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Blog von TeddeMehr

Wenn auf Deutsch von weit was schallt

3. Oktober 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Da läßt sich schwer was sagen.

Dauernd diese Wahlwerbesendungen und all das, was Politiker und -innen einem daherreden. Sie können nun schwätzen, wie sie wollen. Bei mir. Das mit ihnen, das ist bei mir vorüber.

Alles zu spät, was die mir ansagen. Im Jetzt. Es kommt lange für mich nicht mehr pünktlich. Ganz und gar gleichgültig ist mir tatsächlich alles. Geht mir geradezu sonstwo vorbei.

Weil, ich hab schon abgestimmt. Meine Wahl ist getroffen. Eine Auswahl unter zwei Möglichkeiten war es am Ende. Aber, zum Schluß war es gar nicht mal so schwierig, mich zu entscheiden.

Woran sich nicht mehr das bißchen was ändern wird. Weil alles schon vor Ort sein müßte. Am Bestimmungsort eingetroffen. Bereitliegend für die Zählung am Wahlentscheidtag.

Aber, eins, das kann ich nebenher zu einhundert Prozent versichern. Nach dem, was von den "Deutschen" gerade alles so zu erfahren ist. Wie die sich immer mehr von Gelaber von Populisten angezogen fühlen. Bei mir konnten DIE nicht landen. DIE, DIE hab ich nicht gewählt. DIE wurden kein bißchen was von mir gewählt. Mit aller Entschlossenheit. Nichts von dem, was man so als "DIE Populisten" meint, wurde von mir genommen.

Die einen mit Sicherheit, die im Grunde nichts als ein Ding der Unmöglichkeit sind. Eine wahrhaftige Kopfschuß-Alternative, nichts anderes. Als wären beim Russischroulette viel zu viele Kugeln noch in der Trommel geblieben, daß man besser nicht doch einmal kurz abdrückt. Um zu bemerken: das war nicht mal EIns-zu-sechs-Wahrscheinlichkeit. Eine höhere Wahrscheinlichkeit, die hat dich erwischt. Bei der ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit, daß da alles an Elend das Maß übersteigt, hat man sich erst was mit DENEN gebacken. Gewiß das, das man sich nur alles an Dreck bei IHNEN vorstellen kann. Den allergrößten vorstellbaren Dreck. Den SIE längst für einen bereithalten.

Gucke ich in die Vergangenheit, würde ich da, unter diesen gegenwärtigen Voraussetzungen, lieber mit einem wie Oskar Maria Graf die Schiffsreise über den großen Teich antreten. Aller Derb- und Grobheit Grafs zum Trotz, wie der einem vielleicht nebenher ankommen konnte. Lieber bei dem, mit dem an der Seite, als irgendwo sonstwo "heimatlich" geblieben, an Orten und Plätzen, wo im Laufe jener Ära nichts mehr so war, wie es sein sollte.

In so einer "Heimat" noch zu bleiben, wie DIE hier schon mal für Leute "Heimat" war. Eine "Heimat", zu der man eigentlich nur eins sagen könnte: wenn, dann ist man in sie hineingeboren worden. Sonst hatte sie ehedem so nach einer Machtübernahme, nach einem "Ermächtigungsgesetz" nichts Heimatliches mehr. Außer daß man noch zu einer Sprache fähig war.

Das einzige an Heimat, bei der Betrachtung von Figuren aus dem Gestern, daß da noch die Deutschsprachigkeit wäre. Daß man jene Typen als Deutscher weiterhin verstehen konnte, derartiges bis in die Gegenwartstage hinein kann. Weil hier ja dieselbe Sprache gesprochen wurde. Ist eben so, daß man als Deutschsprachiger einen Deutschsprachigen noch eher versteht, als jemanden, der mit einer anderen Sprache vor einen hintritt. Was immer einer deutscher Sprache zu einem mit der deutschen Sprache spricht, da braucht's nicht lang einen Übersetzer. All der allgemeinen anderweitigen Fremdheit zum Trotz.

Aus jener gräßlichen nationalsozialistischen Fremde kann man selbst heutzutage noch die deutschsprachigen Texte lesen, die Worte, Sätze deutsch belauschen, die dort welche dahersprachen. Bei allem sonstigen Unverständnis. Jenseits aller Befremdung, Fremdheit: einzig wegen dem mit der Sprache wird dort was mit "Heimat" getrotzt. Die Deutschsprachigkeit, die geht klar. Die bleibt ewig heimatlich. Die deutsche Sprache, aus der heraus man als Deutschsprachiger einen Bezug zu dieser Umgebung hat. Auch als so ein deutschregionaler Europäer.

Und doch, zu allem Überfluß, lauschen heutzutage, diese Jahr '18-Gegenwartswelt, viel zu viele anscheinend dem Rasenden einer Tollwut an Fremdheit, deutsche Sprachenlandschaft. Bei Typen, Personen, die allerhöchstens das noch beim "Heimat"-Begriff tun: daß sie einem in einer deutschen Sprache anreden. Mit der sie einem jedoch bestmöglich was der Lüge beibringen wollen. Den Irrweg, die Irreführung.

Bei dem, daß sie mit einem allerhöchstens eins teilen: das Deutsch. Die Deutschsprachigkeit. Ansonsten sind die das die Fremdesten des Fremden. Höchstens Befremdung, die SIE in einem hervorrufen sollten.

Mit welcher Abfälligkeit soll ich DAS und DIE hier bedenken? Damit es verstanden würde? Schon eine richtige Fragestellung.

Das, was an so Nachrichten zuletzt aus Chemnitz etwa Eindruck hinterlassen hat. Eine Frage tritt hervor. Von wegen dem Wörtchen "Quarzhandschuh".

Was ist denn bitte DAS, ein "Quarzhandschuh"?

Mit einem "Quarzhandschuh" an waren da unbestimmt zweibeinige Kreaturen, die sich vor Bürgern in Chemnitz als "Bürgerwehr" ausgaben, auf der Jagd nach Andersaussehenden, Andersdenkenden.

Was könnt dieses "Quarz" denn hier sein? Gemeint ist sicher gesplittertes Quarzkristall, das man in seiner Scharfflächigkeit, Grobheit auf einen Handschuh aufbrachte. Aber auch Glas könnte was "Quarz" genannt werden, nicht?

Das Wörtchen "Quarzhandschuhe", das kannte ich vorher nicht. Noch nie sind mir "Quarzhandschuhe" untergekommen. Hatte nie die kleinste Idee von "Quarzhandschuhen", mit denen mir wahrscheinlich Probleme anfangen könnten, wenn ich sie mir über die Finger streifen möchte.

Spitze, scharfflächige, grobkörnige Splitterhandschuhe. Von "Quarz". Die sicherlich bösere Verletzungen bei einem hervorrufen sollen, kriegt man damit einen Schlag, Hieb ab.

Mit "Quarzhandschuhen" an den Händenn verfolgten da gewisse Personen Menschen mit anderer Hautfarbe, einem allgemein anderen Aussehen. Einige mit "Quarzhandschuhen" an ... In einer Region, in der so was wie das Gegenwärtige schon aus den Tagen der alten "DDR" nichts Ungewöhnliches ist. Weil sich dergleichen in der "DDR" häufte. Die alte "DDR" hatte ein irres, überbordendes Faschistenproblem. Lediglich unter den Teppich gekehrt. Deswegen nicht recht angesehen.Selbst nach dem Ende der "DDR" blieb es dort: unter den Teppich gekehrt.

 

 

 

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