1. Teil: 6.3
Was sollte das, sich zu wünschen, auf der Stelle einen Willy abzuknallen?
Irgendeinen Willy zu erschießen oder Marga, die Barfrau - war das etwas?
Den einen Willy der Willys niederzuschießen, darum drehte sich andererseits alles bei Jo, den Revolvermann. Deswegen war er eigentlich in der Willy-Stadt Pain Way, in der es momentan nicht sonderlich gut für Jo, den Revolvermann, stand. Jo, der Revolvermann, der hinter dem Willys Welcome nicht mehr von der Stelle kam.
Was wollte Jo, der Revolvermann, auf Marga, die Barfrau, schießen? Eigentlich war Marga, die Barfrau, uninteressant für Jo, den Revolvermann. Andererseits kannten Jo, der Revolvermann, und Marga, die Barfrau, sich. Einander hatten sie schon das eine oder andere versprochen.
Der, um den es sich für Jo, den Revolvermann, tatsächlich drehte, war der eine Willy. Der eine Willy der Willys.
Den Willy der Willys mit einer Kugel zwischen den Augen zu erwischen, das wäre es gewesen. Hätte Jo, der Revolvermann, allem Genüge getan. Seinen Rachegelüsten. Allem wäre ausgeholfen gewesen. Durch das Ableben des einen Willys der Willys hätte Jo, der Revolvermann, sich, endlich jenes Kopfgeld verdient. Die Golddollars, die die Ostleute Jo, dem Revolvermann, aushändigten, Jo, der Revolvermann, der im Ruf stand, ein verläßlicher Mann zu sein.
Bloß, es sah ganz anders aus. Bisher war auf Jo, dem Revolvermann, kein Verlaß. Bei Jo, dem Revolvermann, Verläßlichkeit zu wähnen, das war ein Fehler von denen aus dem Osten.
Mußte Jo, der Revolvermann, dauernd vor sich zugeben, wie sehr die aus dem Osten sich in Jo, dem Revolvermann, irrten.
Ewige Zeiten hatte Jo, der Revolvermann, gar nichts unternommen, sich sein Gold zu verdienen. Was den Willy der Willys anbetraf, war Jo, der Revolvermann, in der Gegend herumgeritten. Überall dort war Jo, der Revolvermann, wo kein Willy war. Die schweren Golddollars, die hatte Jo, der Revolvermann, für Pokerspiele und unwichtige Damen ausgegeben, von denen keine einzige die Klasse Margas, der Barfrau, hatte.
Alles hatte Jo, der Revolvermann, unternommen, statt auf Susan dorthin zu reiten, wo, wie zu vernehmen war, der eine Willy der Willys herumtrieb. Zusammen mit Marga,der Barfrau. Marga, der Barfrau, die diejenige an der Seite des einen Willys blieb.
Und jetzt gaukelte es Jo, dem Revolvermann, vor, daß, wenn er auf Marga, die Barfrau, schoß, daß das genauso viel wert sein sollte, als wenn er sich mit dem Willy der Willys duellierte.
Obwohl Marga, die Barfrau, vollkommen uninteressant war. Trotz der Beziehung, die Jo, der Revolvermann, mal mit Marga, der Barfrau, hatte.
Andererseits, wäre Marga, die Barfrau, nicht gewesen - wäre der eine Willy der Willys für Jo, dem Revolvermann, genauso wie jeder andere auch gewesen, hinter dem Jo, der Revolvermann, hergeritten kam, sich die Prise zu verdienen, das Kopfgeld.
Nur wegen Marga, der Barfrau, war das mit dem Willy der Willys eine komische Geschichte für Jo, dem Revolvermann. Angesichts von Marga, der Barfrau, hatte Jo, der Revolvermann, es nicht nur mit irgendwelchen Willys zu tun, sondern mit dem Willy der Willys, der mit Marga, der Barfrau, auf der Reise war.
