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Blog von TeddeMehr

Gestern die Neuheit der Wahl

31. Juli 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Die Europaregion Deutschland nennt sich gerne ein Innovationsland.

Nur ... Wenn man die Karren so sieht, die auf den deutschen Straßen fahren. Diese Diesel. Benziner.

Rechnertechnologisiert, durchaus öfters bis zum Abwinken. Aufwändig durchkomponiert regelrecht manchmal alles da.

Mit dem mit dem blöden Abgas, der Klimaunschädlichkeit der Mobilitätsinstrumente hat man sich irgendwann nicht länger abmühen mögen. Es hat doch alles funktioniert; das Zeug war reisetüchtig, hat sich verkauft. Statt irgendwelche bekümmerter Gedanken zu hegen, entschied man sich für was anderes. Ganz Einfaches. Eine Einfachheit. Irre die Schlichtheit der Idee: Alles bleibt wie gehabt. Aber die ausgereifte Rechnertechnolgie merkt in der Anwendung, wenn jemand mal nachsieht, überprüft, was den Motorverbrauch und den Ausstoß an Umweltgiften anbetrifft.

Sobald es Kontrollmaßnahmen bei den Automobilen gibt, verändert sich der Ausscheidungsprozeß an allem, was schädlich zu sehen ist, sofort. Ist das Gemessene dann wieder das, für das die Automobilhersteller in den Medien werben. Die Käufer anlocken wollen. Aber nicht, wenn du in dem noch von dir lenkbaren Instrument hockst, deinen gewöhnlichen Reiseverkehr hast. Sobald du irgendwohin unterwegs bist, dann herrschen da die Zeiten einer längst vergangenen Ära. Als die Welt der Autos die Gedanken- und Sorglosigkeit beherrschte. Umweltschutzideen? Nein, du fährst doch!

He, noch fährst du auch. Demnächst jedoch darfst du das denn bei weitem nicht länger selber, eigenhändig mit den Händen am Lenkrad irgendwohin steuern. Das kannst du im Grunde für die Zukunftstage vergessen. Du mußt dich bald wo reinsetzen, wirst kutschiert, gebracht. Rechnergestützt, anwendungs-, programmtechnisch. Orientieren mußt du dich auch selbständig nirgends mehr für nichts. Die Einrichtung weiß, wo du hinmußt, kriegt ihre Wegimpulse von Satelliten, die ihre Impulse nebenher auch unablässig woanders hinversenden. Alles wird für dich berechnet, jede Straßenlandschaft.

Das wäre die Zukunftswelt. Ansonsten herrschen da, nimmt man die gesamte äußerliche Technik weg, gegenwärtig hauptsächlich so Tage, in die manche politisch sogar zurückwollen. Sogar die dreißiger, vierziger. Ist das gewisse tristeste Vergangenheit, als man sich noch wegen nichts Gedanken machte. Weil man sie sich nicht machen mußte, nicht mal da draufgekommen wäre. Wie gesagt, diese Ära sicher eine ohne viel Umweltbewußtsein.

Scheinbar das Paradies für die deutschen Autohersteller, das Gestern. Ein Paradies, in dem sie sich bis heute aufhalten, ein Garten Eden, in dem es am liebsten nie Veränderungen geben sollte: Es wurde durch rumgefahren. Der Rest, doch egal.

Ist ja auch jegliches ganz wie ehedem bei ihnen. Bloß mit viel überbordender Technik im Beiwerk ausgestattet. Daß es in der Gegenwart eines "Mechatronikers" bedarf, statt eines reinen Automechanikers, mit dem Fahrgeschäft zurechtzukommen. Schließlich muß der Mechatroniker mal anschließen, setzt das gesamte Autoprogramm schon mal neu auf. Auch zur Gänze, wenn's verlangt ist.

Na, ehemals gab es diese ganze Umständlichkeit ja nicht. Wie man auch keine Fisimatenten von wegen Umwelt hatte. Nicht an irgendwelche Veränderungen am Grundmodell der Motoren hatte man zu denken. Ob das überhaupt noch mit Benzin fahren sollte. Mit einem Mineralölprodukt. Alles hat meistens bestens funktioniert bei den Vierrädern. War kein Elektromotor mit Akkus nötig, nie gefährlicher in Sicht. Der Wasserstoffwagen, zwar bereits öfters wo schon vor Jahrzehnten gefahren, auch als hübsche Karosse, der man nicht ansah, daß sie mit Wasserstoff fuhr. Aber: den Konzernbossen zu kompliziert. DAS weiter- und voranzubringen, für so die Deutschregionalen kein größerer Gedanke.

Tatsächlich kein besondere Gedankengang überkam sie, außer alles eigentlich beim alten zu belassen. Gewiß nicht der, vielleicht vorauszugehen, Vorreiter bei einer neueren Technologie zu sein.

Das Risiko war es ihnen nicht wert, der Aufwand, das Geld, das man reinstecken hätte müssen. Wenn man die Benziner, Diesel bis in alle Ewigkeit modifizieren konnte. Den Leuten was von dem erzählen, der Modifikation.

Statt dessen nahmen sie denn ein anderes Risiko. Das Risiko der "Software". Der Programmanwendungen im immer mehr hochtechnologisierten Fahrzeug, geradezu Rechneranlagen auf vier Rädern.

Sie redeten jedem was von geringerem Ausstoß, bewarben das in ihren Marketing-Kurzauftritten im Fernsehen und überall auf der Welt, was die Medien anbetrifft.

So sicher schienen sie sich ihren programmierfähigen Anwendungen gewesen zu sein. Daß niemand je erfahren könnte, daß es sich hier im profanen Kern um die Modelle der vierziger, fünfziger, sechziger, siebziger Jahre handelt. Vierziger, fünfziger, sechziger, siebziger, als es für nichts das allergeringste Bewußtsein gab. Als man zwar von "Smog" in den Städten redete. Aber das Gesundheitsschädliche der Feinstaubbelastung ... Nicht der Rede wert. Husteten eben ein paar Leute mehr rum.

Das war DAS Risiko. SIE sind es gegangen. Damit sitzen SIE nun am Pokertisch. So werfen sie Geld rein, decken ihre Spielkarten auf. Verhalten sich, als hätten sie ständig das beste Blatt. Man müßte passen.

Mit der Rechnertechnik haben sie DAS gebracht, angewendet. Das leistete man sich. Nichts Neues. Die vierziger, fünfziger, sechziger, siebziger Jahre.

Dort haben sie verweilt. Bequem. Gemütlich. Statt für wirkliche Neuigkeiten sorgen zu wollen, das, mit dem sie heute die Welt regieren könnten. Innovativ. Den weltweiten Rest auf die Halde schicken. In die Schrottpresse. Zur Totalumrüstung.

Nein, das Riksiko ihrer realen, zukunftsbefreiten Überlegungen aus den glücklichen, unbekümmerten Motorwelttagen, etwas, nun zum Vorschein gekommen, daß in der Gegenwart bald wirklich jeder drüber was weiß. Aber das fanden sie übersichtlich, anscheinend, daran verschwendeten sie keine Gedanken. Wie mit einem Schld versehen, sich fühlend, daß man ihnen nie was könnte. Ihnen etwa draufkommen. Oder so.

 

 

 

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