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Blog von TeddeMehr

Europas "CETA"

18. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

Was man schon so aus Kanada hört, weil es in Euopa so Probleme geben könnte, "CETA" wahr werden zu lassen.

Daß die Europäer unzuverlässig wären, daß man sich fragt, mit wem die Europäer noch Handel treiben wollen, Geschäfte abwickeln, wenn sie schon mit Kanadiern keine Verträge wie so ein "Freihandelsabkommen" zustande brächten. Dieses nicht abschließen könnten. Nichts mit ihnen, Kanadiern. Wie relevant ist Europa dann noch? Hat Europa überhaupt noch irgendeine Bedeutung?

Was da für ein Tonfall an den Tag gelegt wird. Aus Richtung Kanada.

Als würde sich Europa in Luft auflösen, wenn man "CETA" mit seiner gesamten Bandbreite an Dingen, die den Europäern eher schaden als ihnen tatsächlich innereuropäisch viel nützen, unter den Tisch kehren würde.

"CETA" auch noch die Blaupause für dieses noch weitaus obskurere "ttip".

Ein Abkommen, wenn man nebenher mal was mitkriegt, was die so verhandeln, um was es da alles geht, daß man sich schon fragt: Unterhält man sich da tatsächlich über den Abbau von Handelshemmnissen, Zöllen? Oder - um was geht es da eigentlich?

Ist ja regelrechte Länderzusammenführung hier.

"Ich bin ein Amerikaner, Kanadier!" könnt ich am Schluß rufen. Obwohl ich immer ohne kanadischen, amerikanischen Paß bleibe.

Schon zu fragen: Was bin ich dann später, wenn's das gibt, das Großartige an "Freihandelsabkommen" eingeführt ist? Bin ich dann in Europa ein Bürger der USA? Nebenher auch Kanadier?

"Freihandelsabkommen" - fast wie so die Verhandlungen über die deutsche Einheit in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts?

Und keiner hat die allergeringste Ahnung davon.

Muß man doch sehen: Könnte doch möglich sein, den jammernden, nach noch mehr Gewinn lechzenden Großkonzernen ein bißchen zu einem Abbau von Zöllen und so was dergleichen zu verhelfen - ohne dieses ganze Beiwerk, das es darüberhinaus gibt. Diesem Riesenrahmen, in dem gestrickt wird.

Über alles und jedes soll hier ganz groß bestimmt werden, mit der Hilfe von "Freihandelsabkommen". Das allerkleinste Detail wird beredet.

Echt wahr: Dort und dort wollen Kanadier, Amerikaner auch noch was unternehmen?

Für mich sind das bilaterale Abkommen. Inwieweit Europa etwas seiner Autonomie beibehalten möchte. Dran rütteln läßt, was Europa selber ist. Darum geht's.

Persönlich reizt mich ja tatsächlich kaum was an der amerikanischen Demokratie. Dieser hauptsächlichen Bonzen- und Milliardärs-Demokratie.

 

 

 

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