Einer heißt sich "Nationalist", schreit damit aber groß in die Welt raus
Scheinbar war wieder so ein Wahlkampf in den Vereinigten Staaten von Amerika. An mir beinahe vorbeigegangen. Eine "Repräsentantenhaus-" und "Senats"-Wahl.
Da kam es zu manchen Blüten. Und Leute, Volk kriegte auch was erzählt. Als wäre da Volk längst soweit, was auch wirklich hören zu dürfen, so betäubt wäre es bereits. Regelrecht ein deutscher Jahr '33-Faktor, als da in Deutschland noch für ein kleines Weilchen "Weimarer Republik" war, was sich nach dem Wahlentscheid-Abend im Jahr '33 bald änderte. Auch damals hörten "Weimarer" einiges auf den Wahlkampfreden, ohne im Tran noch allzuviel an und bei sich zu merken.
Unter anderem redete so ein Mann, der der Jahr '17-US-Präsident ist, auf einer Wahlkampfveranstaltung vor so möglichen Wählern, möglicherweise Anhängerschaft, Und er sprach von sich auf Amerikanisch als "Näschonälist". Als einen "Nationalisten" bezeichnete er sich, ließ das in der Weise körnig raus. Redete ungefähr dazu nebenher erklärend, er wüßte, was das eine Wort einem jedem mitteile. Trotzdem wäre er denn das nun mal: "I'm a nationalist."
Also, was ich meine: Wenn man Kleinigkeiten gesagt kriegt, daß einem echt was mitgeteilt wird, was man einem früher vielleicht nicht so mitteilen hätten können. Dann ... Dann könnt man zwar was hören und begreifen, wird es einem dahergeredet. Nur, so was scheint hier kaum noch oder nicht mehr das Fall zu sein, daß man noch was vernimmt und die Tragweite des Vernommenen begreift. Fast wie was bei den "Weimarer Republik"-Deutschen, die ziemlich schwerhörig wurden. Manches kriegten sie in der "Weimarer Republik" bisweilen auf die Ohren, sogar lautstark dahergeschrien wurde es, aber trotzdem war manch Volk längst wie taub geworden und blieb trotzalledem bei der Stange und der Möglichkeit der Wahlkreuze - für DIE, DIE einen.
Da scheint es, daß eine weitere Hemmung bei einem in den USA fiel. Wenn einer das für möglich hält, jedermann im Saal freiweg von Dingen Mitteilung machen zu können. Als ein Mitglied der "Republikaner", was er denn darüberhinaus auch wäre: ein ganz uraltprofaner "Nationalist".
Schon ein Problem, wenn da einer schon so offenkundig so was auf sich bezogen daherspricht. Ohne daß es Schaden bei ihm anrichtet, daß Wahlkreuze ihm fehlen. Insbesondere bei denen einer mehrheitlich weißen Wählerschaft, eine Gruppierung, Bevölkerungsschicht, die in eine gewisse Furcht versetzt ist. Ängste sitzen der im Nacken sitzen, Verlustängste.
Rein von der Zahl her ist es im Jahr 2044 möglich, daß die mit weißer Hautfarbe in die Minderheit geraten. Damit daß andere mehr geworden sind, daß die "Weißen" so das verlieren, was sie früher noch an Orientierung für andere Minderheiten wie "Schwarze", "Latinos" sein konnten. Bis hin zu jener exklusiven Weiß- und Schwarz- und so was Rassentrennung. Ganz so viele sind ihrer dann zukünftig nicht mehr, so weißhäutig.
Einer denkt demnach, da was lange auf Amerikanisch unbeschadet informieren zu können, was auch heißen könnte, daß ... Dann muß man sich womöglich bald wirklich Sorgen um die Demokratie in den Vereinigten Staaten machen.
Daß dort in den Nordamerikastaaten ein schleichender Prozeß, der in Gang gesetzt worden ist, langsam, aber sicher Wirkung zeigt. Fast so was wie eine Erosion. Von der man erst mit der Zeit was mitkriegt. Etwas, das selbst noch in ganz was anderem für den Nordamerikaner gipfeln könnte: in einer Autokratie. Selbst in den Vereinigten Staaten nichts Unmögliches.
Einen, der gerne "Dekrete" unterschreibt, haben die Nordamerikaner mit dem Jahr '17-Präsidenten in jedem Fall an der Macht. Vor allem wegen dem, dem Dekrete-Verfassen, wollte er liebend gerne US-Präsident werden, hat der eine ja auch schon mal verlauten lassen. Am Präidenten-"Job", daß er vor allem eins liebe, schätze: das mit den Dekreten. Und so ein Dekrete-Verfasser, der am liebsten ständig überall durchregieren würde, der hat denn auch das in der Hinterhand: daß er gerne das aus dem Weg geräumt hätte, was ihn am Durchregieren hindert. So diese Institutionen, wie es beispielsweise der "Kongreß", der "Senat" sind. Um diese Mehrheiten in Kongreß und Senat, die sich weiter abzusichern, wegen dem führte man soeben, Jahr '18-Gegenwart, schließlich einen skrupellosen Wahlkampf.
Sichtlich, daß man in dem noch viel weniger Skrupel an den Tag legte, wie im letzten, der dem einen und den "Republikanern" als Partei die Präsidentschaft einbrachte.
"Build that wall! Build that wall!" Das war im Jahr '16-Wahlkampf ein Geschrei. Etwas, was man Leuten vorsang, daß sie in den Gesang miteinstimmen sollten.
Und es echote auch, was Antwort-Geschrei aus vielen Kehlen.
Und jetzt spricht er offen von sich als "Nationalisten". Von was eines "Nationalisten". Selbst der Jahr '17-Präsident hatte das Ausgezehrte des Wortes im Bewußtsein, erläuterte deswegen der Menge von der Wahlkanzel runter überraschend dies und das.
So richtig kennen die US-Amerikaner so einen denn eigentlich gar nicht. Wie so die Leute in Europa was des überzogenen Nationalismus mit dieser Art vorgestriger Einzelstaatlichkeit mit allem Pipapo lange nirgends mehr größer gesehen haben.
Nationalisten, geradezu welche die Zäune errichten. Höchste Grenzzäune haben sie im Sinn. Aber dann, ob man dann bei Lust und Gelegenheit auch hinter diesem Grenzzaun bleibt, der mächtig hoch ist und zusätzlich vielköpfig bewacht wird, das ist die andere Frage. Oder ob man sich was offengelassen hat, von dem aus man jederzeit immer von hinter dem Zaun vorkommen könnte, um auf ein anderes Gelände rüberzumachen.
Sieht einer das Späßchen? Wenn das nicht auch fast was Lustiges ist, hier.
"Wir baun diese Mauer! Wir baun diese Mauer! Wir baun diese Mauer!" Und es wurde Echo gewährt, Nachhall gegeben.
Keine Mauern einreißen, eine Mauer errichten. Bloß .... Wer bleibt schon immer hinter Grenzen, Mauern, Zäunen, so hoch sie auch sind? Von altersher kann man das alles doch in beste Sicht kriegen, wie das alles ungefähr immer war: bei all den Grenzen. Massenweise Waffenträger, die sie bewachten. Und, der Witz, wie viele Drogen es trotzdem in den einzelnen Ländern gab. Ein toller Drogenkrieg, der immer im Gang war. Und dann, dann kam man wie wahnsinnig von hinter der toll bewachten Grenze hervorgekracht.
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