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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 7.3

31. März 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

An Ort und Stelle verweilte Jo, der Revolvermann. Er rührte sich nicht vom Fleck.

Er wollte nicht einfach im Laufschritt davoneilen. Auch wenn er das sofort gekonnt hätte.

Marga, die Barfrau, sie war doch seine Marga.

Marga, sie war außerdem wieder zu erkennen. Sogar ziemlich deutlich war Marga, die Barfrau. Richtiggehend am Wiederkehren war Marga, als hätte sie demnächst ihre frühere Körperlichkeit zurück.

Fast, als könnte es bald passieren, daß es für Marga mit ihrer Herumschweberei vorüber war. Daß sie unten am Staubboden landete.

 

Augenblicklich wollte Jo, der Revolvermann, auf Marga zuspringen, sobald sie im Staub dahockte. Das wäre es gewesen, nach Margas Hand zu greifen, Marga in die Höhe zu ziehen. Dann wäre der böse Zauber, der auf Marga wirkte, sie durchsichtig werden ließ, in einem Moment zerrissen gewesen.

Das, sich ohne Marga von dem Hinterhof des Willys Welcome fortzubegeben, das war überhaupt nicht notwendig. Wenn sich das fortsetzte, das, daß Marga doch noch der Welt wiederkehrte. Dann mußte Jo, der Revolvermann, nicht ohne Marga verschwinden. Wenn schon kein Willy mehr weit und breit bei Marga, der Barfrau,war. Alle Willys, das hieß, daß auch der eine Willy der Willys nicht länger war.

Ohne Marga sich davonzustehlen - das wollte es für Jo, den Revolvermann, nicht sein. Marga, sie war schließlich der Preis, der Preis für den Sieger. Wenn Jo, der Revolvermann, der einzige war, der noch übrigblieb, war Jo, der Revolvermann, der Sieger, der mit Marga reden konnte. Und das alles, ohne einen einzigen Schuß abgegeben zu haben. Was bei Marga auch kein Nachteil war, daß er für nichts, was den einen Willy der Willys geschah, die Verantwortung trug. Obwohl er Jo, der Revolvermann, war, der in die Willy-Stadt gekommen war, dem einen Willy gegenüberzutreten, ihn zu einem Duell herauszufordern.

 

Außerdem war das gut für Jo, der Revolvermann, wenn Marga, die Barfrau, mit ihm mitkam. Marga, die Barfrau, die der Welt berichten konnte, daß es die Willys nicht mehr gab. Daß das der Wahrheit entsprach, was Jo, der Revolvermann, erzählte: daß die Willys ebenso wie der eine Willy der Willys hinübergegangen waren. Keiner der Willys war mehr. Und das, ohne daß Jo, der Revolvermann, einen einzigen Schuß abgefeuert hatte. Keinen der Willys hatte Jo, der Revolvermann, ums Eck gebracht. Trotzdem hatte sich das Schicksal der Willy-Sippschaft erfüllt.

Die Ostleute konnten beruhigt sein, Jo, der Revolvermann, hatte sich in der Willy-Stadt Pain Way aufgehalten,. Auch wenn ihm in Pain Way kein einziger Willy begegnet war.

 

Ohne den Willy der Willys war Marga, die Barfrau, frei. Konnte mit jedem mitkommen, bei ihm mitreiten. Auch im Sattel Susans, des Wallachs Jo's, des Revolvermanns.

Was für Marga, der Barfrau, bis dahin gezählt hatte, das war der Willy der Willys. Ohne den einen Willy war das jedoch eine veränderte Lage. Für Marga, der Barfrau. Dann konnte Marga, die Barfrau, auch Jo, den Revolvermann, begleiten.

Ungeduldig wurde Jo, der Revolvermann. Angesichts der Bleiche, die bereits den großen Holzschuppen und die beiden kleineren Schuppenbauten verschwinden hatte lassen. Den herumliegenden grau- und schwarzfarbenen Kleidungsstücken der Kugel- und Ovalköpfe näherte die Bleiche, die in nächster Zeit wohl die gesamte Umgebung der Willy-Statt Pain Way verschluckt haben würde.

Und Jo, der Revolvermann, er blickte Marga. Marga war ziemlich deutlich, Marga, ihr winkte Jo, der Revolvermann. Nur, daß Margas Miene unbewegt, ausdruckslos blieb.

 

Nachdem Marga sich nicht zu ihm hinbegab, näherte Jo, der Revolvermann, sich ihr langsam.

Es war weiterhin nicht der rechte Augenblick. Es mußte noch ein klein wenig was geschehen, bis Marga in ihrer vollen Körperlichkeit präsent war. Dann beabsichtigte Jo, der Revolvermann, bei Marga, der Barfrau, dazusein. Der Sprung auf sie zu, der war nicht weit. Umfaßt hätte Jo, der Revolvermann, Marga längst, hätte sie ihn mit einem Wink dazu aufgefordert, sie auf die Bodenfläche herabzuziehen.

 

Dann stimmte wieder was bei Marga nicht. Gerade als Jo, der Revolvermann, unmittelbar bei ihr sich befand, daß Marga sich von ihm distanzierte. Weiter entfernt verhielt Marga näher bei der Bleiche in der Luft, ohne sich irgendwie gerührt zu haben. 

Den Kopf schüttelte Jo, der Revolvermann. Er hatte keine Ahnung, was er falsch gemacht hatte.

Marga mußte das doch bemerken, was sich ereignete. Daß Jo, der Revolvermann, sie anpacken hatte wollen, zu sich heranreißen. Das konnte sie doch nicht im Ernst meinen, in der Situation noch irgendwelche Spielchen mit Jo, dem Revolvermann, treiben zu können.

Nur noch ein kleines Stückweit hatte jene eine alles auslöschende Bleiche, dann war sie an Marga, die Barfrau, herangerückt. Dabei hätte alles so schön sein können, Marga, sie hätte an der Seite Jo's, des Revolvermannes, die Flucht ergriffen. Jetzt kam Jo, der Revolvermann, kaum mehr an sie heran, ohne ...

 

 

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