Marga, die Treulose, die nicht dort bleiben hatte wollen, wo Jo, der Revolvermann, wußte, daß sie sich aufhielt. Gewartet hatte Marga, die Barfrau, dann nicht länger auf die Ankunft Jo's, des Revolvermannes. Marga, die Barfrau, sie traf den Entschluß, das Hotel verließ, in dem sie immer zu finden gewesen war.
Aus der einen Stadt, daß Marga, die Barfrau, fortreiste, von der Jo, der Revolvermann, wußte, sie wäre in ihr anzutreffen. Ab dem Moment, daß Marga, die Barfrau, Jo, den Revolvermann, nicht länger erwartete. Marga, die Ungetreue, die sich statt dessen mit dem einen Willy der Willys traf. Der eine Willy, der Marga, der Barfrau, dies und das einflüsterte und sie in die nächste Willy-Stadt verbrachte.
Was Jo, den Revolvermann, anbetraf, war das tatsächlich nützlich für den Willy der Willys, daß sich Marga, die Barfrau, bei ihm befand. Daß er mit Marga, der Barfrau, verkehrte. Denn Jo, der Revolvermann, mied die Orte lange, von denen ihm gesagt wurde war, daß der Willy der Willys sich mit Marga, der Barfrau, dort aufhielt.
Sich mit dem einen Willy der Willys zu duellieren, währenddessen Marga, die Barfrau, dem Geschehen zusah, der Gedanke mißfiel Jo, dem Revolvermann. Als brächte das ihm kein Glück, wenn Marga, die Barfrau, allem zuschaute.
Irgendwie konnte Jo, der Revolvermann, Susan, dem Wallach, nie die Sporen geben, wo hineinzureiten, wenn er wußte, daß Marga, die Barfrau, und der Willy der Willys miteinander anzutreffen waren.
Am Ende kam es bei Jo, dem Revolvermann, so weit, daß er selbst die einfachen Willys mied.
Nicht zu begreifen. Mit dem alten Jo, der Revolvermann, hatte das nichts zu schaffen.
Für Jo, den Revolvermann, fing diese Misere damit an, daß Marga, die Barfrau, und der Willy der Willys zusammengefunden hatten. Ab da, daß Jo, der Revolvermann, auf Susan, dem Wallach, manche Umwege ritt, nur um Marga, die Barfrau, und den Willy der Willys nicht gemeinsam anzutreffen.
Und trotzdem sollte es eine Entscheidung geben: in der Willy-Stadt Pain City. Nur, es war Jo, der Revolvermann, den die Kugeln aus dem Revolver des einen Willys trafen. Um Jo, dem Revolvermann, herum wurde die Welt schwarz.
Bloß, Jo, der Revolvermann, es wurde für ihn auch wieder hell.
Irgendwer hatte kein Interesse, daß Jo, der Revolvermann, starb. Jo, der Revolvermann, er wurde zu der Farm eines Quacksalbers verbracht.
Alles überstand Jo, der Revolvermann, er blinzelte neu ins Licht.
Die Farmersfrau peppelte ihn auf. Aus Dankbarkeit konnte Jo, der Revolvermann, ihr am Ende noch die letzten Golddollars aus seinem Besitz in ein Körbchen legen, ehe er sich seinen Revolvergurt anlegte, sich zu Susan, dem Wallach, hinbegab, der im Pferdestall des Farmers wartete.
Unterwegs auf seinem Ritt, daß Jo, der Revolvermann, das eine oder andere an Neuigkeiten von Marga, der Barfrau, und dem Willy der Willys erfuhr. Marga, die Barfrau, und der eine Willy, beide hatten Pain City verlassen, um nach Pain Way weiterzureisen, Pain Way, eine Örtlichkeit des Glücksspiels und der Hurerei, in der Marga, die Barfrau, die Puppen tanzen ließ, Europäerinnen. Engländerinnen, Fräuleins aus Paris.
Zorn, daß sich in Jo, dem Revolvermann, aufbaute. Links und rechts faßte er nach den Griffen seiner Sechsschüsser. Während sich bei ihm im Rund nicht das geringste regte.
