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Blog von TeddeMehr

Mit was Komischem prahlen, groß tun

29. Mai 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Einiges los momentan auf der Bildervorzeigbühne. Der unbesorgte Scherz scheint die Welt zu regieren.

Da ist so eine feiste Type, der nackt auf einem zwei Meter großen Hai liegt; der Haifisch eher tot als lebendig. Vom Mast herunter läßt er sich bei seinem unsäglichen Treiben fotografieren, das anderswo unter dem weiten Thema "Sodomie" strafbar wäre. Beschreiben könnte man es wahrscheinlich durchaus, polizeilich verwertbar, was der Kerl auf dem Hai treibt. Andere bespaßen sich damit, füllen einen kleinen Alligator mit reichlich Bier ab. Dritte sorgen dafür, Bilder öffentlich zu machen, auf denen beispielsweise eine Elster wo festklebt, hilflos, nicht mehr in der Lage, freikommen zu können, so sehr sie sich auch abmüht. Das Delikt "Tierquälerei" und so anscheinend aus den Gesetzbüchern verschwunden.

Nur, wenn ihnen, diesen sich bespaßenden Leuten, selber dann so was ähnliches passiert, dann wehklagen sie, schreien sogar nach der Polizei. Dann soll eine Ordnungsmacht schnell kommen, ihnen aus der mißlichen Lage rauszuhelfen. Wenn sie mit der eigenen Person so Opfer von boshaftem Schabernack werden, daß mit ihnen sich was ereignet, daß Schadenfreude aufkommen könnte, kriegt man es mit. Ist das dann, geht die Welt elementar unter. Dann schreien, kreischen sie rum. Weltuntergang.

Wirklich, Vögel scheinen sich gerade insbesondere nicht großartig wohlfühlen zu dürfen auf der Welt. Nicht nur, daß die Umwelt immer feindseliger für sie eingerichtet ist, es gibt darüberhinaus einiges an böser Verfolgung. Kaum, daß man die Augen dorthin richtet, ist schon wieder woanders was.

Geschützte Raubvögel werden alles andere als geschützt, sondern vom Himmel runtergeholt. Auch um sie privat an Präparatoren weiterzureichen. Präparateur, derzeit anscheinend ein gefragter Beruf. Man muß an dieser Beschäftigung nur Interesse haben.

Oder: Man entdeckt ihn in sich, den "Gourmet" mit dem Appetit für kleinste Häppchen. Dem ein Koch auf die Sprünge hilft. Weil die Kleinsthappen besonders zubereitet werden müssen. Schon einmal die kurze Zeit, die man hat, ehe was in der Pfanne verbrennt oder im Topf übergart. Das mit den kleineren Vögeln deshalb ein Problem. Von denen rauhe Mengen nötig sind, die Teller zu füllen, daß es ausreicht.

Das große Fressen.

Besonders in Asien frißt man geradzu alles. Nichts, das vor dem menschlichen "Hunger" seine Ruhe hätte. Schlange, Vogeleier aller Art, Krokodil. Schildkröte, Gürteltier. Kaum was, das sie nicht braten, in Essig oder Würze einlegen können.

Unvorstellbar.

Und dann noch das, daß die Asiaten Horn wollen. Oder Haifischflossen.

Elefantenstoßzähne, das Gehörn vom Nashorn. Nur die Flossen vom Hai. Der Rest, mit dem Fuß ins Meer zurückgestoßen.

Das gilt bei denen in getrocknetem Zustand als Aphrodisiakum. Die Wirkung: eher hirnimäßig. Ohne hätt's, wenn's klappt, womöglich auch geklappt. Der reinste Aberglaube ist das, dem damit gehuldigt wird; weil das eingekaufte Trockenpulver erwiesenermaßen im besten Falle bei ausreichend Glauben was hilft. Ansonsten sollte man besser anderes besorgen, vielleicht was ganz Einfaches: etwas, was die Durchblutung fördert.

Große Sachen unterwegs, momentan. Gegenwartszeit. Irgendwie kein Gefühl mehr niemand für nichts.Total hemmungslos bieten sich welche damit überdies in aller Öffentlichkeit in den verschiedensten Medien mit viel Fotografiehintergrund ab. Als wäre das eigene Treben ganz sorgenfrei, könnte man mit so was jede Menge Freunde, Gleichgesinnte finden. Bis hin zu den Weibern dazu.

Als gäb's niemanden mehr, der sich nicht eher abwenden könnte, deswegen. Etwa auch von dem feigen Großwildjäger auf Safari. Einem, der aus dem Hinterhalt und aus gesicherter Entfernung auf Großtiere zielt, sie quasi hinterrücks tötet. Aber aufgeblasen, grinsend eine Trophäe der Welt herzeigt. Als hätte er was Besonderes dafür vollbracht. Außer das, mit einem Zielfernrohr und aus einer Hochtechnologie-Waffe, eher einem Kriegsgerät, aus der bestmöglichen Sicherheit abgesicherster Ferne geballert zu haben. Der Heckenschütze. 

Groß ist das wirklich derzeit. Man kann das Geschwappe mitkriegen. Es bildet sich momentan auf öffentlichen, weltweit funktionierenden Plattformen und Medien ab. DAS, mit dem man denkt, sich schmücken zu können. Als fände man mit so was tatsächlich gedankenbefreite Schulterklopfer. Dürfte einer, eine sich ledig aller Sorgen mit derartigem vorzeigen. Hätte mit dem Hinterletzten noch die Möglichkeit, Freundschaftsantrag um Freundschaftsantrag einsammeln zu können.

 

 

 

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