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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 10.3

8. Juni 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Jo, der Revolvermann, dachte darüber nach, von Susan, seinem Wallach, abzusteigen. Um bei Marga, der Barfrau, Aufstellung zu nehmen. Zu sehen, was sich als Folge ereignete. Ob Marga, die Barfrau, vor ihm zurückwich oder versuchte, davonzulaufen.

Nur, da war Frage nach der Bodenfläche. Trug die das Gewicht Jo's, des Revolvermannes? Oder wiederholte sich das, daß er, kaum daß er auf beiden Beinen unten am Boden rumstand, einsank? Während sich bei Susan, dem Wallach, nicht das geringste abspielte. Susan, der Wallach, hatte keinerlei Sorgen mit dem sicheren Stand. Ob Jo, der Revolvermann, auf ihm im Sattel hockte oder nicht.

Eine unvermittelte Bewegung gab es bei Marga, der Barfrau. Die Augen, die Jo, der Revolvermann, zusammenkniff. Sonst nichts. Weiterhin, daß er keinen seiner Revolver herausriß, ob links oder rechts. Als wäre Jo, der Revolvermann, neuerdings ein Mann des Friedens. Niemand, den man fürchten müßte.

 

Von hinter Margas Rücken hatten sich zwei Hände vorgeschoben.

Behaarte Männerhände.

Fingerspitzen tasteten, glitten den Hals Margas, der Barfrau, hinauf und herunter. Zwei Fingerbreit beklopften Marga, der Barfrau, den Kehlkopf. Daß es spaßig aussah. Überdies durfte da irgendwer was.

Die eine Runde hatte ihre Fortsetzung, Zum tiefen Ausschnitt von Margas Hochzeitkleid wanderten die Fingerkuppen herab. Unter den Stoff, daß Finger sich schob. Eine zärtliche Streichelbewegung. Von einer Seite zur anderen und zurück, an beiden Brüsten .

 

Unerfreulich schien Marga, die Barfrau, das Geschehen an und bei sich nicht zu finden.

Nicht das bißchen fiel Marga, der Barfrau, das ein, sich gegen irgendwas dieses Spaßes wehren zu wollen. Empörung zeigte sich nicht auf dem Gesicht Margas, der Barfrau. Fortzuspringen von dem Spaßmacher, das kam Marga, der Barfrau, nicht in den Sinnzu. Im Angesicht Jo's, des Revolvermannes, der dem Treiben zusah, alles ganz genau beobachtete. Jo, der Revolvermann, der je sechs Patronen in den Trommeln seiner Revolver hatte. Obwohl Jo, dem Revolvermann, auch ein einziger Schuß reichen konnte. Einmal kurz seitlich gewandt, Marga, die Barfrau, war das ein Momentchen, der gereicht hätte. Zog Jo, der Revolvermann, blitzschnell. Den Metallhahn mit dem Daumen zurückgezogen und abgedrückt. Daß Jo, der Revolvermann, das Ziel verfehlte, das war ausgeschlossen.

Die Hände walgten die Brusthügel Margas, der Barfrau, klatschten mehrere Male auf die nackte Haut.

Das einzige, was bis dato fehlte, war, daß an den Ärmeln gezerrt wurde, der Kleiderstoff noch tiefer herunterschoben. Was die Brüste Margas, der Barfrau, in vollem Umfang zum Vorschein gebracht hätte.

 

Ein paar Kleinigkeiten waren Jo, dem Revolvermann, zwischendurch entgangen. Daß eine zweite Gestalt gebückt oder in Hockposition hinter dem Rücken Margas, der Barfrau, herkam, als diese zur Haustür heraustrat, davon hatte er nicht das bißchen mitbekommen. Was er nun gewahrte, das hätte er niemandem zuvor geglaubt; zeigen hätte man ihm die Tatsache müssen. Überdies hatte Marga, die Barfrau, sich zur Holztür umgewandt, die Tür rasch hinter sich zurgemacht. Eben, als wolle sie nicht, daß wer hinter ihr herkam. Jemand, dessen Erscheinen Jo, der Revolvermann, verkehrt auffassen hätte können.

So hatte Marga, die Barfrau, Jo, den Revolvermann, getäuscht. Oder Jo, der Revolvermann, sich von ihr täuschen lassen.

Traurig blinzelte Jo, der Revolvermann, nach Marga, der Barfrau, hin, die ohne Unterlaß befummelt wurde.

Es war alles nicht zu fassen. Als wäre das nicht Jo, der Revolvermann, der sich dem unbesorgten Treiben gegenüber befand.

Einen Blattschuß, den Jo, der Revolvermann, jedermann verpassen konnte. Oder hatte sich daran etwas geändert?

 

Jo, der Revolvermann, verharrte regungslos an Ort und Stelle, hatte lediglich seine Rechte ein wenig näher an seinem Sechsschüsser im rechten Lederholster.

Die haarigen Hände betatschten Marga, die Barfrau, hemmungslos. Regelrecht wie Teil hergeknetet wurden die Brüste Margas, der Barfrau. Daß es sehr verwunderlich war, daß der der Stoff des Hochzeitskleides an Ort und Stelle blieb, wenn die Finger darunter hervorglitten, sich hochschoben, zur Halspartie, am Kehlkopf tippten und zum Kinn und zu den Lippen hinaufmachten. Marga, die Barfrau, öffnete ihren Mund, um die Schmierfinger, die aussahen, als wäre mit ihnen jüngst Buddelarbeit erledigt worden, zu liebkosen.

Schwer die Frage, wann mit dem Späßchen Schluß war. Überdies: Wann verlor Jo, der Revolvermann, die Geduld? Oder war das der Witz? Wegen dem Jo, der Revolvermann, keines seiner Schießeisen herausriß.

Wartete Jo, der Revolvermann, darauf, daß sich derjenige im Rücken Margas, der Barfrau, zur vollen Körpergröße aufrichtete?

Es muße schließlich so sein, daß sich hier wer Jo, dem Revolvermann, mal präsentieren wollte. Übers ganze Gesicht grinsend.

 

 

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