Halb zog Jo, der Revolvermann, seine beiden Revolver aus ihren Lederholstern, um zur Salzsäule zu erstarren. Marga, der Barfrau, sie wirkte, die Revolverläufe anstarrend, die auf sie zielten, erschrocken.
Das begriff Jo, der Revolvermann, unvermittelt, was das war, das Marga in Schrecken versetzte. Verfestigter, stofflicher wirkte sie, die mit gerunztelter Stirn und geschürzten Lippen großäugig starrte.
Als erwarte sie jeden Moment, daß Jo, der Revolvermann, abdrücke und die Bleikugeln aus den Revolvern ihr in den Leib drangen.
Fassen wollte Jo, der Revolvermann, es nicht, Marga, die Barfrau, sie taumelte vor Angst. So sehr fürchtete sich vor den Schüssen aus den Läufen der Sechsschüsser, mit denen Jo, der Revolvermann, auf sie zielte, einer, von dem es hieß, daß er sein Ziel kaum je verfehlte.
Bloß, Jo, der Revolvermann, er betätigte den Abzug nicht. Kein Schuß verließ einen seiner Revolver.
Zwar wäre jede einzelne der zwölf Bleikugeln gut genug für Marga, die Barfrau. Nur, die Angst in den Augen Margas, der Barfrau, zu erkennen, das war besser als alles andere. Das, daß Marga, die Barfrau, als sie merkte, daß sie ihre körperliche Gestalt wiederhatte, die Einschläge der Geschosse in sich fürchtete.
Das deutete Jo, der Revolvermann, an, daß er schoß. Richtiggehend labte er sich an der Ängstlichkeit Margas, der Barfrau. Marga, die Barfrau, die eine, die im Heute mit dem Willy der Willys zugange war.
Nicht, daß Marga, die Barfrau, darauf warten hatte können, bis Jo, der Revolvermann, das nächstemal bei ihr in der altvertrauten Stadt in dem einen Hotel vorbeischaute, in dem sie Dauergast war. Dazu entschloß, den Versprechungen des einen Willys Glauben zu schenken.
Zwar hätte Marga, die Barfrau, eine Kugel genau zwischen die Augen verdient gehabt. Es kostete Jo, dem Revolvermann, auch einiges an Mühe, nicht doch abzudrücken. Sobald das Einrastgeräusch der Revolverhähne zu vernehmen war.
Dann schien Marga, die Barfrau, unvermittelt seltsam erleichtert. Daß Jo, der Revolvermann, wieder schärfer nach ihr hingucken mußte.
Warum Marga, die Barfrau, Erleichterung empfand, war Jo, dem Revolvermann, erst klar, als er begriff, daß er aufs neue durch Marga, die Barfrau, hindurchsehen konnte.
Eigentlich verstand Jo, der Revolvermann, das nicht, daß das Marga, die Barfrau, sich deswegen erleichtert fühlte. In die Durchsichtigkeit zurückzufinden, das hatte am Ende was zu bedeuten.
Das hieß eine Kleinigkeit für jemand, wenn der eigene Körper an weltlicher Manifestation einbüßte.
Marga, die Barfrau, jene Ungetreue, Elende. Die, in dem blendend weißen Laken.
Entweder ein Hochzeitskleid. Wenn es nicht doch ein knöchellanges Totengewand war.
Bei einer nur halbdurchsichtigen Kreatur war das eher das Kleid einer Toten.
Brusthügel konnte Jo, der Revolvermann, an dem Kleidungsstück Margas, der Barfrau erkennen.
Nichtsdestotrotz was Unschuldiges, das weißfarbene Laken. Nochgerade an einer wie Marga, der Barfrau, die üblicherweise in Rot oder Purpur anzutreffen war. Oftz viel zu tief, der Ausschnitt des knielangen Tänzerinnengewands.
Alles andere als eine mit ihren Reizen geizende Person, Marga, die Barfrau. Marga, die Barfrau, eine Sängerin, Cancan-Tänzerin. Die Beine, die spreizte Marga, die Barfrau, gerne weit auseinander.