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Blog von TeddeMehr

Wer was "inSicht" hat kriegt "Einsicht"

10. Dezember 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Wie heißt da die Sonde, die da nun seit ein paar Tagen auf dem Mars gelandet ist, "InSight"?

Was "Einsicht", oder was? Gemeint, die Sicht, der Blick auf die Marsoberfläche? Daß man da vielleicht was "einsehen" könnte? Oder wen oder was "sieht" man "ein"? Zu welcher Einsicht könnt man denn gelangen?

Daß der Mars ein wüster Planet ist? Eine "verwüstete" Welt?

Fürchterlich rostig und lebensfeindlich, das ist der Planet Mars, nicht wahr? Höchstens mal vor vielen, vielen Äonen, daß da was anders gewesen sein könnte. Bloß, der Mars ist wie die Erde, er braucht was eigentlich nicht, er kann auch so. Wie am Mars gegenwärtig. In der Gegenwart ohne allzu viel Atmospäre, Pipapo, der Mars, obwohl er sich wie "Terra" in dem, nach Wissenschaftlermeinung", abgegrenzten, Leben ermöglichenden Streifen in Sonnennähe befindet.

Amüsant im Augenblick, so Dezember des Jahres '18 nach dem Millenium, daß da so Wissenschaftler sich vernehmen lassen, daß sie auf einer Tonaufnahme vom Mars was "Meeresrauschen" gehört haben wollen.

Meeresrauschen!

"Grummeln" und "Meeresrauschen" am Ton einer Meldung, die die Sonde "InSight" nach dem Erdplaneten, dem "blauen Planeten", versandte.

Ein "Grummeln", ein "Meeresbrüllen", komisch was einer Meeresbrandung, wo weit und breit nichts ist, das auf den übermittelten Bildern irgendwie nach Wasser aussieht. Vielmehr nach Wüstenlandschaft bei einem stetig tosenden Wind.

Weit und breit nichts anderes als langweilige Wüstenperspektive. Bei im Rund zu gewahrenden über den Marserdboden verteilte größeren, kleineren Gesteinbrocken. Die kantig wirken. Auf Kante geschliffen von dem stetigen Windaufkommen.

"InSight" - "inSicht", "imBlick". In den Blick kriegt man die Marsfläche. Und sie wirkt regelrecht um ein vielfaches langweiliger als das Ganze des anderen Marsfahrzeuges, als das noch seine Fotoaufnahmen und alles, ab und zu auch als Rundumbild, übermittelte, daß das auch eine "Einsicht" ist. Schrecklich gähnt derselbe Horizont.

Man denkt also, als wer mit menschlichen Gehörgängen, an was Wasserrauschen, bei einem unablässigem Windgebläse, daß man an die "Moby Dick"-Szene denken kann. Als da Kapitän Ahab sich in den Harpunenschnüren verfangen hatte. Eher tot, der besessene Mistkerl. Aber beim Auf- und Abtauchen des großen Wals kommt es den Männern in den Schaluppen vor, Kapitän Ahab, er würde ihnen zuwinken. Dann ist einem Harpunisten "Moby Dick" auch nichts weiter als ein Fisch. Woraufhin man das mit der Waljagd fortsetzt. Mit bekanntem bitteren Ausgang.

Ich meine, was "Meeresrauschen" möcht man belauschen? Dort, wo nichts ist als die Weite einer wüsten, steinigen Fläche bei Dauerwind - wenn das nichts der Szene aus "Moby Dick" beinhaltet?

Als hätte der staubtrockene Wüstenplanet Mars viel was mit was einer lebensbejahenden Wasserfläche zu schaffen.

Und man hat schon so seltsames Glänze-, Glimmerzeug am Boden entdeckt, das nach was Unbestimmtem aussehen soll, daß man es mal genauer untersucht haben will. Daß man darüber nachzudenken beginnen könnte, was wohl von dem am Erdboden der Gegenwart mit seinen zig menschengeschaffenen Bauwerken und dem Rest mal übrigbliebe.

So Plastik beispielsweise, das derzeit wie toll in den Weltmeeren schwimmt, wird es nicht irgendwo konserviert, daß es innerhalb von ein paar hundert Jahren zerfallen sein wird. Schließlich löst es sich im Wasser auf. Auch an Land zerfleddert es, wird nach und nach zu Mikroplastik.

Schwer zu sagen, was von den derzeitigen erdenweltweiten Fassaden in paar tausend Jahren noch so ungefähr erkennbar vorzufinden wäre. Nochgerade in einigen unendlichen Äonen. Daß man darin noch was künstlich Geschaffenes entdecken könnte.

Und am Mars, da plärrt man von Rostigkeit allüberall. Und rostet da was ohne Unterlaß dahin, selbst wenn Dinge lange verrostet sind, dann muß man wirklich sehr, sehr tief graben, noch was des Ursprünglichen aus den Ewigkeiten von Vorvorgestern zu entdecken. Daß was noch zufällig so ungefähr dran erinnert, wie es damals mal beizeiten ausgesehen hat.

Der Mars, demnach was für den Archäologen. Den Bodenbuddler mit Wissenschaftshintergrund. Für jemanden, der die Herausforderung unwirtlichster Orte liebt.

Nichts Großartiges, das einem auf den Fotos bisher gezeigt wird, daß man in Begeisterungsstürme ausbrechen müßte. Wüste und schlimme Lebensbedingungen kann man auch auf Erde finden, wenn man sie sucht. Nichts am Mars droben zu erkennen, außer, daß wo der Boden flach ist, das Gebirge da längst abgetragen, in tausenderlei Bröckchen verwandelt. Von anhaltenden Windstößen. So Sandstürme soll es am Mars darüberhinaus geben.

Der Mars, eine Welt für die Grabemeister mit den Bohranlagen, die Höhlengänger, werden Höhlungen wo verortet. Nach unten drunter unter der Oberfläche, da kann man sich am Mars oben eventuell eingraben. Für seine vielen Stockwerke mit überlebensnotwendiger Atmosphäre. Ansonsten darf man den Marsboden getrost vergessen. Bei tödlichen Minustemperaturen und relativer Atmosphärenfreiheit, ist er nicht zu betreten. Wenigstens nicht, solange die Marsatmosphäre nicht umgekippt ist.

 

 

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