Möchte man das mit dem Hinterherrechnen der Wissenschaftler glauben, die behaupten, daß die Flugkurve des Asteroiden eine von der Sonne her gewesen sein soll.
Aus dem Bereich der blendenden Sonne ist der Asteroid/Meteorit demnach auf einer Flugbahn Richtung Erde gekommen. Nicht nur für das Blenderische, die Sichtung Erschwerende aus der Sonnenrichtung in eine Bahn eingeschwungen. Um doch, aller Winzigkeit und das des Grellen am Asteroiden/Meteoriten zum Trotz, nicht im Unentdeckten, Unbesehenen zu veweilen.
Herausgefiltert hat man das Asteroiden-/Meteoriten-Abbild. Es fürs das Betrachterauge überdeutlich gemacht. Und irgendwann hat man dabei angefangen, rumzuschreien.
Wie gesagt, nicht größer als eines der größten Containerschiffe auf der Erde: der Asteroid/Meteorit "Oumuamua". Ihn überhaupt zu blicken, unter diesen Umständen seiner Winzigkeit, eine Problematik.
Vielleicht hätte man so was wie DAS gestern noch gar nicht so in einer gewissen Annäherung an den Erdhorizont mitgekriegt.
Erst heutzutage, daß man ... Daß einem auf Arbeit im Sternenguckerberuf in der Warte hinter seinem Schreibtisch vorm Monitor die Milch im Kaffee gut sauer werden könnte. Wäre man nicht in der Lage, was von sich zu weisen. Kühl, abstrakt weit von sich wegzuschieben.
Passiert ist schließlich ja auch nichts. Es ist wieder weggeflogen, hat mehr oder weniger rasend, je nachdem, wer da was von sich gibt und sich als wesentlich dafür bezeichnet, das terrestrische Sonnensystem verlassen. Man lebt noch - und braucht sich deswegen über nichts aufzuregen. Im Berufsalltag schon gar nicht. Monate her, das mit dem Asteroiden "Oumuamua". Fährt man im Auto heim, geht's mit Sicherheit jeden Tag gefährlicher zu.
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