Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

1. Teil: 12.5

31. August 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Jo, der Revolvermann, er war wieder am Reiten.

Und das Bühnenbild, in dem rJo, der Revolvermann, sich im Sattel am Rücken Susans, des Wallachs, entdeckte, an dem war nicht viel zu begreifen.

Vorhin hatte er hingestarrt, hatte alles ungläubig zur Kenntnis genommen, augenblicklich das Gesicht abgewandt.

Jetzt wiederholte Jo, der Revolvermann, der auf Susan, dem Wallach, im Sattel saß, das, möglichst beiläufig nach der Seite zu blicken, seine reitenden Begleiter nochmals ins Auge zu fassen.

 

Nicht glauben wollte Jo, der Revolvermann, das, mit wem er zusammenritt. Und das scheinbar schon seit einem geraumen Weilchen. Eine Strecke schien man bereits zurückgelegt zu haben.

Rechter Hand von ihm hockte Marga, die Barfrau, im Ledersattel auf der Rückenpartie ihres Reittiers.

Marga, die Barfrau, sie wäre Jo, dem Revolvermann, noch einigermaßen begreiflich gewesen. Bloß, nebendran von Marga, der Barfrau, war noch jemand, mit dem Jo, der Revolvermann, bestens vertraut war: der Willy der Willys. Der Willy der Willys, hier ebenfalls mit von der Partie. Als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, das man Seite an Seite miteinander auf Gäulen vorantrabte. Und das, ohne daß irgendeiner von ihnen eine Waffen den anderen gerichtet hatte.

 

Marga, die Barfrau, und der eine Willy der Willys plazierten sich beide auf schneeweißen Schimmeln.

Es war das nicht zu fassen, wo Jo, der Revolvermann, sich bewußt wiederfand. Und mit wem er zusammen war.

Die weite Fläche, auf der dahingeritten wurde, war merkwürdig cremefarbene Wolkenwatte, durch die ab und zu durch Löcher abwärts hindurchzustarren war, auf blaue Farbe. Sicherlich blauer Himmel, wenn das eine Wolke war.

Nicht mal auf der Flucht vor irgendwas schien man zu sein. Sonst hätte man sicherlich wert darauf gelegt, die Pferde mehr anzufeuern, ihnen die Sporen zu geben.

Einigermaßen gemütlich, daß Marga, die Barfau, der Willy der Willys und Jo, der Revolvermann, ihre Gäule vorantraben ließen. Überdies wirkte alles, als wäre die Örtlichkeit, das Zusammensein zu dritt das Selbstverständlichste auf der Welt. Als gäbe es nichts anderes, vor allen Dingen keine Abgründe, die den einen vom anderen trennten.

Andererseits war Marga, die Barfrau, die eine am Platz, und zwar die in der Mitte. Zwischen Jo, dem Revolvermann, und dem Willy der Willys.

 

Nicht das bißchen, daß Jo, der Revolvermann, sich die Geschichte zusammenreimen konnte.

Für ihn gab es da nichts zu verstehen.

Was hier passiert sein könnte, daß er sich mit Marga und dem einen Willy der Willys auf einem Ritt befand, das überstieg den geistigen Horizont Jo's, des Revolvermannes.

Das letzte Moment, an das Jo, der Revolvermann, sich entsann, war auch der, daß der eine Willy ihn vor dem Farmgebäude im wahnwitzigen Irgendwo aus dem Sattel am Rücken Susans, des Wallachs, heruntergeballert hatte.

Während das mit dem im Hier und Jetzt nichts zu tun hatte. Allerdings schien ganz klar:  Bis vor kurzem mußte Jo, der Revolvermann, das noch gewußt haben, wie es zu all den augenblicklichen Begebenheiten kam. Ansonsten hätte es überhaupt nicht so weit kommen können, daß hier Jo, der Revolermann, Marga, die Barfrau, und der eine Willy der Willys dabei entdeckt werden konnte, wie sie einträchtig zusammen voranritten, irgendwohn.

 

Links und rechts gewahrte Jo, der Revolvermann, seine beiden Revolver. Über die die Lederschlaufen drübergeschoben waren. Damit diese nicht beim Auf- oder Absteigen plötzlich aus ihren Holstern rutschten.

Alles hätte Jo, der Revolvermann, demnach bei sich gehabt, alles, was für die Schießerei nötig gewesen wäre. Selbst sein Gewehr war zusammengesetzt, stak in seiner Schutzhülle an der rechten Flanke Susans, des Wallachs, am Sattel.

Nur, angesagt schien es nicht zu sein, sich mit  der eigenen Bewaffnung zu spielen. Wäre außerdem nicht unbeobachtet geblieben.

Sicherlich hätten sich Marga, die Barfrau, und der eine Willy Gedanken gemacht, hätte Jo, der Revolvermann, bei seinen Sechsschüssern die ledernen Schlaufen heruntergenommen. Um im Nu ziehen zu können.

Was nichts anderes bedeutete: Zwar hatte Jo, den Revolvermann, niemand entwaffnet. Nur, daß das lange nicht hieß, daß man sich nicht gegenseitig im Auge hatte.

