Einem Gottgesandten widerspricht man nicht
6. November 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #allerlei
Stimmt, die Armenier mußten sich auf einen langen Marsch begeben.
Wer weiß, wohin die Kurden noch hingehen sollen. Bei guter Gelegenheit. Demnächst.
Sicher über irgendwelche Grenzen.
Vier Länder nennen Kurden-Gebiet als ihr eigenes: die Perser, die Iraker, die Syrier und die Türken.
Mit den Türken muß dabei was Besonderes sein. Denn die Türken, die führen seit Jahren teilweise richtige kriegerische Auseinandersetzungen mit den als Türken auf Kurdengebiet lebenden Kurden.
Von anderswo her hört man solches nicht so oft. Nicht aus Persien, dem Irak. Oder auch Syrien.
Dort scheint ein klein weniger anderer Umgang mit den Kurden-Stämmigen möglich zu sein. Eventuell eine größere Autonomie derer, die die Kurden-Gebiete bewohnen. Irgendso was.
Während die Türken ... Da fahren fast alle paar Monate die Panzer durch die Kurden-Region, werden kurdische "Terroristen" bekämpft.
Es herrscht überhaupt keine größere Ruhe. Wie es scheint, wünschen sich die derzeit in der Türkei Herrschenden auch keine Art von Friede mit den Kurden. Die, die immer offener dem totalitären Staat mit großem Diktator huldigen, haben jeden Friedens-Prozeß abgebrochen.
Die Erfüllung größerer kurdischer Autonomie-Wünsche: gleich Null.
Geht solch einem Personenkreis wie dem, der derzeit die Türkei beherrscht, mit einhundert Prozent gegen den Strich. Solchen, die nur eins kennen: ihre eigene Stimme, ihre Anordnungen und ihre eine Religion, zu der am besten jedermann auf der Welt zu beten hätte.
Exklusive.
Es ist das ja sogar in der eigenen Religion angelegt - die Denkrichtung: "Ungläubige" - "Gläubige". Es muß nur immer ein Gottgleicher mit einem Sendungsbewußtsein ankommen, der das religiöse Kalifat in diesem Sinne auch errichten möchte. Einer, der den Willen zur Sendung hat, bereit zu allem ist.
Der eine Kalif an der Spitze des Staates, um den sich seine Anhänger, die Anordnungen auszuführen haben, auch drängeln.
Die Anweisungen, Befehle des einen sind auszuführen. Des einzigen. Des Erwählten. Erlesenen, Gottesgesandten. Gott spricht durch ihn. Er selber ist ebenfalls anbetungswürdig.
So einem kann man natürlicherweise noch viel weniger widersprechen wie jedem ordinären weltlichen Nazi-Führer, Duce. Und bei so einem ist das mit dem Widerspruch schon schwierig.
Hatte der mit dem Bärtchen, jener, damals nicht damit begonnen, bei den Deutschen im Reich Gebetszettel verteilen zu lassen?
Mit Gebeten an IHN. Passend zu den gerahmten Bildern von IHM. Die Porträts hatte ohnehin jede Menge Volk in den Gemächern hängen. Einige sogar in jeder Kammer. Unter oder neben den Rahmenfotografien von IHM konnte man auch Zettel mit Gebeten an IHN bereitlegen. Um sie bei Gelegenheit zu Hand zu nehmen.
Ganz klar: Er wünschte sich noch weniger Widerspruch. Als lebender Gott unter den Deutschen.
Wer könnte einem Gott schon widersprechen?
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