Unklar klar
Komisch, das, was bei der Wahl in Britannien im Juni des Jahres '17 nach dem Millenium herausgekommen ist. Als wäre das britische Motto: "Alles ändert sich, aber alles bleibt gleich".
Zwar hält man weiter am "Brexit" fest, aber ... Die Partei watscht man ab, die das mit dem "Brexit" für sich in erster Linie genommen hat. Als wäre der "Brexit" ihr Ding.
Diese eine Partei sieht sich geschwächt. Aber, jemand anders ist auch nicht so gestärkt, daß er einen anderen Dreh vollziehen könnte. Etwa sogar hinweg mit dem "Brexit" und zurück zu mehr sozialem Engagement in Britannien. Nachdem die Konservativen eher für Sozialabbau stehen, beispielsweise auch im Gesundheitswesen für Kostenminimierung sorgen. So was. Als solle hauptsächlich der kleine Mann von der Straße für den "Brexit" die Rechnung zahlen.
Viele Dinge in Großbritannien schließlich, auf denen bereits der lastende Schatten des "Brexits" liegt, die "Brexit"-Folgen ansatzweise wahrzunehmen sind. Allerdings, ohne daß das Thema allzu laut angesprochen würde, bei den Engländern auf der Insel. Dem großen "Commonwealth". Auch ein Könighaus beherrscht viel die Schlagzeilen. Das bald als herausragender Werbeträger auf der ganzen Welt für die Engländer und für die Wirtschaft Britanniens überallhin reisen darf. Unter Vollbeschäftigung werden die vom Adel leiden, daß die Briten weniger darben, Geschäft haben.
Also: Nichts soll sich vordergründig ändern, aber alles anders werden, sein. Das soll das Wahlergebnis dieser Wahl sein, die sich im Grunde direkt auf den "Brexit" bezog, weil sie ein Jahr nach dem "Brexit" stattgefunden hat. Eine "Brexit"-Wahl war das, obwohl das auch nicht unzweideutig deutlich gesagt wurde.
Das Verhandlungsmandat gegenüber der EU nach dieser Wahl: um einiges geschwächt. Allzu viele schließlich, die nun zukünftig mit ihren Ideen beim "Brexit" mitreden möchten. Ein Wahlergebnis: Daß eine klare Linie verschwindet. Sich eine neue herausfinden muß. Weniger von dem, woran die dachte, die den "Brexit" mit ihrer konservativen Partei als herausragendes Gut für sich nahm.
Man muß sehen: Die auf der britschen Inselwelt, die für den "Brexit" gehen, im Grunde vorgetreten als die Statthalter, die Statthalter des einen, des einen rechten Milliardärs. Der für sich den "Brexit"-Kampf führte. Nach langen Jahren, über ein Jahrzehnt lang und noch ein paar Jahre, mit seinem ewigen Geldzufluß für die antieuropäische Kampagne sorgte. Aber sonst keine weiteren Interessen hatte, als das "Brexit"-Referendum zu gewinnen. Als wäre vor allem eins: Sport.
Mit der Zukunft und den Folgen des "Brexit" wollte DER nicht so viel zu tun haben.
Schon die Frage: Was wäre wirklich das Komplizierte daran, noch mal über den "Brexit" abzustimmen? Die Mehrheit für den "Brexit" war äußerst knapp, bei der Bedeutung der ganzen "Brexit"-Geschichte.
Da könnte man sich wirklich fragen: Wären nicht zehn, fünfzehn Prozentpunkte Zustimmung mehr für den "Brexit" nötig gewesen, daß man den "Brexit" wirklich ernst nehmen hätte müssen? Fünfundsechzig Prozent mindestens, siebzig. Daß man sagen könnte, das wars jetzt wirklich, man geht mit vollem Einsatz für den "Brexit".
Aber so ... So könnte man eigentlich fast abwinken. Eine wegwerfende Handbewegung. Wirkt die Juni-Jahr-'17-Geschichte, man müßte bald schon wieder eine Neuwahl ausrufen. Damit ein Plan klarer würde. Mittendrinnen, mitten bei den Austrittsverhandlungen mit den Zentraleuropäern.
Ausgerechnet die mit Problemen, die das mit der Scheidung angerissen haben. Die wirken unentschlossen. Die, die überall mit dem Scheidungspapier gewunken haben, es pinnten. Jetzt sind sie in einem Durcheinander, fast eine geistige Verwirrung, können kaum so recht mit den ganzen harten Scheidungsdaten, Zeitabläufen, den fixen Terminen, zurechtkommen. Was eins beweist: Der "Brexit" war unnötig, unnötig wie ein Kropf. Der "Brexit", ein britischer Schildbürgerstreich.
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