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Blog von TeddeMehr

"Mankomania", ein Kinderspiel

2. Oktober 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei

"Mankomania", in dem Sinne ein lustiges Spiel für einen Gesellschaftsabend.

Erst hat man jede Menge als Einsatz zur Verfügung. Dann soll man anfangen, seine Besitztümer am schnellsten zu verschleudern. Wer der Schnellste ist, der hat gewonnen.

Auch damals, als der mit dem Bärtchen, der falsche "Tramp", herrschte, begann irgendwann das mit der Manko-Manie. Das große Verlierertum. Das mit dem urplötzlich raschen Abhandenkommen von dem und dem.

Alles sicher auf eine unangenehmere Weise. Die Spielwiese von demjenigen: Volkstümelei, Nationalgeraunze, Rassismus, böse Voruteile, Intoleranz, Ignoranz.

Bis hin zu einer gräßlichen Mörderfratze, die die Deutschen durch ihn aufgesetzt kriegten.

Den Deutschen, daß durch ihn ihr Reich, ihre vollständige Nation abhandenkam. Kein deutsches Regionalgebiet gab es, auf dem nicht alles eingestanden werden mußte.

Die Welt der Deutschen lag in Trümmern. Schutt und Asche. Des Deutschen Charakterisierung: am Hund. Der Deutsche, der Willkür ausgeliefert. Derjenige mit dem "Tramp"-Bärtchen, Charlie Chaplins Rolle, hat gemeint, es würde ihn das später nicht sonderlich bekümmern, würde bei den Deutschen alles vollständig den Bach runtergehen; sogar freuen würde ihn das. Für ihn waren die Deutschen unwerte Verlierer; die "Slawen" hatten gewonnen.

Am Ende hatte der große "Führer" nicht mal selber was gekämpft. Sondern mit vielen seiner Kumpane Selbstmord begangen. Profan. Gewöhnlich. Na ja, ein paar Jahre mehr war der Krieg je weitergegangen, Zeit, die er und Gleichgesinnte gewonnen hatten.

Verbrennen ließ er zuletzt seinen Leichnam. Samt Eheweib nebendran.

So was wollen welche anscheinend in Deutschland wiedersehen. Dorthin wollen sie zurück: zu solcher Umgebung.

Mit den rechten Leuten, die dorthin führen wollen. An der Hand nehmen und vorangeleiten.

Damit DIE wieder was reinzuwerfen hätten in ihr neues "Mankomania"-Spiel.

So groß sind hier anscheinend einige Gruppierungen schon wieder. Reiben sich, weil's bei den Deutschen ein wenig Streß gab, daß der Angst- und Neidbürger sich zeigte, schon wieder die Hände.

Der gemeine Bürger und sein Unmut. Allzu gerne regt man sich groß auf. Zeigt zornige Erregung. Im Zorn geben viele dem was zu, der für das nächstemal was spielen möchte. Sein nächstes "Mankomania".

Kein Kinderspiel. Sondern eins für die blutige Wirklichkeit. Wie ganz früher.

Am Ende etwa wieder für eine vielfach geteilte Region? Irre Reparationszahlungen? Daß allem und jedem da was fehlt? "Krüppel" wurden in jener früheren Epoche verachtet, in Lager gesteckt und umgebracht; zum Krüppel machte der Krieg viele.

Obwohl ursprünglich niemand "Mankomania" spielen hätte wollen, haben vielleicht bei der Rückkehr des Spaßes nicht mehr viele was. Nicht mal mehr viel Ehre. Nach einer unverlangten Charakterprüfung, wie in der Vergangenheit. Um sich am Schluß aufs neue als "mies" benennen lassen zu müssen.

Aber der Rechte mit seiner Manko-Manie hatte grinsend ein neues Spielchen.

Es dauert auch in dem Kinderspiel ein Weilchen, bis man verliert. Sogar gewinnen kann man immer wieder was. Weil man als Spieler auch Glück hat.

Bis einer doch von dem Nichts überrascht wird, das er noch hat.

Bloß, mit Spielfiguren und einem Spielbrett, wo immer man alles aufgebaut hat, ist das nur ein spaßiges Gesellschaftsspiel. Da gibt's jede Menge Gelächter in der Runde: "He, du, jetzt bist du doch der Sieger. Schau, du hast nichts mehr. Dacht, ich gewinne. Dabei hast du gewonnen. Stimmt, nichts mehr da bei dir. Ich hab auch nicht mehr viel, aber du nichts mehr."

 

 

 

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