Ein fester Händedruck
So ein fester Händedruck geht um die Welt.
Die zudrückende Hand des neuen Staatspräsidenten der Europaregion Frankreich, Mai des Jahres '17 nach dem Millenium.
Die fest zusammengedrückte Hand: die des ominösen nordamerikanischen Jahr-'17-Präsidenten.
Einiges, das einem in den Sinn kommen könnte, warum ein französischer Staatspräsident die Hand dieses US-Präsidenten besonders drücken möchte.
Vielleicht auch der Gedanke, daß dieser umdunkelte US-Präsident möglicherweise mit jemandem anderen freundlicheren Umgang gehabt hätte. Mit einer Person, die ihn im Januar, knapp um die Zeit der großen Amtseinführungsfeierlichkeiten, in dem Hochhausturm besucht hat, der Eigentum des damaligen Neu-Präsidenten ist. Eine rechtsdrehende Dame, die, die dort mit der europäischen Politszene vertrauten Journalisten in Sicht geriet. Erkannt wurde sie quasi.
Ohne daß wegen IHR viel Drumherum gemacht worden wäre, hieß das nicht, daß sie sich dessen enthalten konnte, nicht trotzdem schnell sichtbar zu werden. Wenngleich eher für den Kennerblick, als daß sie offiziell interessierten Leuten angesagt worden wäre. Einen größeren medialen Auftritt gehabt hatte sie nicht. Obwohl so was eigentlich bei ihr inbegriffen ist; sie dergleichen vielleicht gern gehabt hätte.
Sie blieb aber eher insgeheim, dort, in dem besagten Hochglanzhochhausturm des Milliardärs. Anscheinend hatte der damals frische Präsident der Vereinigten Staaten nicht die Lust, bereits während der Tage der Amtseinführung größere diplomatische Irritationen mit der Regierung des europäischen Regionalgebiets Frankreich zu haben. Wollte man noch nicht großartig mit Franzosen aus dem Sozialistenlager telefonieren, sich von ihnen was erzählen zu lassen oder sich den in Frankreich Herrschenden deutlicher verständlich machen.
Nur, der im Mai '17 neugewählte Staatspräsident war damals noch Teil der offiziellen Sozialistenregierung. Und, so nebenher, könnte ihm durchaus was bekanntgemacht worden sein, was in einem Hochhausturm, der einem Neu-Staatsmann gehört, vorgefallen war. Welche Art von Volk dort Vorzüge genießen konnte. Umgeht. Sogar eventuell was mitfeiern durfte. Vielleicht kurz mal auf was mit anstoßen: "Prösterchen", sagt eine Stimme.
Schwer zu sagen, auf welchen Schleichwegen die besagte Dame, von der hier die Rede ist, in dem Hochhaus geführt wurde. Welche Aufzüge sie benutzte, die sonst kein normaler Besucher nutzen dürfte, ohne sich kurz darauf grobschlächtigerem Bewacherpersonal gegenüberzusehen. Leuten mit offener oder unscheinbarer Verkabelung, Mikrophonen in Mundnähe, Knopf im Ohr.
So war sie nur inoffiziell dort, blieb es bei ihrem inoffiziellen Status. Sie, die in der Jahr-'17-Mai-Gegenwart Frankreich nun nicht mit bedeutsamem Gestus aus der EU herausführt. Sie, die auf ihre große Herrschaftszeit bis auf weiteres wartet. Die die Gegenkandidatin des einen war, der im Mai des Jahres '17 diesem US-Präsidenten bei offiziellem Anlaß begegnet ist. Für einen festen Händedruck traf man zusammen. Einen festen Händedruck erhielt der US-Präsident denn auch. Sehr fest, wie es auf Bildern scheint. Bei einem leicht gequälten US-Präsidentenlächeln.
Tja, nicht jeder ist wie der große "Brexit"-Anreißer. Ein großer, großer Freund, den er lobt. Mit dem er auch noch zum Essen geht, im Restaurant sich auftischen läßt, um zu bereden, wie die "Brexit"-Folgen für die Briten abgemildert werden könnten.
Der "National"-Brite, der zwar großgegangen ist, aber nicht selber vorn herrschen wollte. Sein Geschäft in Britannien, das betreiben seit dem knappen Volksreferendumssieg andere. Unüberschaubarerweise nachdrücklich die von den gewöhnlichen britischen Parteien. Daß man sich echt fragt, wie man sich so einig sein kann. Während es bei der "National"-Französin anders wäre. Gerne hätte die Dame die Herrschaft gehabt, für die es das Pause-Symbol jedoch erst mal weiter gibt: Sie muß warten, sie hat zu warten. Bis auf weiteres wartet sie. Obwohl sie große Empfänge hatte, im Kreml war und eben in dem einen besagten Hochhausturm, dem des einen schwer zu beleuchtenden Jahr-'17-US-Präsidenten.
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