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Blog von TeddeMehr

Irgendwann geht die Tochter noch ungeschminkt

12. April 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Der Wahlkampf in Frankreich: sehr fortgeschritten, was das Jahr '17 nach dem Millenium anbetrifft.

Der eine wird mit Mehl überschüttet, der anderen, der blättert frisch die Schminke.

Der bürgerliche Anstrich, der mag verblassen.

So weit fühlt man sich anscheinend bei den hohen Zahlen, die man hört, liest, nun gekommen.

Ja, sie könnte die Staatspräsidentin werden.

Alle um ihre Person herum sehen sich nahe der Macht. Unmittelbar die Nähe des Machtgestühls.

Für sie ist es, als müßte sie dort nur noch Platz nehmen, um alsbald mit der eigenen Herrschaft beginnen zu können. Diesem Regime. Einem rechtsdrehenden Regime. Im Raum bei ihr steht ein Rechtsaußen-Regime.

Achtloser geworden, erlaubt man sich in der Gegenwart das eine oder andere an unzweideutigerer Sprache. Gibt deutlichere Hinweise, was denn da noch kommen mag. Darüberhinaus.

Davon abgesehen, daß man die EU verlassen möchte. Daß man mit dem Franc eine neue Währung mit altem Namen einführen will. Die alten Grenzzäune wiederrichten, um sich vor den Einflüssen von außen abzukanzeln.

All das Alte, Altvordere, das man den Franzosen verspricht, womit man sich bis dato anhört, als stünde man auf den Fundamenten der europaregionalen französischen Verfassung. Könnte sich nichts anderes vorstellen, als daß die in der Art bleibt.

Jedoch, eigentlich muß das nicht sein. Das, was vor Ort sonst noch so werden könnte, regiert man, davon läßt man die französichen Regionalbewohner plötzlich auch was hören. Erlaubt sich die klarere Ansage. Als hätte man ihn nicht mehr nötig, den dick aufgetragenen Biedermeier-Anstrich. Das, als wäre man nicht das, was man ist. Was von einem behauptet wird. Fast, als dürfte man sich, obwohl der Wahlkampf noch nicht ganz zu Ende ausgefochten ist, abgeschminkt präsentieren. Könnte ungeschminkt auftreten, sich als das vorzeigen was man des weiteren ist. Was etwa der alte Vater früher mal insbesondere war. Der Führer einer intoleranten, ignoranten Rechtsaußenpartei. Antidemokratisch im Grunde. Der alte Vater, der in seinen Aussagen vor wenig zurückschreckte. Wüsteste Drohungen gegen den demokratischen Staat und die Fundamente jenes Staates aussprach. Daß es allen deutlich war, was es sein würde, wenn er erst vorherrscht. Was dann Geschehnisse wären. Das, was sie, die Tochter mit dem Willen zur Macht, weichzeichnend umschrieb. Um es massentauglich zu machen, widerstandsbefreiter bei kleinbürgerlichen Kreisen.

Dese Art des nationalen Kleingeisthorizontes. Der auch darauf abzielt, verfassungsgebend zu sein. Ein despotisches Regime zu errichten. Die gesamte freiheitliche Verfassung alsbald für die Franzosen hinwegzufegen. Für einen rechten Despoten an der Staatsspitze oben. Jemanden, der autokratisch durchregiert. Sonst nichts. Solange er den Staat nur unter seine Kontrolle gebracht hat, kann er, in dem Falle eine Sie, alles anstellen. Selbst das Undenkbarste.

 

 

 

 

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