Früher mal die "Kollaborateure"
Die einzelnen Staaten Europas haben sich vor ziemlich langer Zeit jetzt schon wieder entschieden, nicht mehr vereinzelter sein zu wollen als unbedingt notwendig. Eher miteinander zu sein. Auch angesichts einer schrecklichen Zeit, deren Gipfel der zweite Weltkrieg war.
Außerdem wollte keiner alleine mehr nur für sich unbedingt ein kleinerer, größerer Spielball der Großmächte sein. Jemand, über den man als "Schein-Riese" lachte. Einer, dem man vom anderen was erzählen konnte, der das am Schluß vielleicht glaubte.
Statt dessen wählt man gegenwärtig eine ein klein wenig aufeinander abgestimmtere Politik als früher.
Heute, nach vielen Jahrzehnten des Friedens in Europa, scheint der Geist dabei Bestimmten immer fremder zu werden, der bis hin zu einem Europaparlament führte.
In der Gegenwart gerieren sich Personen, die im Sinn altvorderster Mentalität daherreden, seltsam vernünftig klingen. Voll der Anschein von eindringlicher Vernunft.
Beispielsweise auch in Frankreich. Wo es Anfang Mai des Jahres '17 nach dem Millenium am lautesten tönt und schrillt. Dort möchte eine Präsidentschaftkandidatin in die Welt des Ewiggestrigen mit geschlossener Regionalsaußengrenze, Abschottung und allem, das früher hergebracht, üblich war, zurück. Als hätte insbesondere DAS was Heimeliges. Wäre ein Allheilmittel gegen alles.
Sie, "DIE Tochter" ausgerechnet, die derzeit, weil sie gegen einen männlichen Kontrahenten antritt, auch die Frauen-Karte spielt. Ehrlich, DIE als "Frau" wählen. Eine Frau soll die als Frau wählen. Nur, um eine gleichen Geschlechts in den Vordergrund zu schieben, und nebenher ihren Politikhintergrund zu vergessen, das, was sie tunlichst in der Hinterhand verbirgt. Das, was erst so richtig los wäre, wenn sie herrscht. Länger mit sich und den Ihrigen vorherrschen könnte.
Sie, die die französische Region förmlich umpolen möchte. Eine Neujustierung des Staates, die sie im Herzen trüge. Die Drehung zu einem rechtslastigen Regime in Frankreich. Einem dieser National-Regime tiefster europäischen Vergangenheit. Zwanziger, dreißiger, vierziger Jahre. Nur, eben mit ihr, einer Präsidentin an der Spitze oben. Das Schreckliche mit einem weiblichen Antlitz, statt einem althergebrachten männlichen.
Das muß man sehen: Sie steht bestimmt nicht fest auf dem Boden der demokratisch geordneten französischen Republik. Sie steht als Rechte für eine rechtsdrehende Partei ein, die jederzeit weiter nach rechtsaußen hinaustreten kann. Weil ja ihr Parteiwesen dafür gut ist, voll die Rechtsdrift zu haben. Für eine Art von Staat, wie es ihn in Frankreich eigentlich schon gegeben hat, im Grunde genommen. Damals, nur unter einer reichsdeutschen Besatzung.
Nachdem die Alliierten die Landesbesetzer aus dem deutschen Reich aus der französischen Region hinauswarfen, wurden jene, die mit den Reichsdeutschen waren, "Kollaborateure" genannt. Und den "Kollaborateuren", denen erging es in jenem Frankreich jener Tage alles andere als besonders. Geteert und gefedert konnten sie werden, Als Frauen kahlgeschoren, geteert und gefedert, mit Schimpf und Schande durch die Straßen der Stadt gejagt. Ab und zu kannte die Bevölkerung wenig Gnade mit "Flittchen", die mit den Besatzungssoldaten gegangen waren. Für die männlichen Ausgaben war ähnliches mit Hinrichtungen ein Weilchen sehr an der Tagesordnung.
Heute aber möchte, daß alles vergessen ist. Eine von diesen, die die Tochter von einem ist, der offen jenes rechten Geistes der "Kollaborateure" war und ist, gedächte, in der französischen Europaregion die Staatsmacht zu erringen. Sich auf den Staatspräsidentenstuhl hocken. Als gefeierte Wahlsiegerin. Eine von jenen von damals im Heute, eine Wiedergängerin derjenigen, denen die Franzosen gezürnt hatten, ihnen vielerlei angetan. Daß eine glücklich sein konnte, überhaupt irgendwie unversehrt dem Volkszorn entkommen zu sein.
Das alles aber längst der Demenz anheimgefallen. Jene tatsächlich anderen Jahre: die vor De Gaulle. Die in der französischen Europaregion vor De Gaulle. Anderswo, deutschregional, die vor Adenauer und Erhard.
Wenn sie, die eine, in Frankreich nun die Staatspräsidentin werden könnte. Das wäre tatsächlich ein Fanal. Eine Rückkehr altertümlichster Welt, lange sie nicht mehr so gesehen. Besonders in Europa.
Sollte sich im Grunde wirklich jeder hinterfragen: ob er den Müll aus der alten Wühlkiste denn als Neuware nötig braucht.
Nur, weil es DAS länger nicht mehr so gab.
Schließlich sind das frische Larven, die man sieht. Larven, die sich noch nicht mal so recht entpuppt haben, die nach der Entpuppung des weiteren brauchen, bis sie sich denn ausgeleiert haben. Sind sie erst in ihren Positionen, auf ihre Posten geraten, daß man sie nicht mehr leicht loswerden kann. Wenn sie die Polizeimacht haben, Recht und Gesetz schreiben und repräsentieren.
Wie so was ist, braucht man derzeit nur nach der Türkei zu blicken. Bei den Türken ist so ein Staatspräsident deutlichst überblicken. Was sich durch den repräsentiert ...
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