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Blog von TeddeMehr

Die Welt soll die Türken sehen, wie sie freudig in ihr Joch steigen

13. März 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Das Wort "Faschist" ist inflationär in Gebrauch derzeit.

Als Beschimpfung anderer.

Wobei, für einen Faschisten gibt es eigentlich eine Charakteristik. Eine Staatsform. Bestimmt eine Diktatur. Mit Exklusiv-"Führer" an der Spitze. Wie einen einzigen "Staatspräsidenten", bei dem alle Fäden zusammenlaufen, der per Dekret durchregiert.

So ein "Präsidial-System" bestimmter Prägung könnte demnach die allerbeste Entsprechung einer Faschisten-Landschaft sein, wie sie sich ungefähr in den zwanziger, dreißiger Jahren in Italien vorzeigte.

Wer jedoch so was wie in Italien selber für sich errichtet sehen möchte, andere aber "Faschisten"nennt, die von solch einer Staatsform nichts oder noch nicht was wissen wollen. Was soll man zu dem sagen?

Einzig ein Mittel der Ablenkung, das hier in Gebrauch ist.

Die in der Türkei beheimatete Bevölkerung etwa blickt den Faschismus unmittelbar, lebt in und mit ihm, betrachtet aber andere, weil dorthin gezeigt wird, als die Faschisten.

Geradezu der in der Türkei und die SEINEN, die seiner EINEN Partei, die gehen ganz groß, andere "Faschisten" zu nennen. Als die, die einen Faschistenstaat direkt abbilden. Beabsichtigen, ihn bei den Türken offiziell zu machen. Zur reinen Staatsform. Zu Recht und Gesetz, in eine Verfassung gegossen, den Faschistenstaat.

Ganz scharf den faschistischen Charakter, den DIE in der Türkei herzeigen. Durch den EINEN und die SEINEN, die ER um sich duldet. Weil sie SEINEM Willen hörig sind.

Nichtsdestotrotz, solange die Türken das nicht begreifen, wissen. Die Tatsache, im Grunde, daß kaum ein Türke in der Türkei das so durchschaut, daß er selber den Faschisten deutlich abgebildet tagtäglich in die Gesichter blickt, indem er sich die eigenen Vorherrscher und Ansager betrachtet.

Obwohl alles ganz und gar klar ist. Unzweideutig unmißverständlich. Überdeutlich.

Das ist es schließlich doch, was die alte Verfassung mit dem parlamentarischen System ersetzen soll: ein religiös verbrämtes Faschistensystem. Der Held des Schauspiels in Wahrheit: einer der Marke "Duce".

Einer, gerne vor allem allmächtig im Staat. Wie der "Duce".

Per Dekret, daß er im Türkenland ohnehin bereits durchregiert. Der, der nur gerade von sich ablenkt, indem er andere als das benennt, was er selber tatsächlich in erster Linie ist: ein Rechtsdrehender. Die rechte Last, von ihm den Türken direkt auf die Schultern gelegt.

Durch den EINEN, der derzeit für sein "Ermächtigungsgesetz" im Staate trommelt. Ein Ermächtigungsgesetz, das seine Entsprechung in den dreißiger Jahren im Deutschen Reich hat. Wenn wer hinschauen möchte. Um vielleicht eine Entsprechung zu finden.

Den Sinn sehe ich ja nicht so, was diesen "Wahlkampf" für dieses "Präsidialsystem" für den Despoten anbetrifft. Für mich der reinste Schau-Wahlkampf. Alles Schau, ansonsten wenig. Eine einzige Irreführung.

Die Leute, dorthin gelenkt, sollen es eigentlich nur nehmen. Das Joch. Daraum geht es ja nur: Daß alle Welt das sieht, wie freudig, begeistert das Volk ist. Es nimmt. Selber, daß es ins Joch steigt.

Sonnenklar, das ist der springende Punkt. Die Leute, die sollen sich die Knute auch noch selber geben, Freude dabei vorzeigen.

Klarer, unverhohlener kann man das derzeit nirgends weltweit blicken wie in der Türkei.

Dafür werden ihnen, den Türken, ja die satten Fahnenmeere geboten, jede Menge großsprecherischer nationaler Ansagen, daß die Welt geradezu untergeht. Und: Was wäre für den Türken ohne IHN und den SEINEN? Weltuntergang wäre. Ein scheinvernünftiger Sprech klingt von IHM, mit dem ER türkisch den Türken Dinge erklärt. Seine Umschreibungen, als hätte sein präsidiales Faschistensystem geradezu eine Demokratieentsprechung.

Oder ist das irgendwie demokratisch, wenn einer alle Macht im Staate hat, die Oppostion weitestgehend unter der Vorspiegelung falscher Behauptungen in den Gefängnissen sitzt? Außerdem hapert es bei der Autonomie der Kurden, die Kurden, deren Land man seit Jahrzehnten in Besitz genommen hat. Nur die kurdische Bevölkerung stört die türkischen Machthaber in den Kurdengebieten.

Die Kurden, eher, daß sie unterjocht werden. Von einer Besatzungsmacht.

Alles andere, als daß die Kurden, wiewohl sie allesamt türkisch sein sollen, gleichberechtigte Türken sind. Eher Türken zweiter Klasse.

 

 

 

 

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