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Blog von TeddeMehr

Revanchismus, Chauvinismus

22. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

"Revanchismus", "Chauvinismus".

Für rückwärtsgewandte Politik gibt's so Bezeichnungen: "Revanchismus", "Chauvinismus".

Und, wie es aussieht, gibt es starke Kräfte, die dir mit einem breiten Grinsen ("he, du Doofie") das Gestrige, die Retro-Kutsche, zurückholen wollen. So etwa die Ausschließlichkeit von Nationen in ihren engen Flächengrenzen. Die Sicht auf ein Exklusiv-Land. Als gäbe es nirgendwo Nachbarn. Oder sonst was anderes nebenan.

In Europa wollte man seinen Horizont weiten. Trotz all den verschiedenen Sprachen und all dem enger zusammenstehen. Nun scheint sich alles ein paar Rasten zurückzudrehen. Als ob Regionalität was Heimeliges hätte. Gemütlich wäre.

In der Vergangenheit gab es jedenfalls jede Menge schreckliche Zeit wegen des Regionalgeistes, der Beengung.

Ausbrüche, die im allgemeinen "Krieg" genannt werden.

Welchen Schaden man von so was haben kann, haben eigentlich die in der Europaregion Deutschland ziemlich deutlich gesehen. Erst ein geistiger Eindreher-Schaden, dann der Totalschaden mit dem Verlust des Deutschen Reiches, mehrfacher Teilung. Bis sich dann jahrzehntelang zwei deutschsprachige Regionen konträr gegenüberstanden. Das eine Staatsgebiet im Zeichen des "Kommunismus", die zweite als "Demokratie".

Es ist nur alles länger her, schon wieder. Der Verlust von allem scheint vergangen für manche, nicht mehr schwerwiegend.

Daß einige es eifrig vollbringen wollen, den altvorderen Ungeist in neue Flaschen abgefüllt und umetikettiert an dich zu verkaufen, Beim An-den-Mann-Bringen, An-die-Frau-Bringen der Unbekömmlichkeit ziemlich erfolgreich ankommen. Daß ihr Kleid mit jedemmal immer besser wird.

Auf größere Zustimmung im Volk, daß sie stoßen.

Sogar ungeheuerlich erfolgreich, daß da welche sind. Daß man sich schon fragen darf, was das ist.

Die, die nichts wollen als dich verleiten. Dir sagen, daß dein erster Gedanke, die erste unbedeutende Empfindung, sie wäre das Richtige. Statt nachzudenken, sollst du sofort deinem Gefühl nachgeben, deinen niedrigsten Instinkten gehorchen. Wie etwa bei der Betrachtung von Hautfarbe, ähnlichem.

Geradezu der Ungeist des Lynchmobs, den sie zu befördern wünschen. Dem, der am nächsten Ast aufknüpft, ohne an Gesetze zu denken. Daß eine Verhandlung vielleicht nützlich wäre, damit man nicht selber was Falsches anstellt. Nicht selbst sich außerhalb des Gesetzes stellt. Daß man eigentlich auch an den nächsten Ast gehängt werden könnte. Weil man ja Teil des mordenden Mobs war. Vorschnell gehandelt hat, statt das Gesetz walten zu lassen. Die Angelegenheit einem Richter zu überlassen.

Hinters Licht wollen dich engnational viel zu viele führen. Mit trügerischen Worten.

Einzig für ihre Macht. Für das Sitzen auf bedeutenden, einträglichen Posten. Von ihnen, daß du die Wahrheit vielleicht dann so richtig erfährst, wenn sie dich regieren.

Viele, die sich vordergründig ehrlich, aufrichtig, anständig geben. Ankommen, als hätten sie was für dich übrig. Ihre Sprachregelung richtet sich momentan gegen das "Establishment", "alte Eliten". Wobei du besser schon im voraus darüber Bescheid wissen solltest, was das ist, das SIE wirklich für dich über haben. Damit du am Ende nicht die, der Betrogene bist.

Sicher viel weniger haben sie für dich über, als du heute glaubst. Weil dein Zweck im Grunde nur der ist: sie mal zu wählen. Daß sie dort hinkommen, wo sie noch nicht sind.

Geführt wurden von einem Exklusiv-"Führer" früher schon viele. Es gibt vieles, was man über sie und ihre Schliche erfahren kann, was in Geschichtsbüchern nachlesbar steht.

In Deutschland war es dieser ewige falsche Charlie. Der mit dem Bärtchen. Anderswo hieß so einer "Duce". Und "links", "rechts", was die angeht, das ist totalegal. Die alte DDR mit der "SED" zum Beispiel war ein "kommunistisches" Autokraten-System. Das über seine Bevölkerung willkürliche Herrschaft ausübte. Wenn man dessen "Kommunismus"-Sprech abzieht, war das Despoten-Herrschaft, sonst nichts. Ähnlich der von zuvor.

Und zu so was möchte man ernsthaft zurückkommen?

In der Türkei feiert sich gerade so einer, kann sich gerade kaum einkriegen, sein blaublütiges Sultan-Grinsen wegzumachen. Und die USA sind fest in konservativer Hand. Die USA sogar, die werden von einem regiert, der von sich höchtselbst als "Rechtskonservativen", "Führer einer Bewegung" spricht.

Na, ist das nicht gut? Mir hätte der ja als Nordamerikaner alles von sich erzählt gehabt. Unwählbar wäre er gewesen. Für mich.

Heute weiß man, viele US-Staatler, die dachten, die würden ihn kennen, weil sie ihn von Bildern aus dem Fernsehgerät kennen. Nur, guckt man was im Fernsehen, dann kennt man eigentlich auch Außerirdische, den und den Superhelden. Wo sind die aber? Da ist man schon mal gefragt, sich in der Wahlkabine nicht dafür zu entscheiden, sein Kreuzchen an der verkehrten Stelle zu machen.

 

 

 

 

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