 

Jo, der Revolvermann, reckte und streckte sich, woran sich keiner zu stören schien. 

An sich, daß alles gesund und munter sich anfühlte, an Jo, dem Revolvermann. Als hätte er nie Kugeln aus der Waffe des einen Willys der Willys abgekriegt.

Schwer einzuschätzen alles, für Jo, den Revolvermann. Solche Verletzungen, wie Jo, der Revolvermann, sie erlitt, brauchten auch ein Weilchen, bis sie verheilten. Was bedeutete, daß das schon länger her war, seitdem Jo, den Revolvermann, die Bleikugeln aus dem Leib geholt wurden.

Zusammenflicken ließ man Jo, den Revolvermann, demnach. Wollte nicht für das endgültige Ende Jo's, des Revolvermannes, sorgen. 

Allerhöchstens an Marga, die Barfrau, war bei der Angelegenheit zu denken, Daß Marga, die Barfrau, das veranlaßte, Jo, den Revolvermann, hochzuheben und wohin zu verbringen, wo Jo, der Revolvermann, von einem Doktor zusammengeflickt wurde.

 

War das Dankbarkeit, daß Jo, der Revolvermann, mit Marga, der Barfrau, und dem einen Willy zusammen ritt? Sie ganz friedlich begleitete?

Marga, die Barfrau, hielt ihren Schimmel ständig rechts von Jo, dem Revolvermann, während der eine Willy sein Pferd mitunter auch ein wenig zurückfallen ließ, als könnte er es nur schwer ertragen, daß Marga, die Barfrau, sich an der Seite Jo's, des Revolvermannes, aufhielt.

Bei jeder Gelegenheit lugte Jo, der Revolvermann, zu Marga, der Barfrau, hinüber. Marga, die Barfrau, die ein ausdrucksloses Gesicht präsentierte, sich nicht anmerken ließ, welchen Gedankengängen sie im Moment nachhing.

 

Auf einem kräftigen, edlen Weißschimmel, daß Marga, die Barfrau, sich plazierte.

Der weiße Schimmel des Willys der Willys wirkkte lange nicht von solcher Rasse wie der Margas, der Barfrau..

Die Lederzügel, die Marga, die Barfrau, locker in der Hand hielt, Als hätte sie ihr Leben auf einem Pferderücken zugbracht. Und nicht als Barfrau, Serviererin, Tischdame und Cancan-Tänzerin, der man Blumensträuße mit kleinen Botschaften und Geschenken in die Garderobe schicken konnte. Nicht allzu lange mußte man darauf warten, bis Marga, die Barfrau, ebenfalls eine Botschaft schickte. Mit den Worten, wann man zu ihr kommen durfte.

 

Wo immer der Ritt hinging, über Jo, dem Revolvermann, war ein fataler Gedächtnisverlust gekommen. Jo, der Revolvermann, er hatte von nicht allzuviel eine Ahnung.

Fern jedes Erinnerns hockte er im Ledersattel auf dem Rücken Susans, seines Wallachs, haute sich den Lederzügel gereizt auf den Oberschenkel.

Irgendwohin mußte allerdings zu dritt geritten werden. Einem Bestimmungsort ging es entgegen.

Der Einfall durchzuckte Jo, den Revolvermann, daß man sich vielleicht mt anderen der Willy-Bande treffen wollte. Nur, es blieb das eine Problem: Jo, der Revolvermann, hatte seine Hände frei. Und der Willy der Willys war in der unmittelbaren Umgebung Jo's, des Revolvermannes. Schließlich konnte Jo, der Revolvermann, mit seiner Bewaffnung umgehen. Zwei Revolver und ein Gewehr ...

Nichts war für Jo, den Revolvermann, auf die Reihe zu bekommen.

Auf einer Schleierwolke, daß die Pferde vorantrabten. Eine unvorstellbar abstruse Welt war das, mit der einer auch erst zurechtkommen mußte. Die Eindrücke waren zu verdauen.

 

 Das Gefühl sagte Jo, dem Revolvermann, weiter alles erst mal hinzunehmen. Abzuwarten, die Lage zu prüfen. Statt was Unbedachtes anzustellen, vielleicht sinnlos draufloszuballern.

Den einen Willy der Willys wegen nichts mit ein, zwei Schüssen aus dem Pferdesattel zu pusten, das war mit Sicherheit nichts, sich bei Marga, der Barfrau, zu einem Vorteil zu verhelfen. Schon früher hatte Marga Kerle auch fortgeschickt, obwohl diese ihr einen Strauß Blumen sandten, eine Antwort erhalten hatten und bei ihr an der Garderobentüre Einlaß begehrten.

Erst mußte sich eine passende Gelegenheit für Jo, den Revolvermann, ergeben, ziehen zu können.

Bis es so weit war, sollte Jo, der Revolvermann, Ruhe bewahren. Dazu in der Lage sein.

Zumindestens eingedenk Margas, der Barfrau. Außer, es war dem so, daß Jo, der Revolvermann, Marga, die Barfrau, sofort miterschießen wollte.

 

 

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post