Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Bürgerfunk"

20. April 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Die Rechtslastigen haben es wirklich nicht so mit der objektiv berichtenden, investigativen Presse. Nirgendwo auf der Welt.

Lieber hätte "Dexter" Klatscher-Journaille. Presse, die in wüster Begeisterung in seinem Sinne schreibt. Abnicker-Texte.

Wenn man die nach rechts Drehenden beschreibt, Hintergründe bei ihnen wahrheitsgemäß aufhellt, sprechen sie auf verlogenerweise von einer "Lügen-Presse".

Tja, man liebt es nicht, entdeckt zu sein. Daß sie Leuten erklärt werden, mißfällt ihnen. Daß man ihre Lügen, Schliche ans Tageslicht zerrt. Oder ihre Halbwahrheiten zum Vorschein bringt.

Überall sieht man das: bis hinein in die gegenwärtigen USA, die Jahr-'17-Vereinigten Staaten von Amerika. Wo rechte Leute auch ein Problem mit der nordamerikanischen Presselandschaft haben, mit denen, die keine Hofberichtserstatter sein wollen, überdies international arbeiten. Geradezu stinkt das "Internationale" dem "Rechtskonservativen" dabei an, eben, weil er nationaler Kleinhorizont ist.

Ob in Ungarn, Polen, der Türkei - überall dasselbe zu überblicken.

Die Welt der Medien soll die Linie der Staatsmacht wiedergeben. Dafür will man sorgen.

Andere Berichterstattung möchte man nach Möglichkeit ausgeschaltet sehen. Oder so weit minimiert, daß sie keine Rolle mehr spielt. Weil keiner diese Zeitungen, Radiosender wahrnimmt. Obwohl die der Bevölkerung viel zu sagen hätten, mehr als die staatlich dirigierten mit dem gleichgeschalteten Programm.

Auch in der Europaregion Deutschland ist das nun zum Thema geworden. Eine rechte Partei hat unter anderem weibliche Führungskräfte. Weiberröcke ziehen die an.

Da wird was dahergeredet, die öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiostationen zu entkernen. Einzuschränken. Die Sendeplätze dieser Medienwelt sollen, nachdem man an die Macht gelingt ist, durch einen "Bürgerfunk" ersetzt werden.

Einen "Bürgerfunk"? "Bürgerfunk" - ein Wort wie von vorgestern. Als wäre das was Vernünftiges klingt das fast. Nur, wer sind die "Bürger", wessen "Funk" soll an den Stellen verbreitet werden? Ist engstirniger Partei-Funk gemeint? Der, der einen Partei, die sich als Bürgerabbildung sieht?

Demnach, die Frage: Ob irgendwie wer diesen "Bürgerfunk" wirklich brauchen würde? Natürlich abgesehen von den Wiedergängern des verlogenen Nationalen.

Oder kann man nicht eher exklusiv sagen: Da nehmen welche das Wort "Bürger" in den Mund. Die schwer für den Doof-Bürger wären. Den Idioten, dessen einziger Nutzen: daß er einen wählt.

Als wären SIE das, "Bürgerichkeit" gerieren DIE sich. Sie, die Normalbürger.

Als wäre es nicht zu sehen, woher sie sind, als Ewiggestrige. Revanchisten, Chauvinisten. Insbesondere solche von der rechtsgerichteten Last. Die, die einem gerne in ihrem Sinne was vormachen. Einen Trug. Etwas Trügerisches. Einen Nebel. Am besten so einen Londoner Nebel. Am liebsten mit Umkippen. Wie man von verseuchtem Boden spricht, daß der "umgekippt" ist.

Das sind sie ja, diese Neu-Rechten: nichts als Nebelwerfer. Diejenigen, die daherreden, liebend gerne in so Zeiten zurückkehren würden. Die Zeiten vor Adenauer, Erhardt.

Könnt ich nur sagen, was das für Zeiten wären, wo die hinwollen. Dann würd's ich hier schreiben.

He, die "Weimarer Republik", die war sehr demokratisch. Freigeistig und sexy befreit mancherorts. Das Geschlecht von dem, der sich liebte, das kümmerte nicht. Wenn man's sah, übersah man's. In der Weimarer Republik.

Nur das genommen.

Na, die Weimarer Republik, die war es im Grunde. Nur, daß in der Weimarer Republik das Alte schlimmstens wiederkehrte. Der mit dem Bärtchen sich präsentierte, die ewige Charlie-Chaplin-"Tramp"-Fälschung. Dieser "Breitbart".

Profane altertümliche Monarchisten-, knöcherne Weltkriegsgeneräle gerieten in der Weimarer Republik ebenfalls immer häufiger in Führungspositionen. Deren Geist mit "senil", "dement" noch nett zu umschreiben war.

Akute für Demenz kann man DIE aus heutiger Sicht in die Vergangenheit nennen.

Die dachten sich was daher, die, die beim Kaiser wer waren. Logen der Bevölkerung der Weimarer Republik mehr und mehr die Hucke voll. Täuschten mit sich rum. Ganz so, wie es ihnen eben dienlich war, verhielten sie sich. Sie waren denn schließlich auch die Steigbügelhalter für DEN. Für den, der bei den Nationalsozialisten der mit der Parteinummer eins war. SIE, die dem Nazi weiterhalfen, rauf auf den Herrschaftsthron. Nötig hatten die Nazis die da noch. Erst danach begannen mit dem "Ermächtigungsgesetz", einer neuen Staatsverfassung, die großen Säuberungswellen.

Ab dem Moment war alles allerdings nur noch dumpf. Unsäglichkeit. Eine Bevölkerung wie unter einer gläsernen Dunstglocke. Für das Großverlierertum der Reichsdeutschen ging er am Ende. Verriet, was er nur verraten konnte. Höhnte damit sogar. Verhöhnte die idiotischen Reichsdeutschen, selbst die "Rasse" sprach er dabei an. Die Rasse des Volksidioten. Die von denen, denen er was vormachen hatte können. Von dieser Rasse war er bitterlich enttäuscht. Die, die sich den Angriffen der Verbündeten von überallher kaum mehr erwehren konnte. Alles zwar unmittelbare Folge seiner Führung, nur sah er den Sieger dabei. Die, die besiegten.

 

 

-----

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post