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Blog von TeddeMehr

"Alternaltive Fakten"

26. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Früher war das eine Welt der "Lüge". Als Lügner hätte man jemand bezeichnet.

Heute sieht man, ist wahrzunehmen, daß sich die Lüge immer trickreicher neue Namen gibt.

Sie nennt sich etwa "alternative Fakten". Diese "Fakten" sind eine andere Wahrnehmung.

Tja, jeder kann sich mit allem "alternative Fakten" ausdenken. Dinge, die einem nicht passen, verdrehen, für sich was hinbiegen. Oder wen oder was irgendwo sehen, wo er überhaupt nicht war. Um zu versuchen, die Präsenz glaubhaft zu machen.

Auch das ist was für die Wahl der "Wörter des Jahres": "alternative Fakten".

"Alternative Fakten" als Umschreibung für etwas, das nicht unbedingt stimmt, das man aber aus einer bestimmten Richtung gerne als Wahrheit sehen möchte. Um maßregelnd den Finger zu heben, bei der eigenen Sprachregelung dabei zu bleiben.

Dabei wird das gute, alte Wort "Lüge" quasi hinweggefegt. "Lüge" als Bezeichnung wird nicht gelten gelassen. Was die Wahrheit ist, daß man hier eben "alternative Fakten" blickt. Über die der Fragesteller nicht den Überblick hat.

Benennt einem niemand das, daß das ein "alternativer Fakt" war, eine Lüge, Falschdarstellung, bleibt das in der Welt, wiewohl es so unwahr ist wie nichts.

Weil man herrscht, möchte man einfach die Sicht auf Dinge beherrschen. Unter anderem die "Wahrheit" kontrollieren. Die "alternative Fakten" werden stehengelassen, weil die einem als Tatsachen besser in den Kram passen.

Wahnsinn: Nach Strich und Faden belogen zu werden, das stimmt nicht. Es geht hier nur darum, daß du auch einmal "alternative Fakten" erfährst.

Daß es noch andere Blickwinkel gibt, die du wahrnehmen müßtest, als die üblichen. Blickwinkel. Jetzt mußtei du schon ganz genau hinsehen, um entdecken zu können, daß es jenen und jenen Blickwinkel in dem Sinne nicht gibt. Weil er einfach in nicht Realität ist. Motto: "Mach mir die Welt, wie sie mir gefällt."

Zum Beispiel sieht der neue nordamerikanische Präsident nicht ein, daß er nur ein Wahlmänner-Präsident ist. Das Glück, das schmeichelt nicht seiner Eitelkeit. Deshalb spricht er davon, daß er eigentlich auch die absolute Mehrheit an Wahlstimmen hat. Dafür zieht er gut und gerne drei bis fünf Millionen der Stimmen der demokratischen Kandidatin ab. Als hätten da manche Leute nicht an die Wahlurnen gehen dürfen, obwohl sie eigentlich US-Amerikaner sind. Ihren US-amerikanischen Paß zum Vorzeigen erhalten hatten - daß sie bei Nachfrage als Nordamerikaner in die Wahlkabinen gelangen konnten, wählen zu dürfen. Massenweise Doppelwähler, welche, die im Namen Verstorbener gewählt hätten, zieht er in Betracht.

Vielleicht ändert sich demnächst noch einiges in den Vereinigten Staaten, werden millionenfach Nordamerika-Pässe wieder entzogen.

Auch hatte der neue US-Präsident bei seiner Amtseinführung einen dichtbevölkerten Platz in der Wahrnehmung. Bis weit nach hinten standen die Leute, sagte er.

Bilder aus der Vogelperspektive, die den gesamten Platz abbilden, beweisen das Gegenteil.

Nur beim vormaligen Präsidenten war die Hütte voll. Beim neuen Nordamerika-Präsidenten drängelte sich etwa ein Drittel jener Menge, nahe des Bühnenaufbaus vorn.

 

 

 

 

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