Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

30.01.17 - Reflektion

31. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Das Wort von der "Abrißbirne", mit der der neue US-Präsident Werte zertrümmert, macht im Augenblick in der Welt die Runde.

Tatsächlich, bei diesem nordamerikanischen Präsidenten steht das Nationale vorn. Sein Motto: "Amerika zuerst". Was sich anderswo so übersetzt: "Frankreich den Franzosen", "Österreich den Österreichern" und so fort.

Das heißt deswegen aber nicht, daß das nicht weltweit gehen will. Viel auf Reisen ist das derzeit, fast auf missionarische Weise. Profanen Nationalgeist zurückzubringen, für den das Singen der Hymne bei Fußballturnieren reichen würde. Samt dem Getue dort bei manchen Leuten.

Das mit der "Mission" sieht man im Augenblick ziemlich gut an dem, der sich die Plakete "Brexit" an Revers steckt. In Sachen "Brexit", daß er viel unterwegs ist, Europaregionen und die Welt bereist. Sein besonderes Anliegen: Europa soll sich in seine Bestandteile zerlegen, damit zumindest mal in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückkehren. Wenn nicht nach weiter früher.

Das ist der Wunsch dieses einen Superreichen: die uralte Regionalität, Einzelstaatlichkeit mit fremdem Blick nach nebenan. Etwas, das im Grunde lange genug gute Gelegenheit hatte. Geradezu seit Jahrhunderten für so manches verantwortlich ist. Kriege und so weiter. Das Elend des Nationalen, anscheinend lange nicht mehr gesehen. Daß es zurückkommen müßte.

Bei diesem neuen Nordamerika-Regenten, der dauernd Dekrete unterschreibt, weil er das früher als Beobachter der Arbeit von US-Präsidenten das aufregendste an der Tätigkeit fand, sind wirklich schon Diverse zu Besuch gewesen, die in der gewöhnlichen, normalen Politik Europas nicht weit vorn sind. Größer angesehen sind sie in dem Sinne auch nicht. Eher lebt man mit ihnen wie mit einer Erkrankung.

Zwar Randnotizen, bislang, die. Nur, leider, groß im Kommen mit ihrem abgründigen Nationalgeist.

Insbesondere also der mit dem "Brexit". Den hat der Gegenwarts-Präsident während seines Wahlkampfes im Jahre '16 regelrecht hofiert. Wiederholt hat es später auch noch geheißen, daß man miteinander zum Essen geht, gegangen ist. Und das nächste, war zu erfahren: Anscheinend auch noch die besucht ihn, die eine, die die "National front" in Frankreich führt. Die, die den Pariser Präsidentenpalast schon fest im Blick hat. In der Straße des französischen Präsidentenpalastes, ein extrateurer Ort, hat sie ihre Wahlkampfzentrale aufgeschlagen. Was sicher beweist, daß bei ihr Geld keine Rolle mehr spielt. So wurde sie und ihre Partei bereits mit Geldgaben unterfüttert. Diese Dame nun, die Erste ihrer Rechtspartei, war ebenfalls bereits auf Besuch im Hochhausturm des einen, heutiger Präsident in Nordamerika. Wurde dort fotografiert, gefilmt. Wie sie da an einem Tisch hockte.

Unerkannt hätte sie beinahe bleiben können, wie die, die zwei, drei, die mit ihr um die Tischfläche herumsaßen, die wirklich niemand kannte. Nur, da waren Journalisten aus Europa, die sie erkannten. Vielleicht, daß die von den Medien sie überhaupt nicht erkennen sollten, irgendwie.

Was nichts anderes heißen kann, als daß DIE eine, eine europäische Rechtsaußen, die sich schon fast im französischen Präsidentenpalast fühlt, von dem Bestimmten, heute vereidigter US-Präsident, empfangen wurde.

Die "National front", die Partei, die man gut und gerne so sehen könnte, daß sich in ihr auch alle früheren Nazi-Kollaborateure aus der Vergangenheit sammeln könnten. Andererseits: Wenn man sich das mal überlegt, wie die Franzosen in den vierziger Jahren, als die Nazi-Herrschaft in Frankreich hinweggefegt worden war, mit Kollaborateuren umgingen. Gelyncht wurden viele. Glücklich jene, die die aufgebrachte französische Bevölkerung nur kahlrasiert, geteert und gefedert und ein bißchen verprügelt hat. Da fragt man, wenn das damals so war, warum man das heute vergessen hat.

Heutzutage scheinbar total vergessen, in der französischen Europa-Region. Wenn man sieht: Die Partei der einen, Kind des vormaligen Parteivorsitzenden, hat ziemlichen Wähler-Zulauf. Mit ihren Gegenwarts-Themen, das Altvordere mit seinem Geist nach Möglichkeit verbergend. In einem Maße, daß sie es wirklich schaffen könnte, die Präsidentin der Franzosen zu werden. Ihre Chancen sind unzweideutig groß.

Alles so, als hätte sich bei denen wegen neuen Themen und der Gegenwart viel geändert, bei den Kollaborateuren von früher. In Frankreich. Oder auch in Holland.

Die, die die Nazis ehedem als Kollaborateure eifrig begleiteten. Mithalfen, die Züge mit Reisenden zu füllen. Für die Fahrt nach Auschwitz und so weiter. Bergen-Belsen.

Und nun wird für diese demnächst das Jahr '17 nach dem Millenium in Frankreich, Holland noch zu einem Siegeszug. Könnten die aus der vergangenen Zeit, die Nachgänger von jenen, die Macht in Frankreich übernehmen, über die Holländer regieren. Um Frankreich etwa zunächst als erstes aus der EU zu führen. Wie Kräfte in Holland sich dasselbe für ihre Region wünschen.

Das war auch ein Gesicht in Konstanz, wo man sich zusammenfand. Rechtsgedrehte Regionalvertreter Hollands, Frankreichs saßen dort im Januar '17 in Konstanz in einer Halle wie bei einem Normal-Parteien-Kongreß herum. Wie Nachäffer von so Veranstaltungen anderer Leute.

Holland, Frankreich, Europaregionen, in denen manche Leute in vergangenen Tagen ziemlich gut mit den Nazis zurechtkamen. Immer mehr Franzosen, Holländer suchten zu der Zeit um die Mitgliedschaft in der SS nach. Wurden durchaus aufgenommen. Füllten da die Reihen. Größeren Aufstieg bis hinein in die Führungsriege von einigen hat eigentlich nur das Kriegsende verhindert. Obwohl manche schon ziemlich weit gekommen waren, höherrangiger wurden in der SS.

Vielleicht war das ja der ganze Zweck der ganzen Soziologie der NS-A. Mindestens die Nationen der fünfziger Jahre zurückzubringen. Das, mit dem man sich in dem Nordamerika-Laden tatsächlich beschäftigt hat. Dem, der NS-A genannt wird.

 

 

 

-----

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post