Dort, und nicht dort (Die verhuschte Besucherin)
Nun, was ist das? Nicht in die Welt hinausschauen, sondern eng national gehen.
Der, der in Nordamerika gerade den Ton angibt, der möchte alles regional, im Sinne einer "Nation" sehen. Den beengten Horizont. In dem alles, was es gibt, amerikanisch ist.
Nur, nebenbei dabei: Der Mann, Neu-Präsident, kümmert sich trotzdem durchaus immer noch viel um andere Nationen. Auf eine geradezu unausstehliche Art und Weise.
Beispielsweise preist er den "Brexit"-Typen. Diese obskure Figur.
Die eine, die Tochter, die, die heute in Frankreich die sogenannte "National front" anführt, die war also um die Zeit seiner Amtseinführung in seinem Hochhausturm zu Gast.
Weil man sie als europäische Politikerin sehen muß, kann man das nicht aus touristischer Perspektive betrachten, wenn die wo ist. Sieht man sie, ist das im Sinne ihrer Person zu interpretieren. Demnach: Eher, daß sie einen Termin hatte. Bei IHM.
Ohne, daß groß Aufregung darum gemacht wurde. Anscheinend war das Erregende, das sie mit sich bringt, nicht so angesagt, zu der Zeit.
Schließlich kein medial groß angekündigter Besuch. Daß hernach die Presseleute um sie rumstehen. Sondern einer, im Stillen, mit weniger Medienpräsenz.
Tatsächlich, man muß sie schon kennen. Von europäischen Kennern läßt sie sich als Besucherin erkennen. Sonst war nicht viel.
Hätten welche aus Europa, die den Journalistenjob ausüben, sie nicht plötzlich gekannt, wäre sie fast überhaupt nicht an dem Ort wahrgenommen worden, so privat und allerweltsmäßig we sie ausschaute.
Als hätte sie IHM zu seiner Vereidigung als amerikanischer Präsdient gesondert gratulieren dürfen. Durch die "Hintertür", daß sie zu ihm zu den richtigen Aufzügen geleitet wurde. Zu ihm hinaufbegleitet, daß sie sich wegen des Termins nicht verläuft.
Daß man sich fragt: Wer wollte da die Aufregung um ihre Anwesenheit dort nicht? ER?
Schließlich, unzweideutig klar, wer sie ist. Welchen Geistes. Wenn auch Weichgespülter als ihr alter Vater. Zumindest im Augenblick. Sie möchte "nur" die Macht in Frankreich. Auf Biegen und Brechen. Dafür gibt sie sich gut bürgerlich. Mit dem Rest, was ihr Vater als Parteivorsitzender ehedem dauernd rüberbrachte, kann sie allerdings am Schluß immer noch in die Vorhand kommen. Sobald sie erst gewählt ist, wenn sie Herrscherin ist. Die am Thron. Dann...
Um nichts anderes dreht es sich bei ihr: ums Gewähltwerden. Dafür wurde schlimm Kreide gefressen. Alles, was möglich war, abgedeckt, was ihres Vaters war. Bei ihr.
Hat sie den hohen Staatsposten, sieht man weiter. Ist sie erst in Frankreich die Präsidentin kann sie die Franzosen aus der EU hinausführen. Und alles mögliche weitermachen, wie es ihr ungefähr gefällt. Daß es irgendwann auch ihrem alten Herrn Spaß machen könnte. Weil doch alles ganz in seinem Sinne geschieht, plötzlich.
Schwer zu sagen, warum dort in den USA wegen ihr kein besonderer Popanz aufgeführt wurde. Vielleicht wegen denen in Frankreich, die weiter an der Regierung sind, mit denen man sich nicht sofort auseinandersetzen wollte. Kaum ins Amt eingeführt, schon so Anrufe von denen. Obwohl sie vor Ort war. Geblickt wurde. In diesem Hochhausturm, den er hochziehen ließ, der seinen Namen trägt.
Da fragt man sich aus der Ferne unwillkürlich, wer war vielleicht auch dort schon auf Besuch. Ohne daß es viel Medienwirksamkeit entfaltete. Bei IHM drinnen in den Räumen. So aus Europa. Namen fallen unwillkürlich viele ein.
Aber die Französin wollte sich eigentlich doch schnell ansehen lassen. Von den Medien. Man hätte sie vielleicht nur anzureden brauchen, sie nach dem Zweck ihres Besuches befragen. Wenn sie schon dort offen rumhockte. An einem Tisch, zwischen anderen Unbekannten, die sicher auch Namen und Bedeutung hatten. Wenn nicht bei ihr, dann bei IHM.
Sie, die Rechte. Rechtskonservative. Gerade nicht ganz deutlich rechtsaußen. Den bürgerlich-angehauchten Schmand, den sie aufführt. Für den ungläubigen Wähler, der sich was weismachen läßt.
Der neue US-Präsident lobt den "Brexit", der neue US-Präsident hat vielleicht sie gelobt, die rechtsnationale Französin. Die, die nach der Macht in Frankreich greift. Eine Wahl, die bevorsteht. Beste Chancen hat sie. In Vorgriff auf ihren möglichen Sieg war sie eingetroffen.
Das Rechte hat ganz schöne Internationalität derzeit. Mit dem Nordamerikaner und seiner Herrschaft noch dazu. Da ist alles gewaltig groß. Die, die dir das Engnationale mit Grenzzäunen und allem von früher verkaufen, reisen in der weiten Welt. Kennen keine Landesgrenzen.
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